Rubin Quartett
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

Rubin Quartett

Irmgard Zavelberg, Violine
Nathalie Streichardt, Violine
Martina Horejsi, Viola
Ulrike Zavelberg, Violoncello

Das 1992 gegründete deutsch-französische Rubin Quartett, benannt nach dem gleichnamigen Edelstein, gehört inzwischen zu einer festen Größe des heutigen Musiklebens. Ein weitge-
fächertes Repertoire sowie überaus lebendige Interpretationen stehen im Mittelpunkt seines Schaffens.

Bereits ein Jahr nach seiner Gründung gewinnt das Quartett den 1. Preis des Internationalen Streichquartett-Wettbewerbs in Bubenreuth/Erlangen, 1997 den Preis für die beste Mozart-Interpretation in Evian und im Jahr 2000 den 1. Preis des Internationalen Streichquartett-Wett-
bewerbes der R. Hartung-Stiftung in Braunschweig.

Sein Debüt im Concertgebouw Amsterdam gibt das Rubin Quartett 1995. Seither folgen dort regelmäßig Konzerte, u.a. mit Ian Bostridge und Julius Drake. Darüber hinaus gastiert das En-
semble auf den bedeutenden Konzertpodien Europas und im Rahmen zahlreicher renommier-
ter Festivals, u.a. in Luberon und Frejus (Frankreich), Santander und Valladolid (Spanien), in Mailand, beim Musikfest Bremen, dem Rheingau-Musik-Festival, den Schwetzinger Festspielen und beim Festival “Printemps des Arts de Monte Carlo” (Monaco).

1998 erhielten die vier Musikerinnen eine Einladung zum internationalen “Streichquartett-Event” in Dortmund. Eine Einladung des Oslo Chamber Music Festival 2000/01 führte sie mit dem Pianisten Andrej Gavrilov zusammen. Im Jahre 2002 begann eine regelmäßige Zusammenarbeit mit “Scène Nationale” in Poitiers (Frankreich). Die sechs Streichquartette von Béla Bartók werden dort 2002/03 in öffentlicher Probenarbeit, Meisterkursen, Vorträgen und Konzerten vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk wurde anschließend die Gesamtaufnahme der Bartók-Quartette erstellt, die bei Brilliant Classics auf CD erschienen ist und von der interna-
tionalen Kritik begeistert aufgenommen wurde. Auch die CD-Produktionen des Ensembles bei Arte Nova und dem Label Vandoeuvre mit Werken von Haydn, Debussy, Schostakowitsch, Feld-
handler u.a. stoßen auf enthusiastische Resonanz.

Portraits, Konzertmitschnitte und Produktionen bei allen großen deutschen Rundfunkanstalten sowie den Sendern Radio France (France Musique), verschiedenen Sendern in Holland und dem Schweizer DRS belegen die Vielfalt musikalischer Aktivitäten des Rubin Quartetts, zu der insbesondere auch die Auseinandersetzung mit aktuellen Werken der jungen Komponisten-Generation gehört. Zuletzt gab das Rubin Quartett ein Konzert im Kammermusiksaal des Bonner Beethoven-Hauses, in dessen Rahmen ein Streichquartett von Jörg Baur, der soeben seinen 90. Geburtstag feierte, aufgeführt wurde.

Zwei Werke des jungen französischen Komponisten Jean-Christophe Feldhandler hat das Rubin Quartett uraufgeführt und auf CD eingespielt. Komponisten wie Caspar Johannes Walter, Franz Martin Olbrisch und Reinhard Febel schreiben Werke für das Ensemble, das immer wieder bei Festivals wie den Tagen für zeitgenössische Kammermusik Witten, Wien Modern, den Berliner Festspielen, dem Rheinischen Musikfest und Musique Action Vandœuvre-les Nancy mit Urauf-
führungen vertreten ist.

Eine enge Zusammenarbeit mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Györgi Kurtág, Silvia Fómina und Sofia Gubaidulina hat dem Ensemble ähnlich starke künstlerische Impulse mit auf den Weg gegeben wie auch das Amadeus Quartett, Raphael Hillyer und Prof. Jörg Wolfgang Jahn.

Kölner Stadt-Anzeiger, 24. November 2009
„... die Vorstellung der vier Musikerinnen beim Erftkreis-Zyklus gewährte tatsächlich Höreindrücke eines facettenreichen Streichquartettklanges. (...) Station zwei war Debussy, sein Streichquartett g-moll. Eine ganz andere Zeit, ein wirklich ganz anderer Stil [als Haydn]. Und beim Rubin-Quartett merkte man das auch: Die Dynamik kennt hier ganz andere Stufen, die Rhythmik löst sich frei-
schwebend vom klassischen Metrum, die Klangfarbe bekommt eine neue, tragende Rolle. (...) 
Wo nötig, ließ das Rubin-Quartett einzelne Phrasen aus dem Streichernebel in den Vordergrund treten oder zeigte mit scharfen Tremoli Zähne. (...) Nach so viel Kennenlernen wusste man, was das Rubin-Quartett mit Sicherheit nicht ist: damenhaft. Zumindest wenn man den Begriff negativ versteht. Für die Qualitäten der vier selbstbewusst-zupackenden, aber mit klarer Orientierung ausgestatteten Musikerinnen wäre ein treffendes Adjektiv noch zu finden."

Bonner Rundschau, 28. November 2008
„Die vier bilden ein starkes Ensemble. Sie haben Beethovens c-Moll-Quartett op. 18,4 auf exzellentem Niveau vorgeführt. Die erste Geige hat das Sagen. Sehr schön, wie die fabelhaft blonde Primaria Irmgard Zavelberg für den dramatischen Zugriff auch bei den Brünetten sorgte. Scharfe Sforzati, wo sie hingehören. Aber nicht um jeden Preis, statt dessen auch elegante Spielverläufe. Die Schlusssätze gerieten geradezu hinreißend. Man sollte Frauen ran lassen, beim Quartett auch vier. Auch der feine, klare Spielgestus (...) imponierte.“

General-Anzeiger, 27. November 2008
„Das Rubin-Quartett stellte im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses die poetischen Qualitäten dieser altersweisen Musik mit feinsinnigem und souveränem Spiel heraus. Gesprächshafte Strukturen wurden prägnant und durchsichtig formuliert (...) mit dem c-Moll-Quartett aus op. 18, das die vier Damen mit frischem Zugriff, strukturklar und sehr leidenschaftlich präsentierten. Glänzend etwa gelangen die Spielarten des Humors zwischen friedlichem Lächeln und sarkastischem Hohn im Scherzo.“

Deister- und Weserzeitung, 3. Juni 2008
„Tatsächlich besticht der Klang des Rubin Quartetts vor allem mit dem Glanz der hervorragend aufeinander abgestimmten Charaktere der Instrumente. (...) Temperamentvoll und musikantisch im besten Sinn erklang am Anfang Haydns sogenanntes ’Sonnenaufgang-Quartett’ – mit rasant gespielter Wiederholung der Exposition des Kopfsatzes.“

Cellesche Zeitung, 27. September 2006
"Die Interpreten spielten Schostakowitsch mit einer selten erlebten Noblesse der Tongebung und einer Delikatesse der harmonischen Beziehungen.(...) Die vier Damen des Rubin-Quartetts sprühten vor musikalischem Feuer. Ihre Musik pulsiert und brodelt und versteht sich darauf, Gefühle hörbar zu machen. Mit ihrem kraftvollen und gleichzeitig sensiblen Spiel voller Emotion und Tiefenschärfe können sie unmittelbar vom hämmernden fortissimo ins flüsternde piano wechseln, dass die Zuhörer die Ohren spitzen müssen. Dabei bestechen ihre Vorträge durch eine aggressionsfreie, fesselnde Expressivität."

Kölner Stadt-Anzeiger, 30. Juni 2006
"Irmgard Zavelberg führte ihre Mitspielerinnen mit vibrierender Energie sicher durch die Klippen der Komposition und sorgte für eine äußerst lebendige Wiedergabe, aus der viel Gespür für die zarten Klanggirlanden sprach, die Schubert hier aneinander reiht. Schnell und impulsiv schufen die Streicherinnen ein Stimmungsbild von atmosphärischer Dichte.(...) empfindsam und robust an den richtigen Stellen, konzentriert und sorgfältig in der Ausführung. Romantische Emphase und die Todeskälte des zweiten Satzes wurden hier perfekt in Einklang gebracht."

Bonner Generalanzeiger, 27. Juni 2006
"Bei den Brühler Schlosskonzerten stellte das Rubin-Quartett die jähen Wechsel zwischen Idylle und Verzweiflung pointiert heraus. Es zeichnete die fiebrige Unruhe ebenso eindringlich nach, wie es die weit ausgreifenden, kantablen Themen wunderbar schwingen ließ.(...) Trotz hohen Tempos wirkte das Spiel entspannt, den Phrasen blieb gewissermaßen Zeit, Atem zu holen, die Interpretation wirkte durchweg klug und durchdacht, aber nicht gesucht. Alle Nuancen standen stets im Dienste des Ausdrucks (...). Hier spielte das Ensemble – heitere Rokoko-Ornamentik im Rücken – tatsächlich wie um sein Leben – riskant und packend."