Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.
I Fagiolini - Robert Hollingworth
I Fagiolini, 1986 an der Oxford University gegründet, nimmt unter den ebenso zahlreichen wie hervorragenden britischen Vokalensembles eine unangefochtene Spitzenposition ein. Aufsehen erregte die Gruppe erstmals, als sie 1988 den vom englischen Early Music Network ausgerichte-
ten Wettbewerb für junge Künstler gewann. Seither hat sie sich mit einem Kernrepertoire aus Renaissance-, Barock- und Gegenwartsmusik als eines der innovativsten und unterhaltsamsten Gesangsensembles in Europa profiliert.
I Fagiolini gab Konzerte in ganz Europa, in Hongkong, China, Marokko, Ägypten, Israel, Südafrika, der Ukraine sowie in den USA. Die Zusammenarbeit mit anderen Ensembles, zum Beispiel bei der Marienvesper von Claudio Monteverdi in solistischer Besetzung mit His Majesty's Sagbuts and Cornetts oder bei einem Projekt in Südafrika mit dem SDASA Chorale aus Soweto, bildet einen Schwerpunkt der Arbeit. So entstanden Aufnahmen mit Werken von William Byrd mit den Gambenconsorts Fretwork und Concordia, von Henry Purcell mit Florilegium, bei verschiedenen Opern von Franz Schubert mit dem London Philharmonic Youth Orchestra und mit Georg Fried-
rich Händels "Acis und Galathea" sowie mit Henry Purcells "The Indian Queen" zusammen mit der Brook Street Band. Zuletzt war I Fagiolini mit dem Ensemble Barokksolistene bei den BBC Proms sowie dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra mit einer Aufführung von Berios 'Sinfonia' zu hören.
Seit 1999 arbeitet I Fagiolini regelmäßig mit dem Regisseur Peter Wilson an dem einzigartigen Projekt "Theatre of Music", das sich darum bemüht, einem modernen Publikum ungewöhnliches Repertoire der Renaissance auf neue Weise nahe zu bringen. Dabei werden venezianische Madrigalkomödien mit Masken der Commedia dell' Arte dargeboten. Ensaladas und Minidramen von Clément Janequin oder Mateo Flecha sowie Auftragskompositionen werden visuell und musikalisch zu ausdrucksstarkem Leben erweckt.
I Fagiolini tritt darüber hinaus regelmäßig in Rundfunksendungen der BBC auf, sein Debüt bei den Proms fand bereits im August 2000 statt. Die Gruppe beschäftigt sich auch zunehmend mit pädagogischen Projekten im In- und Ausland, u.a. mit Meisterkursen an der Dartington Inter-
national Summer School. Die Festspielsaison 2008 begann mit einem aufsehenerregenden Konzert im Rahmen des „Zeitfensters“ in Berlin, gefolgt von den Europäischen Wochen Passau und dem Rheingau Musik-Festival, bei dem I Fagiolini mittlerweile zu den Stammgästen gehört.
2009 präsentiert I Fagiolini u.a. sein neues Programm "Tallis in Wonderland", im September sind Konzerte mit "L'Amfiparnaso", "The Fairy Queen" und "Acis und Galatea" beim Trigonale Festival in Österreich geplant.
Die ständig wachsende Diskographie des Ensembles umfaßt derzeit 12 CDs, sechs davon für Chandos, darunter "Thomas Tomkins – Music Divine" und "Andrea Gabrieli – The Madrigal in Venice: Politics, Dialogues and Pastorales". Letztere erhielt eine Nominierung für den renom-
mierten Gramophone Award. Die Aufnahme "Monteverdi – Flaming Heart" für Chaconne wurde ebenfalls mit diversen internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet.
Nach der DVD mit Orazio Tiberio Vecchis Madrigalkomödie "L'Amfiparnaso" erschien im Frühjahr 2008 die DVD „The Full Monteverdi“: das vierte Madrigalbuch von Claudio Monteverdi von John La Bouchardière innovativ und berührend in Szene gesetzt. Bei Naxos veröffentlicht gewann diese sogleich zahlreiche Preise: den „Choc du Monde de la musique“, 5 „Sterne des Monats“ in allen Kategorien im „Fono Forum“ und den „Editor’s Choice“ im „Gramophone“.
Bereits im Mai 2006 erhielt I Fagiolini den Ensemble-Preis der Royal Philharmonic Society, der damit erstmals in seiner Geschichte an eine Alte-Musik-Gruppe vergeben wurde.
ROBERT HOLLINGWORTH
Robert Hollingworth erhielt seine musikalische Grundausbildung von seiner Mutter und als Chorknabe an der Kathedrale von Hereford. Nach intensivem Violin- und Cembalo-Unterricht studierte er als akademisches Mitglied des Kirchenchors Musik am New College der Oxford University. Es folgte ein einjähriger Aufenthalt an der Guildhall School of Music and Drama in London, wo er bei David Roblou und Philip Pickett studierte.
Während seines Aufenthalts in Oxford gründete Robert Hollingworth 1986 die Gruppe I Fagiolini, deren musikalischer Leiter er seither ist. Mit dieser unternahm er weltweite Tourneen, u.a. nach Afrika, in den Fernen Osten und auf die Bermudas. Es erschienen CD-Einspielungen bei Erato, Chandos, Metronome und Chaconne.
Robert Hollingworth leitete vier Jahre lang den Leicester Bach Choir und arbeitete ferner als Dirigent mit dem Ensemble Florilegium, den Bach Players und der Brook Street Band zusam-
men. Er dirigierte ferner die Neuinszenierung von Monteverdis "L' Orfeo" an der Opera Zuid in den Niederlanden sowie das BBC Concert Orchestra bei einem Projekt mit der Filmkomponistin Anne Dudley. Der Nederlands Kamerkoor lud ihn als Gastdirigent im Rahmen eines außerge-
wöhnlichen Musiktheaterprojekts ein. Im Mai 2007 fand eine ausgedehnte Holland-Tournee des Nederlands Kamerkoor mit Werken von Gibbons und Purcell statt.
Robert Hollingworth ist auch Gründer des Aufsehen erregenden Islington Winter Music Festival und dirigiert den Chor der Dartington International Summer School. Ferner leitete er einen neu eingeführten Kurs für Ensemblegesang am Trinity College of Music in London und war künst-
lerischer Berater des York Early Music Festival (2006-10) sowie des Trigonale Festivals in Österreich (2009). Darüber hinaus schreibt und präsentiert er regelmäßig Programme mit Alter Musik für den BBC-Sender Radio 3.
The Telegraph, 20. Juni 2009
„We see as well as hear why Byrd's 'Attolite Portas' has a lovely dancing quality, so different to the tight-knit circles of Tallis's famous vocal canon. As the show ['Tallis in Wonderland'] moves from Latin polyphony to English and then on to Italian madrigals, we get a sense of how bloody reli-
gious conflicts were the background for this apparently 'pure-sounding' music. (...) this was a marvellous show, with wonderful singing at its heart. [Spitalfields Classical Music Festival] "
The Times, 11. Juni 2009
„When deep inhalations and exhalations began to rise from sound diffusers on almost every seat of the old Wilton’s Music Hall [London], it was as if the ghosts of bygone audiences had returned. (...) Robert Hollingworth and I Fagiolini have just opened the Spitalfields Summer Festival with their new show, Tallis in Wonderland. It’s not out to shock , but to open the ear to every wonder-filled strand of Renaissance polyphony by means of a highly physical 'aural fantasy' created by six singers and Henk Schut’s installation team (...) The project is not half as coy as its title, and it works. It works because it listens intensively to the music itself. Not one aural effect, not one staged movement distracts - and that is something of a small miracle."
Neue Presse, 4. Mai 2009
„... Vokalmusik aus Renaissance und Frühbarock, dargeboten vom Vokalensemble I Fagiolini aus Oxford im Rahmen der 9. Internationalen A-cappella-Woche Hannover. Das gemischte Quintett unter Leitung von Robert Hollingworth präsentiert hohe Vokalkunst: Madrigale (...) Bezaubernd das frühbarocke, mit Cembalo begleitete Sängerinnen-Duett 'Ohime dov' è il mio ben' (...) Oft schließt man die Augen und läßt sich von der Musik weit wegtragen (...) Eine Be-
sonderheit: Das Ensemble stellt einige der alten Werke szenisch dar. (...) Ein hochkarätiger Konzertabend, begeisterter Applaus."
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 4. Mai 2009
„... Es ist ein anschauliches kleines Stück Musiktheater, das die englische Vokalgruppe I Fagio-
lini in der Marktkirche aufführt (...) Das einfache Mimen- und Gestenspiel der Fagiolini allerdings macht das kurze Lied erst richtig lebendig und holt den darin steckenden Witz hervor. Feine Ironie durchzieht die sechs Strophen (...) I Fagiolini beweist an diesem Abend, dass ernste Musik nicht humorlos sein muss."
Frankfurter Neue Presse, 12. Juli 2008
„Wohliger Schönklang (...) das Barockensemble I Fagiolini entflammte beim Rheingau-Musik-Festival die Herzen (...) mit dem Ensemble standen ausgewiesene Experten des Frühbarock zur Verfügung (...) Bereits im ’Prolog der Musica’ aus 'L´Orfeo' kam die große Perfektion des Cemba-
listen Robert Hollingworth, der auch die Leitung von ’I Fagiolini’ inne hat ...“
Wiesbadener Tagblatt, 12. Juli 2008
„In der ständig wechselnden Besetzung von Sopran, Alt, Tenor, Bariton und Bass wurden Liebe, Leidenschaft und Natur in stilsicherer, stimmlich ausgewogener und textverständlicher Interpre-
tation beschworen, kongeniale Partner der ausgezeichnetetn Sängerinnen und Sänger waren der Leiter des Ensembles Robert Hollingworth am Cembalo (. ..) gaben die Mitwirkenden bis hin zum prestissimo gestalteten Finale festliches und mitreißendes Format. Herzlicher Beifall mit vielen Bravorufen.“
Neues Volksblatt/Linz, 17. Juni 2008
“Im Rahmen der Festspiele Europäische Wochen Passau konnte am Sonntag das englische Ensemble I Fagiolini, das in seiner Heimat als eines der besten und originellsten gilt, mit einem reinen Monterverdi-Programm die Zuhörer im Schloß Aistersheim begeistern (...) Die ’Grünen Bohnen’- vier Frauen und sieben Männer – durchpusten die Tonbilder mit Begeisterung und Temperament, zeigten höchste Gesangskunst in Dynamik und Agigik und bewiesen auch mit Mimik und Gestik, wie lebendig und unterhaltsam unterschiedlichster Inhalte der ’Alten Musik’ – ob Liebe, Krieg oder Natur – interpretiert werden können.“
Passauer Neue Presse, 17. Juni 2008
„Sie entflammen die Herzen. Gesang zum Niederknien (...) bescherte dem britischen Ensemble I Fagiolini bei den Festspielen Europäische Wochen einen großartigen Triumph. (...) sieben Sänger, zwei Geiger, eine Harfenistin und ein Cembalist, die dieses Material in wechselnden Besetzungen schlicht perfekt in Töne verwandeln. Und perfekt bedeutet nicht, dass hier alles Individuelle zugunsten einer idealisierten Kunstvorstellung eliminiert wird. Es bedeutet, dass sieben charakterstarke Stimmen mit sehr unterschiedlichen Timbres einen überschäumend vitalen Klang hervorbringen, der bestens mit der Liebeslyrik und der virtuosen Satztechnik korrespondiert: der Bass mit sagenhaft entspannter Tiefe, der Tenor mit einem dezenten metallischen Glanz, die Frauen oft nur wie ein funkelndes Orgelregister, ohne jede Anstrengung. Ansatzlos wechseln sie Dynamik, Stimmeinstellung und Gefühlslage. (...) Dem Künstlertum setzen die Sänger die Krone auf mit ihrem Sinn für Humor. (...) I Fagiolini tun es mit einer zwerchfellerschütternden Comedy-Choreografie – und die musikalische Perfektion leidet nicht im Geringsten. ’Flaming Heart’, flammendes Herz, nennt das Ensemble sein Programm. Nie war ein Titel besser gewählt.“
Fanfare, März/April 2004
„The singing... (is) thoroughly enjoyable. (…) Highly recommended."
CD Compact, März 2004
„Over the years, Hollingworth has managed to make his ensemble mature from the interpretative point of view, whilst at the same time maintaining its freshness of approach, thus guarding it from any stiffness."
Take five/Gramophone, Dezember 2003
„… he performances (…) full of colour, humour and (when required) splendour (…) it's a pleasure to hear I Fagiolini so joyously and expertly."
International Record Review, September 2003
„Robert Hollingworth, I Fagiolini's indefatigable director, (…) trawled Andrea Gabrieli's complete works for maximum variety, colour and quality, laying bare the composer's range and versatility for the first time. (…) The interpretations are deeply in-volved and vividly text-aware. I was so caught up in what I was hearing that any lazy inclination to leave the disc playing in the background was impossible. The singing is so engaging that you want and need to follow every word of the texts and tranlations. (…) this new release marks a real maturing of I Fagiolini's talent. This is quite simply one of the most enthralling madrigal anthologies on the Market."
Classic FM Magazine, September 2003
„The thrill of these performances comes from the commitment of Robert Hollingworth and his talented band to words and their meaning. Take the way countertenor Robin blaze and his high-tenor duo partner extract the full pain of Petrarch's O passi sparsi ('O scattered steps'). (…) Wonderfull stuff."
The dailiy telegraph, September 2003
„I Fagiolini's excellently characterised performances have a truly Italian zest that makes for enjoyable listening."
Neue Luzerner Zeitung, 10. September 2002
„Die Sänger überzeugten (...) und deuteten die Texte lustvoll aus und verliehen dieser Musik vom Ende des 16. Jahrhunderts Leben. Besonders eindrucksvoll war die Schlichtheit der Stimmen und ihre Reinheit."
Erbenheimer Anzeiger, 20. Juli 2001
„I Fagiolini brachten die für dieses Programm notwendige stimmliche Sicherheit und feinfühlige Interpretation genau wie viel komödiantisch-darstellerisches Talent mit. (...) Das junge Ensemble hinterließ an diesem Abend eine musikalisch hochklassige und sehr sympathische Visitenkarte."
Zamora (E), Iglesia de San Cipriano
Motetten von Monteverdi, Gesualdo,
De Wert, Palestrina u.a.
London (GB), South Bank Centre, Queen Elizabeth Hall
Feinstein Ensemble
Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion
Heidelberg, Peterskirche
Heidelberger Frühling
„The English Muse“
Lissabon (P), Centro Cultural de Belem
Monteverdi: "Flaming Heart"
Lissabon (P), Centro Cultural de Belem
Monteverdi: "Flaming Heart"
London (GB), St. John's Smith Square
Lufthansa Festival of Baroque Music
Monteverdi: "The modern man"
London (GB), St. John's Smith Square
Lufthansa Festival of Baroque Music
Monteverdi: "The modern man"
Luzern (CH), Marianischer Saal
"The Italian English connection"
Claudio Monteverdi: Three madrigals
Giaches De Wert: Qual musico gentil (Madrigal-Zyklus)
Orlando Gough: Tasso (Schweizer Erstaufführung)
Peter Phillips: Hor che dal sonno vinta
Thomas Weelkes: As Vesta was from Latmos Hill descending
Thomas Weelkes: Noel, adieu, thou court's delight'
Luciano Berio: Cries of London
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