Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.
Kronos Quartett
In Kooperation mit Saudades Tourneen
David Harrington, Violine
John Sherba, Violine
Hank Dutt, Viola
Jeffrey Zeigler, Violoncello
Seit über 30 Jahren verfolgt das Kronos Quartett eine einzigartige künstlerische Vision, die be-
dingungslosen Forschergeist mit dem Anspruch verbindet, die Reichweite und den Kontext der Gattung Streichquartett zu erweitern. Auf diese Weise hat sich das Kronos Quartett zu einer der angesehensten und einflussreichsten Formationen des heutigen Musiklebens entwickelt. Das Quartett gab weltweit Tausende von Konzerten, hat über 40 CDs eingespielt, die von einer außerordentlichen Bandbreite und Kreativität zeugen, hat mit den vielseitigsten Komponisten
und Künstlern der Welt zusammengearbeitet und Hunderte von Werken und Arrangements für Streichquartett in Auftrag gegeben. Darüber hinaus gewann das Kronos Quartett zahlreiche Preise, darunter einen Grammy für die beste Darbietung im Bereich Kammermusik (2004), und wurde 2003 von Musical America zum "Musician of the Year" ernannt.
Das Kronos Quartett wurde 1973 von David Harrington gegründet. Angeregt wurde er von George Crumbs „Black Angels“, einem unkonventionellen, durch den Vietnam Krieg beeinflußten Werk, das zum Klingen gebrachte Wassergläser, Passagen mit gesprochenem Text und elektronische Effekte kombiniert. Das Quartett erschuf sich anschließend ein völlig neues und vielseitiges Repertoire, indem es Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts, u.a. Bartók, Schostako-
witsch und Webern, von zeitgenössischen Komponisten wie Aleksandra Vrebalov, John Adams und Alfred Schnittke, Jazzlegenden wie Ornette Coleman, Charles Mingus und Thelonious Monk und von Künstlern aus entfernteren musikalischen Bereichen, darunter Rockgitarrenlegende Jimi Hendrix, Azeri-Sänger Alim Qasimov und Avantgarde-Saxophonist John Zorn, aufführte und auf CD einspielte.
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Kronos Quartetts ist die langfristige und stete Zu-
sammenarbeit mit vielen der weltweit führenden zeitgenössischen Komponisten, darunter ins-
besondere Terry Riley, dem „Vater des Minimalismus“. Dadurch entstanden u.a. dessen frühe Werke „Sunrise of the Planetary Dream Collector”, „Cadenza on the Night Plain“, „Salome Dan-
ces for Peace”, „Sun Rings”, eine von der NASA in Auftrag gegebene multimediale Ode an die Erde und ihre Bevölkerung, sowie „The Cusp of Magic”, eine 2005 anläßlich von Rileys 70. Ge-
burtstag in Auftrag gegebene Komposition, die 2008 auch auf CD erschien.
Ferner spielte das Kronos Quartett die drei Streichquartette des polnischen Komponisten Henryk Mikolaj Górecki ein, mit dem es seit fast 20 Jahren zusammenarbeitet. Darüber hinaus verbindet das Quartett eine intensive Zusammenarbeit mit Komponisten wie Philip Glass, dessen gesam-
te Streichquartette und Filmmusiken zu „Mishima“ und „Dracula“ vom Kronos Quartett aufgenom-
men wurden, Franghiz Ali-Zadeh aus Azerbaijan, Steve Reich, dessen vom Kronos Quartett ein-
gespieltes Werk „Different Trains“ einen Grammy erhielt, oder Osvaldo Golijov aus Argentinien.
Ferner arbeitet das Kronos Quartet mit vielen weltweit renommierten Künstlern zusammen, da-
runter die chinesische Pipa-Virtuosin Wu Man, die legendäre indische Bollywood-Sängerin Asha Bhosle, mit der das Kronos Quartett die für den Grammy nominierte CD „You’ve Stolen My Heart“ aufnahm, die Inuit-Sängerin Tanya Tagaq oder die berühmte amerikanische Sopranistin Dawn Upshaw. Live-Auftritte verbanden das Kronos Quartett mit Ikonen wie Allen Ginsberg, Zakir Hus-
sain, dem Modern Jazz Quartet, Tom Waits, David Barsamian, Howard Zinn, Betty Carter und David Bowie, CD-Aufnahmen mit Nine Inch Nails, Amon Tobin, Dan Zanes, DJ Spooky, Dave Matthews, Nelly Furtado, Rokia Traoré, Joan Armatrading und Don Walser.
Die Musik des Kronos Quartetts findet mittlerweile auch in anderen Medien Verbreitung, wie in den Bereichen Film („Requiem for a Dream”, „The Fountain”, „21 Grams”, „Heat”, „True Stories”) und Tanz. U.a. entwarfen so bekannte Choreographen wie Merce Cunningham, Paul Taylor, Twyla Tharp und Eiko & Koma Stücke dazu.
Das Kronos Quartett geht jedes Jahr für fünf Monate auf Tournee und gastiert dabei in Konzert-
sälen, Clubs und bei Festivals auf der ganzen Welt, darunter die Carnegie Hall, das Barbican in London, das Concertgebouw Amsterdam, die Kölner und Berliner Philharmonie, die Shanghai Concert Hall und das Sydney Opera House. Darüber hinaus verfügt das Kronos Qurtett über eine produktive und breitgefächerte Diskographie. Unter den zahlreichen Einspielungen befinden sich so unvergleichliche Alben wie „Pieces of Africa”, „Kronos Caravan”, „Kronos Quartet: 25 Years“, „Nuevo“ sowie die Einspielung von Alban Bergs Lyrischer Suite, für die das Kronos Quartet 2004 den Grammy erhielt.
Die Aufnahmen und Aufführungen des Kronos Quartetts enthüllen nur einen Teil von dessen Einsatz und Beitrag zur Musik unserer Zeit. Als eine Non Profit-Organisation mit Sitz in San Fran-
cisco hat das Kronos Quartett in Form der Kronos Performing Arts Association 650 neue Werke und Arrangements für Streichquartett in Auftrag gegeben. Der Musikverlag Boosey & Hawkes hat zusammen mit dem Kronos Quartett drei für das Kronos in Auftrag gegebene Schlüsselwerke im ersten Band der “Kronos Collection” herausgegeben. Auch fühlt sich das Kronos Quartett der Förderung junger aufstrebender Künstler verpflichtet. 2007 gab es seinen ersten Workshop mit vier jungen Streichquartetten am Weill Music Institute der Carnegie Hall. Eine der bemerkens-
wertesten Initiativen des Kronos Quartetts ist das Projekt „Kronos: Unter 30“, ein einzigartiges Auftrags- und “composer in residence”-Programm für Komponisten, die jünger als 30 Jahre sind, welches in Verbindung mit dem 30. Geburtstag des Kronos Quartetts im Jahre 2003 ins Leben gerufen wurde.
Augsburger Allgemeine Zeitung, 26. Juli 2011
„Es war denn auch ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Sound und Licht, das das Kronos Quartet beim Audi-Sommerkonzert im Theater Ingolstadt bot. Unter den heutigen Streichquartetten ist das Kronos Quartet (...) geradezu legendär (...) Auch in Ingolstadt reizten David Harrington und John Sherba (Violinen), Hank Dutt (Viola) und Jeffrey Zeigler (Violoncello) nicht nur die spiel-
technischen Möglichkeiten ihrer Instrumente weit aus, sondern boten ein Programm mit aus-
schließlich zeitgenössischen Kompositionen - politisch bewusst, kritisch, erzählerisch, alles in allem künstlerisch herausragend."
Donaukurier, 26. Juli 2011
„Das Konzert mit Light-Show und elektronischer Verstärkung der Instrumente beginnt mit einem energisch hämmernden, angespannt drängenden Marsch (...) Im Streichquartett Nr. 4 von Sofia Gubaidulina entfalten sich die Brillanz und die technische Perfektion des Ensembles, erstmals stellen in echter Polyphonie die Geiger David Harrington und John Sherba einander nach (…) Mit reicher musikalischer Formfantasie entwickelt die Aserbaidschanerin Franghiz Ali-Zadeh ein beeindruckendes Landschaftsbild (...) Ungleich farbenreicher tritt hier das Klangspektrum des Streichquartetts hervor (...) Diese Werke führen die große Tradition des Streichquartetts weiter. Das Kronos Quartet kann das genauso brillant wie die Minimal Music – auch wenn die Musiker mit den großen Formen ihr eigenes, typisches Repertoire durchbrechen.”
The Scotsman, 17. Mai 2011
„Then came the theatrical tour de force, Jon Rose's Music for 4 Fences, in which Kronos aban-
doned their customary instruments to play four mobile sections of fencing wired up to create crunching synthesised sounds. It was a manic and euphoric climax to an unfailingly sensational programme.”
Berliner Zeitung, 12. Mai 2011
„Im mikrofonverstärkten Grundklang löste sich die Klangspannung der vier Instrumente zum Sound hin auf, eine konsequente Folge des Verfahrens, das Streichquartett zum Instrument des Arrangierens zu machen. Über die offenen Ohren und die Fantasie seiner Komponisten und Arrangeure ist das Kronos Quartet zu einem adaptiven Apparat geworden, der exotische Musik-
kulturen aufsaugt wie Feinschmecker einen Kaffee mit Herkunftsbezeichnung ...”
Frankfurter Rundschau, 9. Mai 2011
„Der Sound-Atlas des amerikanischen Kronos Quartet scheint täglich zu wachsen, seit es sich vor 40 Jahren aufmachte, das steifgefrackte Streichquartett-Repertoire gegen den Strich zu bürsten.“
Osnabrücker Zeitung, 3. Mai 2011
„Das seit über 40 Jahren zusammenspielende experimentelle Kronos-Streichquartett aus den USA würdigten die Juroren als ’Revolutionäre’ der Kammermusik. Die vier Musiker hätten das Potenzial von Streichquartetten so erweitert, daß es jetzt Mozart und Beethoven sowie Avant-
garde-Rock und Musik aus allen Teilen der Welt umfasse (...) Die Preisträger erhalten ihre Auszeichnungen am 30. August von Schwedens König Carl XVI. Gustaf überreicht. Frühere Preisträger waren unter anderem Paul McCartney, Bob Dylan und Bruce Springsteen aus der
an Rock orientierten Musik und Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen und Isaac Stern aus der klassisch orientierten Musik.”
The New York Times, 28. Februar 2010
„Credit for intuiting that the medium could be opened wider - in a sense reinventing the string quartet as a vehicle of limitless stylistic breadth - belongs to the violinist David Harrington, who founded the Kronos Quartet in 1973 (...) The Kronos Quartet went on to commission more than 650 new compositions and arrangements at the latest tally (...) When the Kronos Quartet hit its stride during the late '80s, its concerts were powerful, absorbing affairs, not despite their extra-musical trappings but in part because of them. On its Nonesuch albums the group promoted a hip, new take on comtemporary music: much of it melodic and rhythmically driving, nearly all of it fresh and vital. In concert, hearing Kronos play (...) was an intense, heady experience that could move a listener to the core."
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