Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.
Jan Willem de Vriend
DirigentJan Willem de Vriend studierte Violine an den Konservatorien in Amsterdam und Den Haag. Schon während des Studiums dirigierte er diverse Opernproduktionen, wie etwa "Die Fleder-
maus" von Johann Strauß und "Der Silbersee" von Kurt Weill. 1982 gründete er das Combatti-
mento Consort Amsterdam, ein Ensemble, das sich überwiegend den Werken des 17. und 18. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis, jedoch unter Verwen-
dung modernen Instrumentariums widmet.
Mit seinem Ensemble spielte Jan Willem de Vriend zahlreiche CD-, Radio- und Fernseh-Auf-
nahmen ein, die nicht nur in der holländischen Presse hoch gelobt wurden. Als Geiger und künstlerischer Leiter war er für viele bedeutende Konzerte und Opernproduktionen in den Nie-
derlanden, in zahlreichen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Japan verantwortlich. Darüber hinaus wurde er als Konzertmeister auch von anderen Ensembles eingeladen, darunter die Camerata Bern und das Ensemble Oriol Berlin.
Mit der Saison 2006/07 wurde Jan Willem de Vriend zum Chefdirigenten des Netherlands Sym-
phony Orchestra (Orkest van het Oosten) berufen und hat sich mittlerweile auch als regelmäßi-
ger Gastdirigent bedeutender Orchester einen Namen gemacht. So dirigierte er u.a. mehrfach das Nederlands Kamer Orkest, die Radio Kamer Filharmonie, das Brabants, Gelders, Noord Nederlands und das Limburgs Symphonisch Orkest. Ferner arbeitete er mit dem RIAS Jugend-
orchester, dem schwedischen Ensemble Musica Vitae und der Deutsche Kammerphilharmonie.
Im Februar 2009 gab er sein Debüt beim Concertgebouw Orkest, zu dem er während der Saison 2009/10 bereits erfolgreich zurückkehrte. Ferner war er Gast des Mozarteum-Orchesters Salz-
burg, des Wiener Concert-Vereins, der Duisburger Philharmoniker und des Sinfonieorchesters Wuppertal, die ihn beide für die Saison 2011/12 erneut verpflichteten.
Seit jeher spielte die Oper in Jan Willem de Vriends Aktivitäten eine große Rolle. Er dirigierte u.a. für die Nationale Reisopera Händels "Rodelinda", "Agrippina" und "Alcina", Monteverdis "L'inco-
ronnazione di Poppea" und "L'Orfeo", Purcells "King Arthur" und "Dido and Aeneas". Ferner leitete er Mozarts "Zauberflöte" an der Opéra du Rhin in Straßburg, Monteverdis "L'Orfeo" an der Oper Luzern sowie die Oper "Der Stein der Weisen", die von Eva Buchmann inszeniert wurde. Mit der "Fledermaus" und mit Heinrich Ignaz Franz von Bibers "Arminio" unternahm Jan Willem de Vriend ausgedehnte Tourneen durch Holland.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 7. Juni 2010
„So klassisch haben sich die Duisburger Philharmoniker schon lange nicht mehr gegeben (...)
Gastdirigent Jan Willem de Vriend richtete den Blick auf das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert. Eine besondere Entdeckung war die Aufführung der 7. Sinfonie des Beethoven-Zeitgenossen Johann Wilhelm Wilms. (...) Geradezu als 'Jungen Wilden' präsentierte Jan Willem de Vriend den 25-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart mit der Ouvertüre und Ballettmusik aus der Oper 'Idome-
neo'. Zu erleben war eine Aufführung, die vor Energie nur so strotzte (...) Ansonsten leitete der Niederländer, der ohne Taktstock antrat, die Philharmoniker mit einfacher, klarer Gestik. (...) Das Duisburger Publikum zeigte sich von Johann Wilhelm Wilms angenehm überrascht und spen-
dete viel Beifall ..."
Rheinische Post, 5. Juni 2010
„So sensationell stilsicher diszipliniert und lebensprall wie im jüngsten, zehnten philharmoni-
schen Konzert unter der Leitung des niederländischen Weltklasse-Dirigenten Jan Willem de Vriend haben selbst die Duisburger Philharmoniker in ihrer Geschichte nur selten gespielt. Alles wirkte kraftvoll und ganz selbstverständlich. Vibrato nur als Verzierung, konstante und überhaupt überzeugende Tempi, perfektes Zusammenspiel und perfekte Intonation, differenzierter Schwung mit Saft und Kraft, blühende Bläser und homogene Streicher: hier stimmte einfach alles. Das wurde schon bei dem ersten, noch relativ harmlosen Programmpunkt deutlich, nämlich Ouver-
türe und Ballettmusik aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper 'Idomeneo' KV 366. Diese sonst meist unter Wert gehandelte Musik gewann hier bereits unsere Herzen und Hirne, und auch die Orchestermusiker waren an diesem Abend mit sichtlicher Freude dabei. Franz Schuberts 'kleine' Sinfonie Nr. 5 B-dur D 485 (1816) hat der Schreiber dieser Zeilen schon sehr oft gehört, aber noch nie so genauestens getroffen wie jetzt in der Philharmonie Mercatorhalle."
Westdeutsche Zeitung, 10. Mai 2010
„Festmusik: Die Sinfoniker und ihr ungewöhnlicher Auftritt. Händels Musik traf ins Schwarze. So auch in der Stadthalle, wo die Wuppertaler Sinfoniker gestern bewiesen, dass sie in Sachen barocker Gestaltung durchaus lernfähig sind. Dirigent Jan Willem de Vriend überzeugte in ein-
wöchiger gemeinsamer Arbeit etwa die Streicher, nahezu vibratofrei, in kurzen Phrasen und mit federnder Spannung zu spielen. So entwickelt er die farbenreiche Ouvertüre und stellt sie den folgenden, bewegten Sätzen als Glanzpunkt voran. Der Dirigent nimmt die 'Concerto grosso'-
Form des barocken Instrumentalkonzerts ernst: Dem Gesamtorchester (Tutti) stellt er konzer-
tierende Soloinstrumente gegenüber, die das 'Concertino' bilden. Nicht nur das: Jan Willem de Vriend schafft für delikate Dynamik−Wirkungen auch eine räumliche Trennung. Einige Musiker wandern stets auf die Emporen, um von dort aus ihre Solo−Passagen zu spielen, so dass das Publikum vollauf damit beschäftigt ist zu orten, von woher die wundervollen Klänge herabschwe-
ben. Dann wieder überzeugt der volle Orchestereinsatz, etwa im militärisch−effektvollen Satz 'La Réjouissance' (Belustigung) mit schmetternd auftrumpfenden Trompeten. Wahre Ohrwurm-Qua-
litäten haben auch die bekannten Suiten−Tanzsätze der vielteiligen 'Wassermusik', die Händel anlässlich der königlichen Bootsfahrten auf der Themse 1715 komponierte, später aber auch eine Fassung für den Konzertsaal schrieb. Cembalo und Chitarrone sind die Generalbass-
Instrumente, die das klangliche Kaleidoskop der 22 Sätze grundieren. Solo-Querflöte und Flauto piccolo (eine hohe Blockflöte) prägen mit ganz besonderen Farben einzelne Sätze. Die klang-
schön geblasene Solo-Oboe ('Adagio e staccato') oder die beiden Hörner auf der Empore ('Alla Hornpipe') liefern mit sauber geblasenen Signalen einen exquisiten Raumklang. Und zauber-
hafte Echowirkungen ergeben sich, wenn zwei Oboen in der Gartenhalle bei geschlossenen Türen die Melodien beantwortend wiederholen. So kann barocke Musik Spaß machen und genussvoll konsumiert werden – dem Mut des niederländischen Dirigenten zur zeitgerechten Gestaltung und ungewöhnlichen Konzertpräsentation sei Dank."
Berlin, Konzerthaus
Konzerthausorchester Berlin
Matthias Kirschnereit, Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart:
Konzert C-dur KV 246 für Klavier und Orchester "Lützow"
Sinfonie D-dur Nr. 31 KV 297 "Pariser"
Konzert G-Dur KV 453 für Klavier und Orchester
Stuttgart, Liederhalle
Stuttgarter Philharmoniker
Gustav Mahler: Suite nach den Orchestersuiten
von Johann Sebastian Bach
Johann Joachim Quantz: Flötenkonzert G-Dur QV 5:174
Carl Heinrich Graun: Ouvertüre zu "Montezuma"
Carl Philipp Emanuel Bach: Flötenkonzert d-moll Wq. 22 H 484,1
Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie D-Dur Nr. 1 Wq 183,1 H 663
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