Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.
Johannette Zomer
SopranDie holländische Sopranistin Johannette Zomer studierte Gesang am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam bei Charles van Tassel, nachdem sie einige Jahre als Mikrobiologin gearbeitet hatte. 1997 erwarb sie dort ihr Diplom. Zur Zeit arbeitet sie mit Diane Forlano, London und Mar-
lena Malas, New York.
Johannette Zomer gibt regelmäßig Recitals mit dem Lautenisten Fred Jacobs sowie dem Ham-
merklavier-Spezialisten Arthur Schoonderwoerd. Mit der Compagnia Vocale Amsterdam, beim Wassenaer-Wettbewerb 1998 als bestes holländisches Ensemble ausgezeichnet, trat sie u.a. bei den Ambraser Schloßkonzerten in Innsbruck, in der Alten Oper Frankfurt, bei der Internatio-
nalen Orgelwoche Nürnberg, beim Fränkischen Sommer oder beim Oude Muziek Festival in Utrecht auf.
Als Solistin arbeitet Johannette Zomer regelmäßig bei Konzerten und CD-Aufnahmen mit inter-
national renommierten Orchestern und Dirigenten zusammen, so u.a. mit Philippe Herreweghe, Jos van Veldhoven, Ton Koopman, Peter Neumann, Paul McCreesh, Thomas Hengelbrock, Si-
giswald Kuijken, Reinhard Goebel und René Jacobs im Bereich der historischen Aufführungs-
praxis, aber auch im klassischen und zeitgenössichen Repertoire mit Kent Nagano, Daniel Har-
ding, Valery Gergiev, Reinbert de Leeuw und Peter Eötvös.
Mit der Nationale Reisopera verbindet Johannette Zomer seit langem eine enge Zusammenar-
beit. Sie gab dort 1996 ihr Operndebüt als Page Tebaldo in "Don Carlos". Des weiteren sang sie bei der Reisopera u.a. in Strauss' "Salome" unter Valery Gergiev, in Ligetis "Le Grand Macabre" unter Reinbert de Leeuw, mit Cantus Cölln in einer Bühnenfassung von Monteverdi-Madrigalen sowie in "Péléas et Mélisande" unter Ed Spanjaard. Weitere Opernengagements waren Pamina in "Die Zauberflöte" unter Ton Koopman, Amanda in Ligetis "Le grand Macabre" mit dem BBC Symphony Orchestra im Barbican Centre London, Oberto in "Alcina" an der Komischen Oper Berlin, Euridice in Glucks und Haydns "Orfeo", Ilia in "Idomeneo" sowie Clarine und L'Amour in "Platée". Mit der vielgerühmten Mozart-Produktion "Wolf" der belgischen Tanzcompanie Les Bal-
lets C de la B war Johannette Zomer in Zürich und London zu sehen. Im Januar 2009 stand sie in „Ercole Amante“ von Francesco Cavalli an der Nederlandse Opera in Amsterdam auf der Bühne.
In den letzten Jahren gastierte Johannette Zomer in zahlreichen europäischen Musikzentren, so unter Philippe Herreweghe mit dem Freiburger Barockorchester und dem Collegium Vocale Gent in Bachs Weihnachtsoratorium, im Requiem von Gabriel Fauré mit dem Orchestre des Champs-Elysées sowie mit der Nederlandse Bachvereniging in Monteverdis Marienvesper unter Jos van Veldhoven. Ferner gab sie ihre von Publikum und Presse gleichermaßen umjubelten Debüts im Hamburger Michel und in der Kölner Philharmonie und sang unter Reinhard Goebels Leitung in Händels "Ariodante" in Freiburg. Wichtige Engagements waren des weiteren der "Messias" in der Mozart-Fassung erneut unter Reinhard Goebel mit dem Gewandhaus-Orchester Leipzig, Werke von Purcell unter Gustav Leonhardt, "L’Orfeo" von Gluck unter Christian Zacharias mit den Bam-
berger Symphonikern sowie Konzerte unter Paul McCreesh mit dem Gabrieli Consort & Players. Im Oktober 2008 war Johannette Zomer mit dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Leitung von Ivor Bolton mit Bachs Messe in h-moll zu hören, im Mai 2009 im Rahmen einer Tournee mit Concerto Köln mit Händels „Athalia“ in London, New York, Paris und Köln. Im Februar 2010 folg-
ten Auftritte mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Roy Goodman mit Bach-Kan-
taten sowie drei Konzerte mit dem Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Ton Koopman in München mit Bachs Johannes-Passion.
Von Johannette Zomer liegen zahlreiche Einspielungen vor, darunter das Fauré-Requiem unter Philippe Herreweghe (Harmonia Mundi), Couperins "Leçons des Ténèbres" und Werke von Buxtehude und Bach-Kantaten unter Ton Koopman (Channel Classics), ferner Schubert-Lieder, französische Lautenlieder und Caccinis Nuove Musiche. Im Februar 2007 erschien eine Auf-
nahme der h-moll-Messe mit der Nederlandse Bachvereniging und erntete großes Lob der Fachpresse. Darüber hinaus wurde die Einspielung des Recitals "Fôrets solitaires et sombres" mit dem Lautenisten Fred Jacobs veröffentlicht. Ihre CD mit Bach-Solokantaten mit dem Ensem-
ble Florilegium (Channel Classics) erhielt den Edison Award 2008 als beste Barock-Aufnahme.
CONCERTO, Juni/Juli 2010
„Hundert Jahre Liedkomposition in England haben die Sopranistin Johannette Zomer und Fred Jacobs (Laute und Theorbe) auf einer CD vereint - von Robert Johnson, einem Pionier der Gene-
ralbaß-Komposition am Anfang des 17. Jahrhunderts, bis zu Henry Purcell [Channel Classics]. Die Lieder (...) kommen keineswegs britisch zurückhaltend daher, sondern theatralisch, drama-
tisch und witzig. Diese Eigenschaften treffen sich glücklich mit Zomers extrovertierter Art und Jacobs' Kunst, zuverlässig zu stützen und Impulse zu geben. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist 'Ariadne's Lament' vom Hofmusiker Henry Lawes (...) Zomer ist hier ganz in ihrem Element und in allen Registern souverän, klagt, haucht und wütet. (...) Auch in den konventio-
nelleren Liedern spürt Zomer unablässig der Dramatik nach. Viele Szenen werden dabei zu buntem Leben erweckt (...) Schlichte und eindringliche Momente gelingen ihr beispielsweise in den Liedern von Pelham Humfrey, eingängige und raffinierte Kompositionen mit Texten voller hintergründigem Humor."
Oberbayerisches Volksblatt, 21. Juli 2009
„... während die Vernunft in reinen Melodien wissend-bestimmt kontert (sicher und strahlend:
Johannette Zomer)" [Telemann: 'Der Tag des Gerichts' bei den Festspielen Herrenchiemsee]
Leipziger Volkszeitung, 15. Dezember 2007
„Stimmlich aber und vor allem in puncto Dramatik, sind die vier Sänger eine gelungene Wahl. (...) Fraglos das Glanzlicht dieses Weihnachtsoratoriums jedoch ist die Sopranistin Johannette Zomer. Insbesondere wie sie in ihr Rezitativ 'Du Falscher, suche nur den Herrn zu fällen' schieren Trotz und Souveränität hineinlegt, beeindruckt nachhaltig. Und auch ihre weiteren Passagen meistert sie makellos und mit Bravour.“
Observer, 3. September 2007
„The Dutch soprano Johannette Zomer has been called ‚a voice to watch’ by the magisterial Gramophone magazine. I´d rather listen, especially when she`s in this kind of form.”
Onruhr, 10. April 2007
"Johannette Zomers tief empfundenes 'Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten' ist der Höhepunkt der kommentierenden Arien ..."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 7. April 2007
"Johannette Zomer (...) ließ ihre Sopranarien so nuanciert, so geschmeidig aufleuchten, dass man nicht satt wurde, ihr zuzuhören. Eine wunderbar leichte, klare, höhensichere Stimme."
Fränkische Nachrichten, 26. Juni 2004
"Sopranistin Johannette Zomer erfreut mit ihrem natürlichen Timbre und flüssiger und klarer Artikulation. Auch weiß sie ihr Vibrato in ihrer großen Arie 'Che fiero momento' als Ausdrucksmittel geschickt einzusetzen."
Bonner General-Anzeiger, 17./18. April 2004
"Allen voran ist hier die Sopranistin Johannette Zomer zu nennen, deren dunkel timbrierte Stimme sich durch einen füllig-samtigen Klang auszeichnete und auch in höheren Lagen nichts von ihrer noblen Eleganz verlor. Darüber hinaus setzte Zomer auch gekonnt dramatische Akzente... Ein Glanzpunkt war zweifelsohne die Kantate 'Squarciato appena havea' von Francesco Provenziale ..."
Bonner Rundschau, 17./18. April 2004
"Man bekam Schönes zu hören. (...) Es waren empfindsame kleine Stücke und große Kantaten zu den verschiedensten Anlässen, denen Johannette Zomer ihre fest konturierte Stimme andiente."
Badische Neueste Nachrichten, 22. April 2003
"Johannette Zomer sang mit schlackenlosem, beweglichem Sopran ihre Arien sehr anrührend."
Concerto, April 2002
"Johannette Zomer verfügt über eine sehr angenehm timbrierte und klare, dabei tendenziell warme Stimme: eine Schönheit, um die man wirbt."
Die Welt, 10. April 2001
"Johannette Zomer (...) hat schon mit Barock-Experten wie Herreweghe und Hengelbrock gearbeitet und sang nun ihren Part der mitleidenden, liebenden Seele mit lupenreinem, engelsgleichem Sopran und vorzüglicher Textpräsenz."
Kölnische Rundschau, 8. Februar 2001
"Bei den Solisten überboten sich Johannette Zomer (...) an klarer Linienführung und warmem Timbre. Namentlich die Sopranistin erfüllt zentrale Abschnitte mit ihrem beseelten Ausdruck."
Bonner General-Anzeiger, 12. Dezember 2000
"Bei den Solo-Partien trat Johannette Zomer mit anrührend klarem Sopran vor allem in den lyrischen Teilen hervor."
Kölner Stadt-Anzeiger, 8. Februar 2000
"Eine Entdeckung war Johannette Zomer als Theodora: Ihr klarer, sicher geführter Sopran war vorbildlich in Artikulation, Agogik und Phrasierung, ihr Vibrato sparsam, ganz kontrolliert und ungemein wirkungsvoll."
Leipzig, Thomaskirche
Gewandhausorchester /
Georg Christoph Biller
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
BWV 248 Kantaten I-III und VI
Leipzig, Thomaskirche
Gewandhausorchester /
Georg Christoph Biller
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
BWV 248 Kantaten I-III und VI
Leipzig, Thomaskirche
Gewandhausorchester /
Georg Christoph Biller
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
BWV 248 Kantaten I-III und VI
Den Haag (NL), De Doelen
Residentie Orkest / Reinhard Goebel
Nederlands Kamercoor
Johann Sebastian Bach:
Matthäus-Passion BWV 244
Den Haag (NL), De Doelen
Residentie Orkest / Reinhard Goebel
Nederlands Kamercoor
Johann Sebastian Bach:
Matthäus-Passion BWV 244
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