Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.
Nico van der Meel
TenorDer Tenor Nico van der Meel studierte am Konservatorium in Rotterdam bei Margreet Honig. Außerdem nahm er an Meisterkursen bei Evelyn Lear, Ruud van der Meer, Robert Holl, Elly Ameling und Elisabeth Schwarzkopf teil. Bereits kurz nach seinem 1987 "cum laude" abge-
schlossenen Studium am Rotterdamer Konservatorium, erhielt er Konzertangebote aus ver-
schiedenen Ländern. Eines seiner ersten Engagements führte ihn mit dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam zusammen.
Das Konzert-Repertoire des Tenors umfaßt inzwischen Werke des 16. bis 20. Jahrhunderts.
Vor allem hinsichtlich Bach'schen Passionen entwickelte sich Nico van der Meel zu einem der führenden Interpreten der Evangelisten-Partie. Hier seien in erster Linie seine Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt und den Wiener Philharmonikern sowie mit dem Concertgebouw-Orchester unter der Leitung von Sigiswald Kuijken genannt. Zahlreiche Tournéen führten ihn unter anderem mit Michel Corboz durch Frankreich und Portugal, mit Helmuth Rilling durch Japan sowie mit Peter Schreier durch Österreich und Italien. Zudem arbeitete er mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Gustav Leonhardt, Herbert Blomstedt, Allen Curtis und Sir Colin Davis zusammen.
Die bei Philips erschienenen CDs der Johannes-Passion und der h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Frans Brüggen wurden international begeistert aufgenommen. Die Fachpresse lobte einstimmig Nico van der der Meels schönen Tenor. 1996 schloß sich eine weitere Tournee mit Frans Brüggen an, diesmal mit der Matthäus-Passion, die ebenfalls für CD mitgeschnitten wurde.
Im Bereich der Oper fühlt sich Nico van der Meel bei Monteverdi und Mozart besonders wohl. Unter der Leitung von Arnold Östmann sang er den Don Ottavio auf der bei Decca erschienenen Aufnahme von „Don Giovanni". Als Camacho wirkte er in Mendelssohns „Die Hochzeit des Ca-
macho" mit, einer Aufnahme, die unter der Leitung von Jos van Immerseel mit Anima Eterna für Channel Classics eingespielt wurde. Außerdem war der Sänger als Alfred in der „Fledermaus" von Strauß, als Sellem in Strawinskys „The Rakes Progress" und als Pedrillo in Mozarts „Ent-
führung aus dem Serail" unter der Leitung von Christopher Hogwood zu hören.
Regelmäßig arbeitet der Tenor mit Ensembles wie der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig, Musica Antiqua Köln, dem London Baroque Ensemble, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Eric Ericson-Chor oder dem Freiburger Barockorchester zusammen.
Gemeinsam mit seinem Begleiter Dido Keuning gab Nico van der Meel bereits in zahlreichen europäischen Städten wie Paris, London, München oder Amsterdam, Liederabende. Auch singt er regelmäßig bei diversen Schubertiaden. Für die Schallplatte hat Nico van der Meel Lieder von Hugo Wolf, Johannes Verhulst und Leander Schlegel aufgenommen.
Nico van der Meel ist auch Mitglied der Camerata Trajectina, einem Ensemble, das sich auf die Musik der Niederlande vom Mittelalter bis zum 17. Jahrhundert spezialisiert hat. Zudem ist er Leiter des William Byrd Vocal Ensemble, einem 1981 gegründeten Chor mit Schwerpunkt auf der a-cappella-Musik vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.
Kölnische Rundschau, 25. März 2008
„Nico van der Meel bewährte sich bestens in der Rolle des Evangelisten. Er führte mit klarer Artikulation und mit angenehmem Timbre durch den Bibeltext.“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 12. Juni 2004
„Vom Sänger ward viel gefordert und viel gegeben. Nico van der Meels leichter, klarer Tenor (...) bestach mit reinem, edlem Ton und sehr kultivierter Stimmführung. Text und Gesang durchdrangen einander in intelligentem Zusammenspiel von Stimme, Klang und Sprache."
Kölner Stadt-Anzeiger, 25. April 2000
„In der Partie des Evangelisten und in den Tenorarien war der Niederländer Nico van der Meel erfolgreich um Differenzierung der Affekte bemüht."
Kölnische Rundschau, 8. März 1999
„Dieser Tugend befleißigten sich auch die Gesangssolisten, allen voran der Evangelist, der auch die Tenorpartie übernahm. Nico van der Meel ist ein engagierter Sänger, der stets auch stimmungsgemäß den richtigen Ton trifft und mit der hohen Tessitura seines Parts keine Mühe hat."
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