Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.
Frank Cramer
DirigentFrank Cramer, geboren in Essen, studierte an der dortigen Folkwang Hochschule sowie an der Musikhochschule in Hamburg bei Horst Stein. Erste Engagements führten ihn an das Staats-
theater Oldenburg und anschließend von 1980-88 als ersten Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor an das Mainfranken Theater Würzburg.
Seit seinem viel beachteten Erfolg mit Verdis „Aida“ in der Arena von Macerata 1989 ist Frank Cramer als Konzert- und Operndirigent in Europa, den USA, Ostasien und Südafrika zu Gast. Er dirigierte u.a. an den Opernhäusern von Zürich, Basel, Bern, Wien (Volksoper), Staatsoper Buda-
pest, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, Darmstadt, Trieste und Pretoria. Sein Re-
pertoire reicht dabei von Mozarts „Le Nozze di Figaro“ über Wagners „Tristan und Isolde“ und Strauss’ „Salome“ bis hin zu Bergs „Wozzeck“.
Die internationale Presse beschreibt Frank Cramer immer wieder als einen Dirigenten, der auf besondere Weise Inspiration, Intensität und Ausdrucksstärke mit Natürlichkeit und hohem hand-
werklichen Können vereint. Im Konzert verbindet ihn eine besondere Nähe zu Beethoven, Mozart, Mahler und insbesondere Bruckner. Daneben engagiert sich Frank Cramer immer wieder gerne auch für Komponisten abseits des gängigen Repertoires wie z.B. die Spätromantiker Zemlinsky, Korngold, Stephan und Nielsen oder Komponisten wie Messiaen, Lutoslawski, Schönberg, Webern und Ives. Sein großes Konzertrepertoire resultiert aus der langjährigen Zusammenarbeit mit Orchestern wie u.a. dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Turin, dem Orchestra della Toscana Florenz, dem Berner Symphonie Orchester, dem Radio-Sinfonieorchester Basel, den Bamberger Symphonikern, dem WDR Rundfunkorchester Köln, dem Real Orquesta Sinfónica de Sevilla, dem Orchestre National des Pays de la Loire, dem Helsingborg Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Nice, dem Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari, dem Phil-
harmonischen Orchester Budapest, der Ungarischen Nationalphilharmonie und dem Korean Symphony Orchestra.
Frank Cramer war u.a. Gast bei der Münchener Biennale, beim Budapester Frühlingsfestival (Ungarische Nationalphilharmonie), bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und beim renommierten Tongyeong International Music Festival in Süd-Korea.
Auch dokumentieren zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen für den Westdeutschen Rundfunk, den Bayerischen Rundfunk, das ZDF, den MDR Leipzig, das Schweizer Radio DRS und Radiotelevisione Italiana (Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Turin) seine künstlerische Arbeit. Für das Label Dacapo hat Frank Cramer alle Sinfonien des dänischen Spätromantikers Ludolf Nielsen mit den Bamberger Symphonikern und dem Danish Philharmonic Orchestra auf CD eingespielt. Bei Marco Polo erschienen die Violinkonzerte Nr.3 und 9 von Louis Spohr in einer Aufnahme mit Christiane Edinger und dem Slowakischen Radio Symphonie Orchester unter seiner Leitung.
2008 gab Frank Cramer u.a. mit Mozarts "Zauberflöte" sein Debüt an der Dresdener Semperoper und dirigierte Konzerte in Deutschland, Österreich, Italien und Süd-Korea. 2009 debütierte Frank Cramer u.a. beim Belgrade Philharmonic Orchestra und setzte in Verona am Teatro Filarmonico seine Zusammenarbeit mit dem Orchestra dell'Arena di Verona fort.
Frank Cramer lebt in München und ist Dozent für Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Im Juni 2009 ist er zum Professor für Musikdramatische Darstellung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz KUG berufen worden. 2009 erschien seine CD mit dem Münchner Rundfunkorchester bei dreyer gaido (in Koproduktion mit BR Klassik), die Werke des zeitgenössischen persischen Komponisten Nader Mashayeki enthält.
DrehPunktKultur / Salzburg, 2. Juni 2010
„Das Institut für Musiktheater zeigt derzeit im Mumuth, dem universitären Musiktheater-Gebäude, 'Dafne in Lauro' und beweist ansehnliche Barock-Kompetenz. (...) Wie gediegen sich aber gera-
de dieses Orchester in den Barockton eingearbeitet hat, wie Frank Cramer (auch er ja keiner, der aus der einschlägigen Szene kommt) die jungen Leute auf Genauigkeit, auf akkurate Phrasie-
rung und überhaupt auf stilistische Linie gebracht hat: Das spricht nicht zuletzt für gutes und stilkundiges Teamwork auch im Hintergrund der Grazer Musikausbildungsstätte."
Kronen Zeitung, 31. Mai 2010
„Anlässlich des Johann Joseph Fux-Jahres hob die Kunstuniversität Graz im Mumuth einen raren Schatz: Frank Cramer dirigierte Solisten, Chor und Orchester der KUG durch Fux' im Jahre 1714 für Karl VI. komponierte Kammeroper 'Dafne in Lauro'. Vor allem musikalisch eine überaus ge-
lungene Produktion. (...) Frank Cramer führt eine bestechend nuancierte Regie. Das schmal be-
setzte Orchester erzeugt auf modernen Instrumenten adäquaten Barockklang, mit luftigen Strei-
chern und in rhythmischer Geschlossenheit; die spärlichen Chorstellengelingen prachtvoll."
Kleine Zeitung, 30. Mai 2010
„All das wurde unter Frank Cramers Leitung transparent und ohne den manchmal übertriebenen Schmiss von 'Originalklang'-Ensembles vom KUG-Opernorchester, dem brillanten Chor und dem geschlossen überzeugenden Sängerteam (...) verwirklicht."
Ostthüringer Zeitung, 19. März 2010
„Neue Musik - sinnlich und expressiv. Jenaer Philharmoniker spielen Gewagtes (...) Unter dem Motto 'Europäische Erweiterung' setzten die Jenaer Philharmoniker am Mittwoch auf Horizonter-
weiterung. (...) Und Frank Cramer am Pult der Jenaer Philharmonie lässt die einzigartige Partitur Nuance für Nuance ausmusizieren, kostet die Kontraste und Strukturspielereien des unendlich tiefgründigen Werkes [Witold Lutoslawskis Konzert für Orchester] aus und verliert dennoch nicht den Blick fürs Ganze. (...) Und die Präzision spricht Bände. Hier - wie vor allem auch beim bemer-
kenswerten 'Memento' des Serben Mihajlovic - beweisen die Jenaer eine immer wieder erstaun-
liche Klangkraft und Expressivität. Auch dieses Werk lebt von Kontrasten - den dynamischen, je-
nen des Tempos und den stilistischen. Cramer treibt das Orchester bis zum Äußersten, in Extre-
me hinein, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen (...) Ein großartiger Abend!"
Thüringische Landeszeitung, 19. März 2010
„Und dennoch ließ bereits das 'Memento' des Serben Milan Mihajlovic aufhorchen (...) Dirigent Frank Cramer verhalf dem Ganzen zu aufgelichteten Konturen. (...) Das Konzert für Violine und Orchester von Antonin Dvorak wurde durch die junge Geigerin Susanne Yoko Henkel präsentiert (...) so entwickelte sich das Adagio zu einem traumhaft musizierten Miteinander genauso wie das Finale voll rhythmischer Raffinessen und Anklänge an böhmische Tanzweisen. (...) Es gab am Ende lebhaften Beifall für die interpretatorischen Leistungen."
Lübecker Nachrichten, 20. Januar 2009
„Ein Adagio wie ein Gedicht. Mit dem jungen Frank Cramer stand ein Dirigent voll frischer Energie vor den Lübeckern. Er konnte seine expressive Kraft mit den reichen Möglichkeiten des Solisten Oliver Triendl verbinden. Welch leutende Farben schon im ausgedehnten ersten Satz, welch vollendet schöne Ruhe im lyrischen zweiten (...) Zauberhafte Momente, wenn etwa das Adagio (Beethoven: 5. Klavierkonzert) vom Piano wie ein Gedicht aufgesagt wurde und das Orchester dazu weiträumig den Hintergrund ausstattete (...) Und in den aufmunternden Tänzen aus "Galán-
ta" von Zoltan Kodály schafften die Musiker mit viel Schlagwerk einen fantastischen Rhythmus. Hinreißend ..."
Kieler Nachrichten, 20. Januar 2009
„ Frische, Farben und Finessen (...) J.Haydns Symphonie Nr. 101 D-dur "Die Uhr" war dann ein guter Übergang und Katalysator. Cramer - von nun an auswendig dirigierend - verlieh ihr den rechten Schwung (...) Mit Zoltan Kodálys "Tänze aus Galánta" demonstrierte Frank Cramer beste Präzisionsarbeit bei den rhythmischen Finessen und brachte die Farben im Orchester zum Glühen. Nun konnten die Philharmoniker ihre Qualitäten zeigen vom dichten Streicherteppich bis zu den kunstvollen Kapriolen der Bläser ..."
L’Arena, 21. April 2008
„Eine glänzende Interpretation des deutschen Dirigenten Cramer (...) Hervorragend ist die Leistung des Orchestra dell‘ Arena in der Sinfonia da Requiem. Hier gelingt dem deutschen Dirigenten Frank Cramer die schwierige Aufgabe, dramatisches Drängen mit neoklassischer Gelassenheit zu verbinden, mit einer glänzenden und entschiedenen Interpretation, in muster-
gültiger Übereinstimmung mit dem kompositorischen Willen Brittens. Suggestiv und anrührend erscheint in der Folge das zweite Werk (...) das zeigt, wie groß Respighis Liebe zur dichten und zugleich feinsinnigen Farbgebung ist. Das letzte Bild, jenes Gregors des Großen, ist ein wahrer Freudenhymnus an Gott, den Cramer in all seiner ungewöhnlichen Wucht zu vermitteln weiß. Bei den Werken von Pärt (...) und Marco Tutino, der mit seinem ’Canto di Pace’ den Abend be-
schließt, dringt Cramer in die Tiefe vor, entwickelt eine intime und affektreiche Atmosphäre, die durch eine nachdenkliche und zurückhaltende Ausführung geprägt ist. Das Orchestra dell‘ Arena reagiert sehr gut auf seine suggestive Gestik und stellt dabei insbesondere die Qualität seiner Bläser und Schlagzeuger unter Beweis.“
Ostthüringer Zeitung, 30.10.2007
„Ein Edelstein der neuen Dirigentengeneration, Frank Cramer begeistert im Jenaer Volkshaus (...) Sage da einer, es kämen aus Deutschland keine fähigen jungen Dirigenten! Mit Frank Cramer war am vergangenen Freitag ein Könner an die Rampe der Volkshaus-Bühne getreten, der sein Handwerk bestens beherrscht, weil er nicht nur Partituren zu lesen gelernt hat, sondern diese auch mit Leben erfüllen kann – und das ohne jegliche theatralische Äußerlichkeiten, mit denen manch einer an gleicher Stelle glaubt, die Sympathien des Publikums gewinnen zu können. Cramer ist ein Könner von Format, und das Jenaer Orchester verstand es, ihm aus der Hand zu lesen, denn was da an Klängen herauskam, war nicht nur die abermalige Bestätigung des hohen Niveaus, mit dem die Jenaer Musiker zu Werke gehen - es war gleichsam auch Ausdruck der Freude einer Entdeckung, die auch beim Musiker neue Kräfte mobilisiert. (...) So entstehen bei Rachmaninow (Sinfonische Tänze, op. 45) dynamische Wogen, die scheinbar endlos ineinander übergreifen. Das konnte man sogar im Dirigat Cramers wiedererkennen. Die Wogen des Beifalls für ihn wollten nach diesem Konzert kein Ende nehmen. Diesen Namen sollte man sich merken. Die Jenaer Konzertfreunde wären um eine Hoffnung reicher, gelänge es, ihn abermals ins Jenaer Volkshaus zu locken.
Ostthüringer Zeitung, 31.10.2007
„Vor allem aber zeigt dieser Abend eins, ein verblüffend geschlossenes Klangbild der Jenaer Philharmoniker und wie leistungsfähig dieses Orchester eben ist. Dass es da am Ende be-
geisterte Bravorufer gar nicht abwarten können, bis das Finale verhallt ist, und Frank Cramer am Pult die Spannung aufgehoben hat, mag zwar nicht unbedingt elegant sein, ist aber nur zu verständlich. (...) Sergej Rachmaninows 'Sinfonische Tänze' zählen gewiss zu jenen Werken, die nur vom Titel her leicht und locker klingen; denn die Partitur erfüllt alle Ansprüche an das Hauptwerk eines Sinfoniekonzertes und hat es in sich. Cramer verweigert weder die Brüchigkeit noch die fast zu schwelgerische Attitüde, den Hang zum Breitwandkino. Und, was sein Zusam-
menspiel mit den Jenaer Philharmonikern betrifft, so ist das Gefühl nicht zu verdrängen, dass es sich da um eine Sternstunde, um eine vortreffliche Symbiose handelt.“
WAZ, 16. Mai 2006
„Kann man mit moderner Musik ein Philharmonie-Publikum erreichen? Die Antwort: Ja! (...) die überwiegend jungen Zuhörer erlebten ein außerordentlich spannendes Konzert auf hohem Niveau. Gastdirigent Frank Cramer hatte wirklich ganze Arbeit geleistet. (...) Überzeugen konnte das Orchester nicht nur mit den ’Fünf Orchesterstücken op.16’ von Arnold Schönberg. Auch die einleitende ’Passacaglia op.1’ von Anton Webern und vor allem Witold Lutoslawskis ’Konzert für Orchester’ lieferten einen deutlichen Beweis dafür, dass man mit der nötigen Disziplin viel aus diesem Orchester herauskitzeln kann. Für Begeisterung beim hoch aufmerksamen Publikum sorgten die Musiker in kleiner Besetzung schließlich mit Helmut Lachenmanns ’Mouvement’. Und das unter dem Beisein des Komponisten, der dem Orchester am Ende zu einer mitreißen-
den musikalischen Umsetzung der Partitur gratulierte. Bitte mehr davon!"
Il Gazzettino, 23. Januar 2006
„Wunderbares Dirigat von Cramer (...) die intensive Zusammenarbeit des Orchesters mit Frank Cramer hat in bemerkenswerter Weise Früchte getragen. Schon die ersten Takte der Ouvertüre bestachen durch einen kristallklaren und präzise konturierten Klang. (...) ausdrucksvolle Dynamik und transparente Stimmführung in der ’Prager Sinfonie’, ein Finale von stürmischer Strenge und Gefühlsausbrüchen in moll. (...) In der ’Italienischen Sinfonie’ überzeugte Frank Cramers leiden-
schaftliche Interpretation. Einzigartig das Andante - ein Beginn von hoher emotionaler Intensität. (...) Das Saltarello-Finale schließlich hat das Publikum, das seine Begeisterung schon während des gesamten Abends gezeigt hatte, gänzlich erobert."
Jena, Volkshaus
Jenaer Philharmonie
Finn Hoffding: Evolution - Sinfonische Fantasie op. 31 für Orchester
Joonas Kokkonen: Konzert für Violoncello und Orchester
Carl Nielsen: Sinfonie Nr. 5 op. 50
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