András Keller
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

Ungarische Symphoniker -
András Keller

Die Ungarischen Symphoniker sind aus dem Orchester der Post hervorgegangen, das im Jahre 1907 von dem zuständigen Minister Ferenc Kossuth gegründet wurde. Nach seinem Debüt in Budapest machte das Orchester seit den 20er Jahren vor allem durch seine Rundfunksendun-
gen zunehmend auf sich aufmerksam. Es folgten regelmäßige Auftritte auch auf internationalem Parkett. Die künstlerische Entwicklung des Orchesters gewann nicht zuletzt durch die Leitung der Dirigenten Ervin Lukács und Ádám Medveczky in den 80er Jahren weiter an Dynamik. 

Von 1990 an wurde das Bestehen des Orchesters unter dem Namen Ungarische Symphoniker im Rahmen der Telekommunikationsstiftung gesichert. 1992 übernahm die Matáv AG die Finan-
zierung der Kunststiftung. Diese Sponsorenentscheidung ist im ungarischen Kulturleben ein-
malig, denn sie sichert nicht nur den künstlerischen Fortbestand des Orchesters, sondern er-
möglichte 1995 auch den Bau einer neuen Matáv-Einrichtung, des Hauses der Musik, das dem Orchester als Probenraum dient.

Das Jahr 1997 bildete einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Ungarischen Sympho-
niker: András Ligeti wurde als künstlerischer Direktor und Chefdirigent gewonnen. Durch die konsequente Umsetzung seiner neuen, künstlerisch anspruchsvollen Konzeption gehört das Orchester heute unbestritten zu den führenden Klangkörpern Ungarns. Qualitativ hochwertige Konzerte, berühmte Solisten, erfolgreiche Schallplatteneinspielungen sowie ein ansprechendes Programm zeichnen die Arbeit des Orchesters aus.

Im Jahre 2007 feierten die Ungarischen Symphoniker ihren 100. Geburtstag, u.a. mit einer aus-
gedehnten USA-Tournee mit annähernd 20 Konzerten, die von Publikum und Presse mit Be-
geisterung aufgenommen wurden. Im August 2007 wurde András Keller zum neuen Chefdiri-
genten berufen.

Anfang März 2009 unternahmen die Ungarischen Symphoniker eine erfolgreiche Tournee durch Deutschland, die bedeutende Konzertpodien wie die Kölner Philharmonie und die Stuttgarter Liederhalle einschloss. Auf dem Programm standen Werke von Franz Liszt, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Claude Debussy, Johannes Brahms und Camille Saint-Saens.

ANDRÁS KELLER

Bereits im Alter von zwölf Jahren gewann András Keller den zweiten Preis des Internationalen Wettbewerbs für junge Geiger in Usti und Orlici. 1974 begann er sein Studium an der Franz Liszt-Akademie in Budapest, wo er von Denes Kovacs, György Kurtág und Ferenc Rados unterrichtet wurde. Als erster Preisträger des Hubay-Violinwettbewerbs nahm er ab 1983 an Meisterklassen von Sandor Végh in Salzburg teil und wurde Konzertmeister des Staatlichen Ungarischen Sym-
phonieorchesters sowie des Budapest Festival Orchestra. Diese Position hatte András Keller bis 1991 inne.

Im Jahre 1987 gründete András Keller das Keller-Quartett, mit dem er mittlerweile die ganze Welt bereiste. Daneben musizierte er in verschiedenen Kammermusik-Forma-tionen. Zu erwähnen ist seine Serie von Aufführungen aller Beethoven-Violinsonaten mit Gabor Csalog, aber auch die Konzerte und Aufnahme der “Kafka-Fragmente” für Sopran und Violine op. 24 von György Kurtág zusammen mit Juliane Banse.

Als Solist ist András Keller mit allen bedeutenden ungarischen Orchestern aufgetreten, ferner wurde er vom Sapporo Symphony Orchestra, vom Norwegischen Kammerorchester und vom Orchestra d’Archi Italiana eingeladen, um nur einige wenige zu nennen. András Keller ist darüber hinaus regelmäßiger Gast vieler renommierter Festivals in Europa und Japan, darunter Bath, Almeida in London, Montpellier, Festival d’Automne Paris, Warschau, Mozart-Festival in Prag, Lockenhaus, “Wien Modern”, Holland-Festival, Berliner Festwochen, Kuhmo, Witten und Köln.

András Keller war an der Uraufführung zahlreicher Werke zeitgenössicher ungarischer Kompo-
nisten beteiligt, darunter Kurtág, Jeney, Vidovszky, Orban und Sarg, die er meist auch für CD aufgenommen hat.

Als Dirigent gab András Keller sein Debüt beim Orchestra da Camera di Padova e del Veneto. Mit großem Erfolg dirigierte er im Rahmen des Lockenhaus-Festivals die 'Kremerata Baltica' und wurde im August 2007 zum musikalischen Leiter und Chefdirigenten der Ungarischen Sympho-
niker berufen.
 

Kölner Stadt-Anzeiger, 7./8. März 2009
„So vernahm man das - sinnvoll und beziehungsreich zusammengestellte - Kölner Programm (...) Der Solist Joseph Moog bewies flinkfingrige, auch poetische Talente und mußte für zwei Zugaben nicht lange gebeten werden."

Kölnische Rundschau, 6. März 2009
„Das Kontrapunkt-Konzert in der Philharmonie stand nach Mendelssohns 'Sommernachtstraum'-Ouvertüre vor allem im Zeichen Franz Liszts. (...) Bei beiden Werken bemühten sich die Unga-
rischen Symphoniker unter András Keller um scharfe Konturen und klare Linien (...) Herausra-
gend agierte freilich der erst 21-jährige deutsche Pianist Joseph Moog."

Bonner Generalanzeiger, 6. März 2009
„Joseph Moog zeigt sich nicht verlegen und brillierte mit souveränem Fingerfeuerwerk, unver-
krampft, ohne zu 'schwitzen'. (...) András Keller hat eine ähnliche Karriere durchlaufen wie etwa Yehudi Menuhin (...) vom Geigen- zum Dirigentenpult. Die orchestrale Assistenz bei Liszt verlief so exakt wie flexibel. Die Orgel-Sinfonie von Camille Saint-Saens (...) gestaltete er mit großem Gestus."

Nordbayerischer Kurier, 5. März 2009
„Dirigent András Keller und seine Musiker spürten diesem feingliedrigen Entstehungsprozeß mit sensiblen, gedeckten Klängen nach. (...) Gespielt hat Joseph Moog tatsächlich herausragend. (...) Auch hier ließ Moog sein beeindruckend virtuoses Können aufblitzen. Die Ungarischen Symphoniker begleiteten konzentriert und erwiesen sich als sicherer 'Dialogpartner' des So-
listen. (...) Nicht zuletzt das abschließende zündende Rondo alla Zingarese mit seinem unga-
rischen Kolorit und seiner exotischen Orchestrierung schien den Musikern aus der Seele zu sprechen. Hier wurde mit Herzblut musiziert."

Stuttgarter Zeitung, 4. März 2009
„Um welch feinsinnige künstlerische Allianz es sich hierbei handelt, zwischen Keller, den es musikalisch immer weiter drängt, und einem der ersten ungarischen Orchester, war nun im Beethovensaal zu erleben. Wie dieser [Claude Debussy] hier schon sein unvergleichliches Spiel mit den Farbwerten der Klänge spielte, wird einem nicht oft derart kultiviert und doch mit jener inneren Gespanntheit präsentiert (...) Der Chefdirigent Keller geht mit einem Orchester ebenso um, als sei es ein Streichquartett. Mit derselben gesteigerten Aufmerksamkeit, folglich mit derselben klanglichen Transparenz (...) Zum grandiosen Schluß interpretierten die Ungarischen Symphoniker die dritte Sinfonie von Saint-Saens, ohne Schmalz, aber mit Schmelz, mit homogen schillerndem Klang, mit viel Liebe für Saint-Saens' aparte Melodik, sensibel begleitet von Zsig-
mond Szathmáry an der Orgel."

Stuttgarter Nachrichten, 4. März 2009
„Mit den Ungarsichen Sinfonikern unter der Leitung von András Keller erlebte man allerdings ein formidables Orchester. Insbesondere die Streicher mit ihrem samtig-weichen Klang müssen hervorgehoben werden. (...) Moogs pianistische Fertigkeiten geben zu größten Hoffnungen Anlaß. Auch in der Reihe der Meisterpianisten im Beethovensaal hört man die hochvirtuosen Skalenbewegungen in Liszts Klaviersatz selten in derart kristalliner Klarheit."

Esslinger Zeitung, 4. März 2009
„Durchsichtig aufgefächert und bis in die letzten Winkel ausgeleuchtet, immer vom rechten Gespür für die Entfaltung feiner klanglicher Bögen und sensibel ausholender gestischer Kraft getragen, bekam man dieses Werk [Saint-Saens' Orgelsinfonie] zu hören. Die edlen Holz-
bläserfarben parierten die Streicher mit ebensolcher Klangnoblesse und technisch ausgefeilter Perfektion in der Vernetzung ihres Stimmengefüges."

Schwäbisches Tagblatt, 4. März 2009
„[Joseph] Moog gibt sich gern als Klaviertitan, der unbeeindruckt über allen technischen Schwie-
rigkeiten steht. Zweifellos muß man lange suchen, um eine ähnlich saubere und bis ins Detail gestochen scharfe Präzision zu finden. Noch in den rauschendsten Diskantwirbeln perlte wirklich alles klar, in beidhändigen Oktavläufen war wirklich jeder Ton zuverlässig und lupenrein da. Technische Sicherheit und gestalterische Leistung allein waren schon staunenswert. (...) Die Ungarischen Symphoniker unter András Keller sind eins der führenden Ensembles ihres Landes und ein phänomenales Spitzenorchester. Claude Debussys unvollendetes Frühwerk 'Printemps' wäre ohne diese subtile Klangkunst nur halb so interessant gewesen: ein hauch-
dünner Streicherklang, oft nur ein gedämpfter Schleier, alle Instrumentalfarben wie pointil-
listische Tupfen ineinander zu einem Ganzen aufgegangen. Zuletzt wollten sich die Symphoniker vermutlich noch von einer anderen Seite zeigen und langten ordentlich zu (...) Auch hier bewiesen die Symphoniker eine beneidenswerte Orchesterkultur: alles ausgehört und differenziert, dazu eine begnadete Solo-Klarinette. (...) Das Publikum, mitgerissen von der sympathischen Spielfreude, reagierte mit kräftigem Applaus."