Bundesjugendorchester
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

Bundesjugendorchester

ECHO KLASSIK 2016 in der Kategorie „Klassik für Kinder"

Das Bundesjugendorchester zählt zu den bedeutendsten Jugendorchestern weltweit. Der außer-
ordentliche Standard des Orchesters resultiert aus der langjährigen kontinuierlichen Arbeit. Seit der Gründung des Bundesjugendorchesters durch den Musikpädagogen Dr. Peter Koch im Jahr 1969 treffen sich dreimal jährlich hochbegabte 14- bis 19-Jährige Instrumentalisten aus der gesamten Bundesrepublik, die ihre außergewöhnlichen Leistungen bereits bei verschiedenen Wettbewerben wie z. B. „Jugend musiziert“ unter Beweis stellen konnten. Sie verzichten für die Arbeitsphasen sowie für anspruchsvolle Sonderprojekte auf Ferien und Freizeit. Dozenten aus Musikhochschulen und großen Sinfonieorchestern, wie den Berliner Philharmonikern, bereiten sie in den einzelnen Instrumentengruppen auf die Arbeit im Gesamtorchester vor. Die Orchestermitglieder sind den Umgang mit Dirigenten wie Kurt Masur, Sir Simon Rattle, Gerd Albrecht, Heinz Holliger, Bernhard Klee, Kurt Masur, Kirill Petrenko, Heinrich Schiff, Mario Venzago und Sebastian Weigle gewohnt, und fordern sie durch den sich weit vom Routinebetrieb bewegenden Lernprozess, der sich aus Unterricht und künstlerischer Eigenverantwortung zusammensetzt.

Nach jeder Arbeitsphase scheiden ältere Mitglieder aus und jüngere kommen hinzu. So ist das Ensemblebild stets von neuen Gesichtern geprägt. Jedes Konzert des Bundesjugendorchesters hat deshalb auch künstlerisch und menschlich etwas Einmaliges, das Routine nicht zulässt, sondern für eine frische, von der jugendlichen Aura des Orchesters geprägte Interpretation sorgt. Doch die musikalische Qualifikation im Ensemble geht immer auch mit einer sozialen Komponente Hand in Hand. Bedenkt man, welche Trainingsmöglichkeiten für menschliche Konfliktsituationen, die über das rein musikalische hinausgehen, den jungen Musikern geboten werden, so mag man die Bedeutung erkennen, die das Bundesjugendorchester zu weit mehr als einer Nachwuchsförderung für Orchestermusiker werden lässt. Im ersten Moment scheint es so, als würde dieses Orchester es den traditionellen Sinfonieorchestern in allem nachmachen. Doch die Vitalität des Orchesters sprengt viele Konventionen. Die jungen Musiker empfinden das Orchester nicht als eine Institution, sondern als eine Lebensgemeinschaft. Sie verfügen über eine offene Emotionalität und über die Fähigkeit, sich vorurteilslos in ungewöhnliche musikalische Landschaften zu begeben. Sie entdecken Charles Koechlin, Olivier Messiaen, Luigi Nono und Hans Zender genauso wie die Kompositionen der neuen Wiener Schule, von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms, oder von Anton Bruckner und Gustav Mahler.

Das Bundesjugendorchester ist im Rahmen zahlreicher zeitgeschichtlich bedeutender Projekte aufgetreten. Dazu gehören die „Thank You America!“-Tournee unter der Leitung von Kurt Masur anlässlich des 50. Jahrestages der Berliner Luftbrücke nach New York, Washington, Boston und Berlin und eine Tournee durch Polen unter dem Thema „Polen und Deutschland – gemeinsam im Herzen Europas“, dirigiert von Gerd Albrecht. Ebenfalls unter dem Dirigat von Gerd Albrecht gastierte das Orchester unter dem Motto „Musica Viva“ im Sommer 2005 zum „Deutschen Jahr in Japan 2005/06“ unter anderem in Hamamatsu und Tokyo. Im Sommer 2006 reiste das Bundesjugendorchester unter Leitung von Andris Nelsons und Gustavo Dudamel nach Venezuela. 2007 gastierte das Orchester als musikalischer Botschafter anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft unter der Leitung von Jac van Steen und Marc Piollet in Großbritannien und Mittel- und Südosteuropa. Im Winter 2008 arbeitete das Orchester erstmals mit John Neumeier, Theaterklassen und Tänzern des Hamburg Ballett zusammen: Gemeinsam führten die Ensembles Gustav Mahlers 4. Sinfonie und „Des Knaben Wunderhorn“ in der Choreografie John Neumeiers mit großem Erfolg u.a. in der Hamburgischen Staatsoper auf. 2009 führte eine große Tournee das Orchester nach Südafrika. Zwanzig Jahre Mauerfall und 60 Jahre Grundgesetz waren den jungen Musikern des Bundesjugendjazzorchesters und des Bundesjugendorchesters Anlass für eine Konzerttournee mit Musik des „Third Stream“, der Vereinigung von Jazz und Klassik. Im kulturellen Vorprogramm der Fußball-Weltmeisterschaft gastierten die beiden nationalen Ensembles gemeinsam in Johannesburg, Pretoria, Bloemfontein, Port Elisabeth und Kapstadt. Als Höhepunkte in 2010 können die zwei ausverkauften Konzerte mit dem Rockmusiker Sting und seinem Symphonicity-Programm im Rahmen der Movimentos-Wochen, das sommerliche Konzert vor geladenen Gästen beim Gartenfest des Bundespräsidenten Wulff in Schloss Bellevue unter der Leitung von Kurt Masur und die bewegende Aufführung des Stummfilms „Nathan der Weise“ mit Livemusik von und mit Rabih Abou-Khalil im Berliner Konzerthaus gelten. Anfang 2011 wurde dem Bundesjugend-
orchester der Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland verliehen. Auslandsreisen führten das Orchester im Sommer 2011 nach Venezuela und Ecuador. 2011 dirigierte auch Sir Simon Rattle das Bundesjugendorchester erstmals. Hierbei wurde eine Förderstiftung für das Bundesjugendorchester gegründet. Im Jahr 2012 gastierten die Musiker mit Markus Stenz unter anderem in Krakau und Berlin, im Sommer folgte eine Gastspielreise mit Dirigent Mario Venzago und dem Cellisten Nicolas Altstaedt nach China. Nach einem gemeinsamen Konzert unter der erneuten Leitung von Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen 2013 in Baden-Baden, übernahmen die Berliner Philharmoniker die Patenschaft über das Bundesjugendorchester. Im Juni 2013 wurde diese Patenschaft mit einer Vertragsunterzeichnung in Anwesenheit beider Orchester und des Bundestagspräsidenten Prof. Norbert Lammert in Berlin besiegelt. Mit vier Konzerten in Lviv, Kiew, Bonn und Berlin begleitete das Bundesjugendorchester unter Leitung von Dirigentin Oksana Lyniv 2017 die Gründung des Jugendorchesters der Ukraine.

Die im Vergleich zu Berufsorchestern große Fluktuation innerhalb des Klangkörpers - die Mitglieder bleiben durchschnittlich zwei Jahre im Bundesjugendorchester - beeinträchtigt nicht seine Gesamtleistung, sondern führt immer wieder zu neuen, frisch erarbeiteten Interpretationen weitab von jedem Routinebetrieb des Musikbusiness. Mit ihrer Aufgeschlossenheit und Begeisterungsfähigkeit für verschiedenste musikalische Welten und Interpretationen erobern die jungen Musiker Publikum und Kritiker überall im Sturm.

Im Oktober 2016 wurde das Bundesjugendorchester mit dem ECHO KLASSIK 2016 in der Kategorie „Klassik für Kinder" ausgezeichnet.

Seit der Gründung liegt die Trägerschaft des Bundesjugendorchesters beim Deutschen Musikrat. Von Beginn an hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Förderung übernommen. Weitere Unterstützung erfährt das Orchester durch die Daimler AG, den Westdeutschen Rundfunk, die Deutsche Orchestervereinigung, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, die Stadt Bonn und vielen weiteren Freunden und Förderern. Durch die Zusammenarbeit des Deutschen Musikrates mit dem WDR und anderen Rundfunkanstalten erscheinen darüberhinaus regelmäßig CDs, die inzwischen zu einer beeindruckenden Dokumentation der Arbeit von Deutschlands jüngstem Spitzenorchester geworden sind.

Kölnische Rundschau, 13. Januar 2014
„Diejenigen, die bleiben konnten, erlebten ein Konzert, das ihnen wohl lange in Erinnerung bleibt (...) Zu spüren war das enorme und disziplinierte Engagement des mit 97 Jugendlichen aus der ganzen Republik besetzten SInfonieorchesters (...) Die differenzierten dynamischen Kontraste waren das eine, was im Zusammenklang des großen Apparates beeindruckte, das andere der hohe Anspruch der einzelnen Instrumentalgruppen (...) Langanhalter Applaus für dieses großartige Konzert ..."

Kölner Stadt-Anzeiger, 8. April 2013
„Die Besten-Auswahl des deutschen Orchesternachwuchses führte unter Leitung von Howard Griffiths vor, wie das Licht des Orients in europäische Komponierstuben strahlte: Bei Ravel ('Boléro'), Manuel de Falla ('Der Liebeszauber') und Maurice Ohana ('Buch der Wunder') entfalten die Farben und Aromen der maurisch-andalusischen Welt ihre suggestive Wirkung."

Schweinfurter Tagblatt / Volkszeitung, 14. Januar 2013
„Unter dem Dirigenten Michael Sanderling und gemeinsam mit dem Pianisten Markus Schirmer entfaltete sich ein Abend voll spannender musikalischer Ereignisse. Benjamin Brittens Klavierkonzert op. 13 bildete einen von zwei Schwerpunkten des Abends (...) Mit Igor Strawinskys Ballett-Burleske 'Petrouschka' folgte nach der Pause ein weiteres Werk, das dem Orchester große Wandlungsfähigkeit abverlangte. Hier bekamen viele der großartigen Instrumentalisten des deutlich jungen Orchesters die Möglichkeit, ihre Qualität solistisch oder in kleinen kammermusikalischen Passagen unter Beweis zu stellen (...) Am Ende eines mitreißenden Konzertabends dankte das Publikum mit langem, intensivem und stehendem Applaus."

Der Tagesspiegel, 1. August 2012
„Offenherzig musiziert auch das Bundesjugendorchester unter Leitung des agilen Schweizers Mario Venzago. Soeben von einer zehntägigen China-Tournee zurückgekehrt, eröffnen die 14- bis 19-jährigen Musiker den [Berliner] Konzerthaus-Abend mit einem klaren, hellwachen, geradeaus musizierten Mahler (...) Die Jugendlichen gehen kraftvoll ans Werk, mit tief grundiertem Tuttiklang (...) Stimmungszauber und Klangfarben-Aquarell liefern sie bei Schumann und Ravel auch gleich nach."

Schwäbisches Tagblatt, 19. Juli 2012
„Unter Kennern gilt das Bundesjugendorchester als Geheimtipp. Die zwischen 14 und 19 Jahre jungen Musiker (innen) spielen auf einem enormen Niveau (...) Für das Abschlusskonzert des 'Vielklangsommers' am Dienstag gelang es den Festival-Organisatoren, das Bundesjugendorchester auf seiner derzeitigen Tournee nach Tübingen einzuladen - als Station zwischen Val Gardena und Shanghai. Ein überragender Abschluss, phänomenal musiziert."

Abendzeitung München, 5. Mai 2012
„Das exzellente Bundesjugendorchester war unter Rüdiger Bohns Leitung von einem Spezialensemble für Neue Musik nicht zu unterscheiden [Münchner Biennale für zeitgenössisches Musiktheater]".

Neue Musikzeitung, 4. Mai 2012
„Getragen wurde dieser Biennale-Eröffnungsabend somit vor allem vom ausgezeichneten Ensemble und von einem Kollektiv, das man bei einer Musiktheateruraufführung dieses Kalibers nicht unbedingt erwarten würde: vom Bundesjugendorchester (...) Ein schönes Zukunftssignal, ein vielversprechender Biennale-Auftakt."

Eßlinger Zeitung, 17. April 2012
„Einen großen Anteil am Gelingen dieser Interpretation hatte auch das BJO mit Sebastian Weigle am Dirigentenpult (...) Weigle und das BJO finden hier [in Richard Strauss' Alpensinfonie] zu einer differenzierten Gestaltung, vor allem das Aufbrausen in der Gewitterszene, aber auch die feierliche Aura der Blechbläser-Choräle gelingt den jungen Musikern blendend. Erfreulich ist die technische Präzision, die sauber ausgehörte Intonation und vor allem die Homogenität der einzelnen Orchestergruppen, das klang durchaus professionell."

Stuttgarter Nachrichten, 17. April 2012
„Trotz scheinbarer Ähnlichkeit stellen die Stücke interpretatorisch höchst unterschiedliche Ansprüche, die das Orchester unter Sebastian Weigles Leitung differenziert erlebbar machte. Szymanowskis mäandernde, prozessartige Komposition [1. Violinkonzert],die scheinbar weder Anfang noch Ende hat, wurde zudem rücksichtsvoll gestaltet, dass für den Solisten Christian Tetzlaff genügend akustischer Raum blieb (...) Eindrucksvoll war zudem, wie bei Strauss [Alpensinfonie] die ausladende Instrumentierung ohne dröhnendes Pathos mit großer Spannkraft und ohne Ermüdungserscheinungen umgesetzt wurde."

Hamburger Abendblatt, 16. April 2012
„Unter der Leitung von Sebastian Weigle riss diese Hundertschaft (...) ihr Publikum von den Stühlen. Und das auf einem Niveau, das seinesgleichen suchte. (...) das junge Ensemble erklomm den von Strauss so prächtig ausgemalten Gipfel souveräner und aufregender als manches Profiorchester."

Kölnische Rundschau, 16. April 2012
„Auf dem Programm steht mit Richard Strauss "Alpensinfonie" eine der üppigsten Partituren des Repertoires (...) Das Bundesjugendorchester spielte das Werk beim Auftakt in der Philharmonie mit Power und Klangsinnlichkeit, fegte es unter dem Frankfurter GMD Sebastian Weigle in knappen 50 Minuten über die Bühne. Respekt! Das erinnert an Rudolf Kempes legendäre Aufnahme von 1971. Bei allem Gipfelsturm wurden jedoch auch Details schön betont ..."

Kölner Stadt-Anzeiger, 16. April 2012
„Diesmal war es Sebastian Weigle, der Frankfurter Generalmusikdirektor, dem die Betreuung und Führung des Bundesjugendorchesters oblag, und selbst i-Tüpfelchenreiter werden am klingenden Resultat wenig auszusetzen haben."

Thüringer Allgemeine, 14. Januar 2012
„Das Bundesjugendorchester überzeugte unter der Leitung von Markus Stenz bei seinem Gastspiel in Weimar (...) Kein geringeres Werk als Gustav Mahlers fünfte Sinfonie cis-moll stand auf dem Programm. Die jugendliche Vehemenz, mit der musiziert wurde, bekam dem Werk ausgesprochen gut. Leidenschaftlich und technisch versiert, durchmaß das Orchester die großen sinfonischen Blöcke (...) Die Interpretation durch Markus Stenz bestimmte konzeptionelle Klarheit, von welcher die jungen Interpreten und insbesondere das hinreißend schöne Adagietto profitierten."

Ludwigsburger Kreiszeitung, 13. Januar 2012
„Mit einem Werk des 51-jährigen Detlev Glanert begann der großartige Auftritt des Bundes-
jugendorchesters unter der Leitung von Markus Stenz (...) Hier wie beim zweiten Stück des Abends, Gustav Mahlers fünfter Sinfonie, hält Markus Stenz mit einer ungeheuren Intensität die auseinanderstrebenden Teile zusammen. Mit allen Mitteln des körperlichen Ausdrucks auf dem Dirigentenpodest holt er das Beste aus den besten Jungmusikern der Bundesrepublik heraus. So kreiert das 97-köpfige Orchester inmitten der wilden Stürme (...) auch herrliche Schwebe-
zustände, wie im zweiten Satz, und einen geradezu überirdisch schön verklingenden Klang im vierten."

Bietigheimer Zeitung, 13. Januar 2012
„Das Bundesjugendorchester gestaltete mit Bravour ein sehr anspruchsvolles Konzertprogramm (...) Unter der Leitung von Markus Stenz (...) hatten die Orchestermitglieder im Alter zwischen 14 und 19 Jahren zwei Werke einstudiert, mit denen sie gegenwärtig auf einer großen Tournee durch Europa auftreten (...) Allein schon mit der Aufführung dieser zeitgenössischen Komposition [Detlev Glanert 'Insomnium'] bewies das Bundesjugendorchester seine unvergleichliche Gestal-
tungskraft, die auf dem faszinierenden spieltechnischen Können jedes einzelnen Orchester-
mitglieds basiert (...) Das Bundesjugendorchester entfaltete immense Dynamik in der Gestal-
tungsdichte [Mahler 5. Sinfonie] (...) Und wieder bestach das Bundesjugendorchester mit schönster und zauberischster Klangentfaltung, mit sanft dahingleitender, edler Streicherpracht (...) frenetischer,  von Jubel und Bravorufen durchzogener Applaus minutenlang..."

General-Anzeiger Bonn, 11. Januar 2012
„In Markus Stenz, dem Kölner Generalmusikdirektor, haben die 14- bis 19-jährigen Musiker einen idealen Dirigenten für diese Musik gefunden [Detlev Glanert 'Insomnium'] (...) Das Ergebnis spricht für sich: Nach den intensiven und harten Proben funktionierte das Zusammenspiel in Glanerts Komposition auf hohem Niveau (...) Hauptwerk des Abends war freilich die fünfte Sinfonie von Gustav Mahler (...) Die Musiker folgten Stenz nicht nur als Taktgeber, sondern gestalteten Melodiebögen, verliehen der Musik durch leichte Dehnungen und Verzögerungen einen echt wienerischen Zungenschlag."

Musik heute, 28. Oktober 2011
„'Außergewöhnlich' und 'fantastisch' nannte Sir Simon Rattle das Bundesjugendorchester am vergangenen Sonntag. Zuvor hatte der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker erstmals das 'jüngste deutsche Spitzenorchester' dirigiert. Auf dem Programm stand ein höchst anspruchs-
volles Werk, die 9. Symphonie von Anton Bruckner, mit dem vervollständigtem 4. Satz in deutscher Erstaufführung (...) Mit unglaublichem Engagement haben sich die 110 Musiker im Alter zwischen 14 und 20 Jahren das Werk erarbeitet (...) Unter Rattles freundschaftlicher und partnerschaftlicher Führung entfesselten sie eine überwältigende Energie. Mit sichtlicher Begeisterung und Spielfreude entwickelten sie eine Spannung, die das Publikum in der ausverkauften Berliner Philharmonie über anderthalb Stunden fesselte. Der stürmische Applaus wollte anschließend kaum enden."

Bild Berlin, 27. Oktober 2011
„Diesen Sonntagabend werden die, die ihn erlebt haben, so schnell nicht vergessen: in der ausverkauften [Berliner] Philharmonie dirigiert der Chef der Berliner Philharmoniker, der ingeniöse Sir Simon Rattle, über 100 Jugendliche (...) Sie spielen eines der großen Werke der Musikliteratur: die 9. Symphonie von Anton Bruckner."

Berliner Zeitung, 25. Oktober 2011
„Wie viel Licht sich in die monumentale Partitur bringen läßt [Bruckner 9. Symphonie], beweist Simon Rattle mit dem Bundesjugendorchester in der [Berliner] Philharmonie. Als deutsche Erstaufführung dirigiert er eine vervollständigte Aufführungsfassung, die den nur in Fragmenten überlieferten vierten Satz behutsam rekonstruiert (...) Sein junges Orchester befreit Rattle mit Liebe und Sorgfalt von der Last der letzten Dinge. Bruckner atmet Weite, entfaltet sich in Zärt-
lichkeit, pulsiert kraftvoll (...) So erreicht das Ensemble aus Nachwuchsmusikern zwischen 14 und 19 Jahren ein bislang unerhörtes Finale..."
 
Musik heute, 10. Mai 2011
„Das Besondere an diesem Konzert [in der Berliner Philharmonie] wurde schon in dem Moment deutlich, als die Musiker die Bühne betraten (...) Die 8. Sinfonie von Anton Bruckner ist ein wahr-
haft monumentales Werk (...) Doch dem Bundesjugendorchester gelang der so schwierige Balanceakt zwischen der deutlichen Präsenz  jeder einzelnen Stimme und dem gemeinsamen Orchesterklang. Und nicht nur das. In kaum hörbarem Pianissimo beginnend, steigerte sich das Orchester in sorgfältig ausgearbeiteter Dynamik. Binnen Kürze nahm es das ganze Werk in Besitz. Kraftvoll zupackend bauten die jungen Musiker eine Spannung auf, die sich ebenso auf das Publikum übertrug (...) Mit frenetischem Applaus und 'Bravo'-Rufen feierten die Zuhörer das Orchester, das in eine fantastische Klangwelt entführt hatte." 

Der Tagesspiegel, 4. Mai 2011
„Vielleicht das gigantischste Werk Anton Bruckners ist seine Achte Sinfonie. Ein solches Werk zu stemmen verlangt selbst von gestandenen Berufsmusikern Mut und interpretatorische Weitsicht. So ist die Leistung des Bundesjugendorchesters zunächst einmal nicht hoch genug zu veran-
schlagen, einfach umwerfend angesichts der Tatsache, dass hier junge Musiker zwischen 14 und 19 Jahren nur dreimal jährlich zusammenkommen und dann wenige Wochen zur Erarbei-
tung zur Verfügung haben. Kein Wunder, dass die [Berliner] Philharmonie nach der letzten trium-
phalen C-dur-Apotheose vor Jubel nur so erzittert."

Kölner Stadt-Anzeiger, 2. Mai 2011
„Die Frühjahrsproben des Bundesjugendorchesters mit zehn erfahrenen Dozenten und dem Dirigenten Hermann Bäumer waren offenbar sehr effektiv. In der Kölner Philharmonie begeisterte 'Deutschlands jüngstes Spitzenorchester' (...) mit Bruckners 8. Sinfonie c-moll (...) Bäumer griff jugendliche Unbefangenheit und Elan insofern auf, als er die Tempi zügig wählte (...) Anderer-
seits genoss man die hier extra reiche Palette an Klangfarben. Drei sichere Harfenistinnen sorgten für Poesie, vier Wagnertuben für Fülle. Und die junge Blechbläserphalanx durfte und konnte auftrumpfen. Schön spielten homogene Streichergruppen, vitale Holzbläser und so zu-
verlässige Solisten..."

Kölnische Rundschau, 2. Mai 2011
„'Deutschlands jüngstes Spitzenorchester nennt sich das Bundesjugendorchester stolz. Dass
es diesen Namen zu Recht trägt, war jetzt in der Kölner Philharmonie zu erleben (...) Es war ein Abend, an dem die Spannung nicht nachließ, vom ersten Ton (...) bis zum Schlusston des Finales (...) Hermann Bäumer (...) lag mehr an Klarheit und Tiefenschärfe, ein Ansatz, der gleichwohl eine bemerkenswerte Ausdrucksintensität hervorbrachte. Darin folgten ihm seine jungen Musiker mit einer wunderbaren klanglichen Geschlossenheit in Streicher- und Bläser-
gruppen und einer höchst professionellen Genauigkeit in der Ausformung von Details (...) Ganz exquisit gelangen außerdem die solistischen oder kammermusikalisch durchsichtigen Partien, in denen sich die Bläser als höchst aufmerksame und sorgsam gestaltende Musiker erwiesen (...) gleichwohl gelangen großartige Spannungsbögen, in denen de Streicher eine geradezu  bohrende Intensität entwickelten. Packend und mitreißend schließlich das Finale, eher eine Art Super-Finale, das vom BJO glanzvoll realisiert wurde." 

Die Rheinpfalz, 2. Mai 2011
„Eine eindrucksvolle, denkwürdige Aufführung der achten Sinfonie c-moll von Anton Bruckner bot gestern das Bundesjugendorchester in der Landauer Festhalle. Unter der Leitung von Hermann Bäumer zeigte sich das Orchester nicht nur klanglich und spieltechnisch auf phänomenalem Niveau. Es wurde mit großem Einsatz und bewegender Intensität auch dem anspruchsvollen Gehalt dieses epochalen Werks gerecht."

Garmisch-Partenkirchener Tagblatt, 27. April 2011
„Mit Bravo-Rufen und schier nicht enden wollendem Applaus haben die Besucher am Oster-
montag das Bundesjugendorchester im Garmisch-Partenkirchner Kongresshaus gefeiert. Die 14- bis 19-jährigen Instrumentalisten spielten sich mit den 90 Minuten schwerer musikalischer Kost, der 8. Symphonie c-moll von Anton Bruckner, in die Herzen des Werdenfelser Konzert-
publikums (...) Das gelang, weil sie die breit angelegten Streicherkantilenen, das wunderschöne Trio mit Harfenklängen im Scherzo oder den choralartigen Bläsersatz im Andante mit Spaß musizierten. Ihr Dirigent [Hermann Bäumer] arbeitete immer wieder wundervoll zarte Piano-Passagen heraus und ließ sein Orchester oft aus dem Nichts kommen (...) Trotz der bekannten Werk-Längen war diese jugendfrische Interpretation durch das Orchester keine Minute lang-
weilig, sondern spannungsvoll und großartig musiziert." 

Schweinfurter Tagblatt, 18. Januar 2011
„Wer schon beim letzten Gastspiel des Bundesjugendorchesters in Schweinfurt vor zwei Jahren angenommen hatte, besser ginge es gar nicht mehr, sah sich überrascht: Was sich da am Samstag im Theater abspielte, war geradezu sensationell. Schon der Auftakt geriet zum Feuer-
werk: Hector Berlioz' Ouvertüre 'Römischer Karneval' gab dem Orchester Gelegenheit, seine gesamte Kunst zu zeigen: üppiger Klangrausch, weiche samtige Streicherkantilenen, schmet-
ternde Bläser, ein temperamentvoller Dirigent Carl St. Clair, dessen geballte Energie sich mittels sparsamer und gezielter Gestik auf das riesige Instrument Orchester übertrug. Alle schienen bereit, ständig ihr Letztes zu geben. Wahrhaft furios! (...) Kein Rhythmus scheint Orchester und Solisten zu kompliziert, kein virtuoser Lauf zu schnell, keine Dynamik ausgeschlossen, kein Stil fremd. Alles ist möglich [in Daniel Schnyders 'Concerto grosso für Trompete, Klarinette, Posaune und Orchester']. Und dann noch die 'Symphonie fantastique' von Berlioz. Fragil der Beginn, hoch-
konzentriert wird er hingezaubert. Extreme dynamische Spannbreite zeigt sich da, enorme Elas-
tizität im Orchester (...) Hinreißend und schmelzend der Walzer, duftig und berauscht. Atemlose Stille herrscht bei den Passagen von Englischhorn und Oboe, große Ruhe breitet sich aus, aber auch extreme Spannung (...) Applaus? Ja: Frenetisch, rhythmisch, minutenlang, stehend!"

Südkurier, 18. Januar 2011
„Es gab lang anhaltende, lautstarke Ovationen für Dirigent und Orchester, dessen Solisten ge-
feiert wurden - ein Riesenerfolg für das Bundesjugendorchester!"

Schwarzwälder Bote, 16. Januar 2011
„Es war ein unglaubliches Erlebnis: das Konzert des Bundesjugendorchesters im Franziskaner. Begeisterungsstürme und Bravo-Rufe wollten nicht enden. Orchester und Solisten lieferten unter einem überschäumenden Dirigenten spontan ansprechende Musik, die den Zuhörer wegen der jugendlichen Ausstrahlung und der lebendigen Ausdrucksstärke faszinierte (...) Voller Einsatz in allen Registern war bei 'Le carneval romain' und der 'Symphonie fantastique - Episode de la vie d'un artiste' zu spüren. Die komplette Skala von zarter Anmut bis zu infernalischen Alpträumen war perfekt."

Badische Zeitung, 15. Januar 2011
„Das Bundesjugendorchester gastierte im Lörracher Burghof und bewies einmal mehr sein außergewöhnliches Können (...) Was für eine berauschende Farbigkeit und Fülle des Klangs, Beweglichkeit des mächtigen Streicherapparats, gestochen scharfe Präzision der Bläser und Wucht des Schlagwerks das Bundesjugendorchester in Hector Berlioz' 'Symphonie fantastique' entfesselte, war ein Ereignis der Extraklasse!"

Kölnische Rundschau, 13. Januar 2011
„Das Bundesjugendorchester bringt einen immer wieder zum Staunen: Kaum zu glauben, dass ein Orchester, dessen Mitglieder zwischen 14 und 21 Jahren alt sind, mit Leistungen aufwartet, die den Vergleich mit Profis nicht im geringsten zu scheuen brauchen. Am Pult stand diesmal der Texaner Carl St. Clair. Das in symphonischer Größe besetzte BJO folgte seinen Anweisungen mit aufmerksamer Präzision, als man sich gemeinsam in Hector Berlioz' 'römischen Karneval' op. 9 stürzte. Das Resultat strotzte vor Italianità - man hörte den Spaß am Tun (...) Auch der Ur-
aufführung von Daniel Schnyders 'Concerto Grosso' sind die jungen Musiker nichts schuldig geblieben (...) Auch hier eine formidable Orchesterleistung (...) Mit der 'Symphonie fantastique' bekam das Programm dann endgültig einen veritablen Berlioz-Schwerpunkt (...) Mit solcher Mu-
sik konnte das BJO seine sämtlichen Sektionen in voller Pracht in Szene setzen."

Stuttgarter Zeitung, 12. Januar 2011
„Und dann, zum Abschluss des Abends, wurde ohrenfällig, was in den Reden zuvor so oft beschworen worden war: wie rückhaltlos sich gerade ein junges, noch nicht im Musikbetrieb verschlissenes Orchester dem Spiel hingeben kann. Hector Berlioz' Symphonie fantastique eröffnet in ihrer auskomponierten Mischung von Autobiographie und erotischem Taumel ausschweifende Klangwelten, die Carl St. Clair (...) im klaren plastischen Spiel der hervor-
ragenden Streicher, exakten Bläser und auch hier fulminanten Schlagzeuger explodieren ließ."

Kölner Stadt-Anzeiger, 11. Januar 2011
„Nein, diese Formation braucht niemand zu motivieren, anzustacheln, auf Trapp zu bringen. Die Mitglieder des Bundesjugendorchesters, das jetzt im Rahmen seiner Deutschland-Tournee bei den Kontrapunktkonzerten in der Kölner Philharmonie gastierte, wirken wie Pfeile auf stark ge-
spannten Bögen, die man nur noch loslassen muss (...) was Schlagkraft, Dynamik, rhythmischen Appeal und kernigen Grundklang anbelangt, da ist die Leistung von Deutschlands musikali-
schem Spitzen-Nachwuchs nur zu bestaunen (...) Einfach brav zu spielen, was da steht - damit
ist es bei Berlioz' Ouvertüre zum Römischen Karneval und seiner 'Symphonie fantastique' nicht getan. Davon aber konnte in keinem Augenblick die Rede sein: Die Walzerseligkeit des zweiten Satzes in der Sinfonie mit ihren delikaten Temposchwankungen kam charmant, mit französi-
scher Noblesse, der abschließende Hexensabbat mit schlanker, aggressiver Kraft (...) Seine Potenz stellte das Bundesjugendorchester allerdings auch hier unter Beweis [Uraufführung des Concerto grosso für Klarinette, Trompete, Posaune und Orchester von Daniel Schnyder] - als klangprächtiger und trotzdem zur Selbstbescheidung fähiger Begleiter."

Kölnische Rundschau, 13. April 2010
„Wer sich lieber von Leistung überzeugen lässt, kam allerdings auch zu dem Ergebnis, dass die Formulierung 'Deutschlands jüngstes Spitzenorchester' durchaus nicht übertreibt. Es ist mehr als erstaunlich, dass 14- bis 19-Jährige mit Bartóks 'Mandarin'-Suite nahezu problemlos zurecht-
kommen, die nicht nur kompliziert instrumentiert ist, sondern auch mit einer Rhythmik und Tona-
lität aufwartet, an der so manches erfahrenere Orchester reichlich was zu knacken hat. Das BJO
braucht keine Vergleiche zu scheuen."

Südkurier, 12. April 2010
„In allen Sätzen zeigten die Jungmusiker ihr ausnahmslos brillantes Können, das von Mario Ven-
zago plastisch geformt wurde. Das Orchester verfügt über große Flexibilität, die es dem Dirigen-
ten ermöglichte, feinste Nuancen herauszuarbeiten. Da erklangen die rasanten Klarinettenläufe gestochen scharf, da faszinierte das Flageolett der Geigen, da gestalteten Posaunen und Tuba herrlichen Kontrast zum samtigen Streicherklang. Mitreißend gelangen die folkloristischen Ele-
mente der tänzerischen, fast jazzartig anmutenden Themen (...) Kraftvoll, akzentreich und klar strukturiert gestalteten die Streicher die Einleitung [zu Mozarts Violinkonzert Nr. 5 A-dur], Gottfried von der Goltz spielte den Solopart ausdrucksvoll, filigran und durchsichtig. (...) Lang anhaltender Beifall belohnte diese außergewöhnlich frische Interpretation. (...) Mit ungemein differenzierter Klarheit, großer dynamischer Bandbreite und Intensität spielten die jungen Musiker das stark strukturierte und teilweise hohe Virtuosität fordernde Werk [Schönbergs Bearbeitung von Bachs Präludium und Fuge Es-dur]. Die Balance zwischen barocker Klangfülle und Schönbergscher Klangfarbigkeit gelang meisterhaft (...) Dem nicht enden wollenden Beifall folgte die rasante Interpretation eines minimalistsichen Stückes, in dem sich nochmals die unglaubliche Energie und leidenschaftliche Hingabe der jungen Musiker zeigte."

Schwarzwälder Bote, 12. April 2010
„Das Konzert des Bundesjugendorchesters am Samstag in der Donauhalle hat die hohen Erwar-
tungen voll und ganz erfüllt. Die 700 Zuhörer erlebten ein Sinfoniekonzert auf höchstem Niveau. (...) Hochbegabte junge Musiker erhalten den Zugang zum Bundesjugendorchester (...) In der Donauhalle präsentierten sie filigranes Spiel sowie ausgefeilte Dynamik und Artikulation gepaart mit einem kontrastreichen Programm. Äußerst vielseitig bot sich das lange mehrsätzige Eröff-
nungsstück 'Sinfonietta' des tschechischen Komponisten Leos Janacek (...) wobei immer dis-
zipliniertes und ausgewogenes Spiel von Bläsern und Streichern bestach."

Rhein-Neckar-Zeitung, 14. Januar 2010
„Berührungsängste zeigte das Bundesjugendorchester  (...) auch hier in keinster Weise. Die jungen Musiker meisterten die hohen technischen Anforderungen, die dissonanzreiche Har-
monik, polyrhythmische Elemente und gegenläufige Rhythmen hervorragend. Mit großer Be-
geisterung reagierten die Zuhörer im vollbesetzten Staufersaal des Palatins auf die gelungene Aufführung ..."

General-Anzeiger Bonn, 13. Januar 2010
„Die Klangflächen  und -wirbel, die wachsende Intensität der Musik wurde von allen Gruppen des groß besetzten Orchesterapparates großartig umgesetzt. Das Finale mit Igor Strawinskys wildem Ballett-Klassiker 'Le Sacre du Printemps' gelang von dem wunderbar geblasenen Fagott-The-
mas des Anfangs bis zum Ende mit bemerkenswerter Präzision. Bei Tschaikowsky 'Schwanen-
see' zeigten vor allem die Geigen, mit wie viel Herz sie spielen könenn."

Rhein-Neckar-Zeitung, 13. Januar 2010
„Mit ebenso viel großer Lust und Feuer wie spielerischer Präzision musizierte das Bundesju-
gendorchester dieses Stück von 2007 [Peter Ruzicka: 'Maelstrom'] und mit der gleichen Intensität erfolgte am Ende des Konzerts ein Werk, das die Verbindung aus elementaren Naturgewalten und Geheimnisvollem ganz ähnlich kontrastscharf aufsucht: Strawinskys 'Sacre du Printemps'. Sehr viel Drive und Dynamik, schneidende Schärfe brachten die jungen Musiker in die kühne Partitur, entluden mit furiosen Beschleunigungen ein Werk von insistierender Kraft und archai-
scher Wucht. (...) Und dank der exzellenten Musiker, gerade an den Bläserpulten, verfehlte das Werk auch nichts von seiner mystischen Wirkung in den leisen Partien."

Nürnberger Nachrichten, 12. Januar 2010
„Kompliment an Peter Ruzicka, der die sehr jungen, zwischen 15 und 19 Jahre alten Musiker des Bundesjugendorchesters (...) zu so homogenem und doch flexiblem Spiel geformt hat, dass sie mit einem so expressiven Vollblutmusiker wie [Fazil] Say in einen produktiven Dialog treten kön-
nen. Das Orchester gefällt mit einem schlanken, in den instrumentalen Facetten gut ausgeleuch-
teten Klang ..."

Abendzeitung Nürnberg, 12. Januar 2010
„Fazil Say ist mit knapp 40 Jahren für den 14- bis 19-jährigen Musikernachwuchs ein alter Hase. Er sagte glasklar an, wo es lang gehen sollte. Dieser Beethoven [3. Klavierkonzert] war für ihn nur Dialog. Die hoch talentierten, hellwachen Nachwuchsspieler reagierten prompt, einfallsreich und unverbraucht, dass es eine spannende Freude wurde. (...) Gewaltiger Beifall in der Meistersin-
gerhalle."

Die Welt, 11. Januar 2010
„Bewundernswert hielten die jungen Musiker die Spannung, während die Sogwirkung dieser Musik [Peter Ruzicka: 'Maelstrom'] immer stärker wurde (...) Jede spieltechnische Herausfor-
derung bis hin zu den in sich kreisenden Streicher-Glissandi am Ende meisterte das Bundes-
jugendorchester bravourös."

Hamburger Abendblatt, 11. Januar 2010
„Der zweite Star des Abends war das Bundesjugendorchester. In keinem Moment war zu hören, daß hier keine Profis, sondern Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren spielten. (...) Als unver-
wüstlich effektvoll erwies sich die Beschwörung elementarer Naturkräfte in Strawinskys 'Sacre [du Printemps]'."

Stuttgarter Nachrichten, 28. August 2009
„Der Dirigent Dennis Russell Davies spielte  (...) zusammen mit dem brillanten (...) Bundes-
jugend- und dem Bundesjazzorchester den Klavier-Solopart in Gershwins 'Rhapsodie in Blue' (Originalversion für Jazzband). Sie spielten mit solch herrlichem Drive, dass man am Mitt-
wochabend an Lennie Bernsteins Interpretation anno 1976 im Beethovensaal erinnert wurde. (...) Am Schluss (...) Ovationen für Dennis Russell Davies und seine hoch motivierten, mit ihm auf Tournee nach Südafrika reisenden Jungmusiker..."

Stuttgarter Zeitung, 28. August 2009
„Das berühmte Glissando [in Gershwins 'Rhapsody in blue] bewältigte der Klarinettist auch prompt mit Bravour, wie das BJO überhaupt über ganz exzellente Solisten verfügt. (...) Wie aus einem Guss, energiegeladen und präzise, spielte auch der Verbund aus Bundesjugend- und Bundesjazzorchester diese rhythmisch äußerst komplexe Musik... ['Improvisations' von Mátyás Seiber]"

Neue Musikzeitung, 27. August 2009
„Unter Leitung von Dennis Russell Davies führte das Bundesjugendorchester zusammen mit dem Bundesjazzorchester in drei Uraufführungen die Annäherung zweier musikalischer Welten, der der Klassik und des Jazz, vor. (...) Trotz des hier eingesetzten Riesenapparats kam es nie zu einem klanglichen Ungleichgewicht zwischen Streichern, Blech und Percussion [beim Berliner Festival Young Euro Classic]."

Kölnische Rundschau / Bonner Rundschau, 27. August 2009
„Das Erfreuliche an diesem Abend war die Leistung der jungen Akteure auf der Bühne. Das Or-
chester ist mit den teils komplizierten Partituren ohne Probleme fertig geworden (...) alle hatten sich den frenetischen Applaus redlich verdient."

General-Anzeiger Bonn, 26. August 2009
„Zu einem außergewöhnlichen Treffen von Bundesjugendorchester und Bundesjazzorchester kam es gestern Abend auf dem Museumsplatz. Dass die Fusion des Klassik-Nachwuchs-
orchesters mit den jungen Jazzern funktionierte, dafür sorgte Bonns früherer Generalmusik-
direktor Dennis Russell Davies. Vor begeistertem Publikum spielte man unter anderem George Gershwins Klassiker 'Rhapsody in blue'..."

Kölner Stadt-Anzeiger, 20. April 2009
„Gleich zwei Väter hat das Hauptwerk des Programms, Brahms' 1. Klavierquartett in Schönbergs klavierloser Orchesterfassung von 1937. In der spaßhaft sogenannten 'fünften Brahms-Sinfonie' vollzog das junge Orchester Schönbergs Verehrung für den Romantiker nach. Noch in der mas-
sierten Version schien die kammermusikalische Substanz klar auf, klang Brahms schlank und gut durchlüftet. Hirsch, der höchst anschaulich dirigierte oder auch vortanzte, ließ die Melodien sensibel aussingen. Hier glänzten zumal Holzbläser und Hornisten. Nach dem quasi einkompo-
nierten Jubel für das Rondo alla Zingarease gab das Orchester noch eine geistesverwandte Polka von Johann Strauß zu. Bravo!"

Schweinfurter Volkszeitung / Schweinfurter Tagblatt,  13. Januar 2009
„Das Bundesjugendorchester hatte bei einem weiteren umjubelten Auftritt im Theater unter seiner Leitung [Kyrill Petrenko] soeben Großes geleistet. (...) Üppige Farben, samtweichen Klangrausch, differenzierte zarte Passagen und dunkle, von Rhythmus geprägte Abschnitte malte Petrenko schließlich in Igor Strawinskys 'Feuervogel' , womit er nochmals das gesamte Spektrum abrief, das diese musikalische Jugendnationalmannschaft bieten kann. Wer dachte, es gäbe nichts draufzusetzen, sah sich getäuscht..."

Tageszeitung Dolomiten, 12. August 2008
„Dass das Orchester auch zeitgenössische Musik bestens spielt, beweist es mit der (...) Komposition Detlev Glanerts.“

Berliner Zeitung, 7. August 2008
„Bestand Glanerts ’Theatrum Bestiarium’ aus glänzend inszenierten und vom Orchester unter der Leitung von Matthias Foremny fulminant gespielten Tutti-Klängen, so fordert das ’Lied von der Erde’ die Solisten aufs Äußerste. Und hier hat das BJO wirklich hervorragende und vielversprechende Musiker in seinen Reihen ...“

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 4. August 2008
„Es ist das Bundesjugendorchester, das hier einen wahren Glanzauftritt absolviert (...) ihre Begeisterung ist nicht weniger mitreißend als ihre erstaunliche Professionalität (...) zu einer disziplinierten und leidenschaftlichen Spitzenleistung (...) Es ist die große Leistung eines solchen Konzertes, dass es vollkommen vergessen macht, ob die Musiker dort oben auf dem Podium 15 oder 55 Jahre alt sind ...“

Lippisches Kultur-Journal Bielefeld, 3. August 2008
„Respekt dafür, wie die jungen Instrumentalisten stets den richtigen Tonfall trafen, den typisch Mahler’schen Weltschmerz, die Melancholie, aber auch pastorale oder groteske Elemente. (...) Am Ende des Konzertabends gab es verdientermaßen Standing Ovations für ein ausgezeichnetes Nachwuchsorchester.“

Fränkische Landeszeitung, 17. Januar 2008
„... das Mittelwort ‚Jugend’ betrifft nur das Alter der zwischen 14 und 19 Jahren alten, das heißt jungen Musikerinnen und Musiker. Das was sie künstlerisch zeigen sind reife Leistungen, die keinen Vergleich mit professionellen Orchestern zu scheuen brauchen. (...) Zwei Werke aber, die es in sich haben und von den Musikern höchstes Können verlangen. (...) Und es wurde eine große Aufführung (...) Ein begeistertes Publikum dankte es mit loderndem Beifall.“

Wolfsburger Nachrichten, 12. Januar 2007
„Begeisterung und der ausgeprägte Sinn für Klangschönheit, gepaart mit großem technischen Können verbindet alle Mitwirkenden zu einem absolut einheitlich agierenden Klangkörper.(…) Der Solist interpretierte die Musik mit energischer Kraft und charakterisierte in bewundernswerter Präzision die langen Doppelgriffpassagen und virtuosen Partien. In sensibler Zwiesprache mit Solobläsern gewannen die schweifenden Melodien (…) eine anrührende Kraft."

Schweinfurter Tagesblatt, 14. Januar 2006
„Da sitzen junge Musiker an den Notenpulten, die sich ihrer Technik bewusst sind, und die mit einem Lächeln auf den Lippen mit ihrem Können in höchster Konzentration spielen. Mit Begeisterung und Schwung stellen sie sich den Aufgaben und meistern sie mit Bravour. Wenn Gabriel Feltz in einem Interview davon spricht, dass er die jungen Orchestermusiker allesamt als Profis betrachtet, so bedarf dies keiner weiteren Erklärung."

Kölner Stadt-Anzeiger, 4. April 2005
„Knallig eröffnete das Bundesjugendorchester sein Frühlingsprogramm in der Philharmonie. Es fiel very british aus. (…) Zuerst durften die hochmotivierten und gut ausgebildeten Talente mit James MacMillans Fantasie 'Britannia' den Aufstand proben. (…) Mit erstaunlicher Gruppendisziplin und wenig Grauschleiern boten Streicher und Bläser (Hörner!) diese 'Englische' als buntes Kaleidoskop, Dvoraks berühmten Walzer sogar mit Eleganz. Das Bundesjugendorchester spielte herzerfrischend."
 

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