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Arcangelo Trio

Daniel Rothert, Blockflöte
Markus Möllenbeck, Cello
Gerald Hambitzer, Cembalo

Im Frühjahr 2001 gründeten der Flötist Daniel Rothert, der Cellist Markus Möllenbeck sowie der Cembalist Gerald Hambitzer auf Initiative von Helmut Müller-Brühl das Arcangelo Trio, um an eine Ensembletradition anzuknüpfen, mit der man so illustre Vorbilder wie Frans Brüggen, Anner Bylsma und Gustav Leonardt oder auch Gustav Scheck, August Wenzinger und Fritz Neumeyer verbindet.

Mit grossem Elan begannen Rothert, Möllenbeck und Hambitzer – in der Musikszene durchaus bereits bekannte und erfolgreiche Namen –, das Repertoire dieser fast klassisch zu nennenden Kammermusikbesetzung für sich zu erschliessen, das zudem eine immense Zeitspanne vom späten 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts umfasst.

Das erfolgreiche Debüt fand im August 2001 in der Galerie von Schloss Augustusburg in Brühl statt. Seitdem konzertiert das Arcangelo Trio regelmäßig mit grossem Erfolg, darunter auch bei einer WDR-Nachtmusik live auf WDR 3. Mit der Schauspielerin Martina Gedeck gestalteten die drei Musiker eine Lesung mit Texten und Musik aus dem Venedig des 16. und 17. Jahrhunderts.

Im Januar 2004 produzierte das Arcangelo Trio sein Programm „Händels italienische Reise“ für den WDR, das mittlerweile auch auf CD vorliegt.

DANIEL ROTHERT wurde 1975 in Cuxhaven geboren. 1994 nahm er sein Studium der Block- und Traversflöte an der Hochschule für Musik Köln bei Günther Höller auf, das er 1998 mit dem Diplom als Musikpädagoge, 2002 mit der künstlerischen Reifeprüfung und 2003 mit dem Kon-
zertexamen für Block- und Traversflöte abschloss. Seine Block-flötenausbildung wurde durch ein Studium in der Solistenklasse von Dan Laurin am Det Fynske Musikkonservatorium der Carl Nielsen Academy of Music Odense in Dänemark ergänzt. Er setzte seine Studien der histori-
schen Interpretationspraxis mit Hauptfach Traversflöte bei Karl Kaiser an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt fort. Seit 1990 besuchte er zudem zahlreiche Meister-
kurse, u.a. bei Han Tol, Walter van Hauwe, Pedro Memelsdorff, Hans-Martin Linde und Michael Schneider.

Neben kammermusikalischer und solistischer Tätigkeit wirkte er über mehrere Spielzeiten als Bühnenmusiker am Kölner Opernhaus. Internationale Beachtung fand Daniel Rothert vor allem durch die Zusammenarbeit als Solist mit Helmut Müller-Brühl und dem Kölner Kammerorchester durch Konzerte und preisgekrönte CD-Produktionen mit Werken von Telemann und Vivaldi. Im Jahre 2002 wurde ihm der Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen.

MARKUS MÖLLENBECK, 1962 in Viersen geboren, studierte schon als Jungstudent an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Janos Starker und Maria Kliegel, des weiteren abschließend bei Young-Chang Cho. Nach einem Barockcello-Studium in Hilversum (Niederlande) bei Phoebe Carrai wurde er 1991 Mitglied von Musica Antiqua Köln. Dort wurde er 1992 Solocellist und bereiste bis zum Jahre 2000 nahezu alle wichtigen Musik-zentren in Nord-, Mittel- und Südamerika, Australien, Asien und natürlich in ganz Europa, zuweilen auch als Solist von Cellokonzerten des 18. Jahrhunderts. Er wirkte darüber hinaus bei zahlreichen Fernseh-, Rundfunk- und preisgekrönten CD-Produktionen mit.

In den letzten Jahren nahm er an Projekten verschiedener Ensembles, wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, den Deutschen Händel-Solisten Karlsruhe, der Cappella Coloniensis, La Stagione Frankfurt und der Neuen Düsseldorfer Hofmusik teil. 2001 war er vornehmlich als Solocellist der Musiciens du Louvre Grenoble unter Marc Minkowski u.a. an der Pariser und der Amsterdamer Oper tätig.

Daneben doziert Markus Möllenbeck gelegentlich, z.B. an der Musikakademie in Rheinsberg, der Musikhochschule Detmold, im Kloster Michaelstein und seit dem Jahre 2000 jährlich an der Händel-Akademie in Karlsruhe. Seit Herbst 1996 hat er einen Lehrauftrag für Barockcello an der Universität (früher Hochschule) der Künste in Berlin inne.

GERALD HAMBITZER wurde 1957 in Bonn geboren und zählt zu den gefragtesten Cembalisten seiner Generation. Er genoss eine umfassende musikalische Ausbildung mit dem Hauptfach Cembalo an der Hochschule für Musik in Köln. Noch während des Studiums begann er seine internationale Konzerttätigkeit, vor allem als Cembalist des Orchesters Concerto Köln, mit dem er in Konzert- und Opernproduktionen alle Musik-zentren Europas, daneben Algerien, Indien, Südostasien und Amerika bereiste.

Seit einigen Jahren konzertiert Gerald Hambitzer auch auf dem Fortepiano und widmet sich dem Clavichord. Besonderes Interesse fand seine CD-Einspielung auf einem Originalinstrument von Christian Gottlob Hubert, Ansbach 1756. Er hat bei Rundfunk- und mehr als 40 CD-Aufnahmen (Sony, Capriccio, Harmonia Mundi, Teldec Classics, Naxos) mitgewirkt; seine Einspielungen als Solist in Cembalokonzerten von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach oder Francesco Durante brachten inter-nationale Anerkennung. 1999 wurde er zum Professor und Leiter des Bereichs Alte Musik an der Kölner Musikhochschule berufen.

Mittelbayerische Zeitung, 10. Juli 2012
„Das Arcangelo Trio gastierte bei der dritten Museumsserenade [Regensburg] mit Werken der drei fast gleichaltrigen deutschen Barock-Granden Telemann, Bach und Händel (...) Lag es an der Programmauswahl, oder lag es am exzellenten Spiel von Daniel Rothert (Flöten], Markus Möllenbeck (Barockcello) und Gerald Hambitzer (Cembalo), dass sich bekannte Urteile über Telemann und Händel als hinfällige Vorurteile erwiesen? (...) Klare Flötentöne, das zart-silbrige Wittmayer-Cembalo aus dem Museumsbesitz und das sonore französische Barockcello ergaben zusammen eine faszinierende Klangmischung (...) Händels 'Fitzwilliamsonate' (...) stellt an alle Spieler hohe technische Anforderungen, die glänzend gemeistert wurden (...) Eintönigkeit, wie man sie mitunter barocker Kammermusik unterstellt, konnte im individuell geprägten Spiel des Arcangelo Trios gar nicht erst aufkommen. Mit Händels kunstvoll gearbeiteter, in den schnellen Sätzen Lebensfreude versprühender Sonate a-moll op. I,4 fand der Abend ein glanzvolles Ende, dem noch zwei brillante Zugaben für Sixt Flute (Piccolo-Blockflöte) von Vivaldi und Telemann eine zusätzliche Farbe verliehen."

Deckenpfronner Wochenblatt, 22. November 2007
„...sind auf der Bühne eine bewundernswerte künstlerische Einheit. (...) drei hervorragende Solisten, die sich gemeinsam zu gebündelter musikalischer Kraft vereinen können. Noch nie zuvor haben wir in der Zehntscheuer erlebt, wie belebend und fesselnd ein Zusammenwirken dieser Instrumente sein kann. (...) sie vermochten es mit Bravour, dieser Musik einen ganz neuen Stil zu geben, der in keiner Phase des Abends erlahmte, sondern immer neu tief beeindruckte. “

Gäubote, 19. November 2007
„Jeder Musiker des Arcangelo Trios aus Köln hat seinen eigenen, individuell wahrnehmbaren Part barocker Musik, der gebündelt mit denen seiner Partner als lebhaftes Gesamtbild auf die Zuhörer trifft (...) eine echte Begegnung eben in der Deckenpfronner Zehntscheune. (...) die Grundlage des Programms, das das Trio mit der Sonate a-moll für Altblockflöte und Basso continuo von Francesco Maria Veracini eröffnete und konzentriert, klar und punktgenau ein Niveau anriss, das auch im Verlauf des Abends nicht nachlassen sollte. (...) Gerald Hambitzer am Cembalo. Spritzige und rasante Klänge entlockte er seinem Instrument , während sein kon-zentrierter Blick und seine aufrechte Körperhaltung nur erahnen ließen, welche schnelle und präzise Arbeit seine Finger hinter der Verschalung des Cembalos vollbringen mußten. (...) beendete einen Abend, nach dem so mancher Zuhörer ein ‚Super’ zum Nebensitzer murmelte.“

Erlanger Nachrichten, 27. August 2007
„Viel Applaus erntete das 'Arcangelo Trio’ (...) Daniel Rothert, Markus Möllenbeck und Gerald Hambitzer überzeugten durch ihre präzise und einfühlsame Spielweise.“

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 24. November 2005
„Ganz ausgewogen, vor allem im ersten 'Allegro' mit Violoncello-Pizzicato, geriet die Sonate a-Moll mit dem herrlich melodischen 'Larghetto'. Ihrer puren Lust am Virtuosen bei entsprechender technischer Brillianz frönte das Trio dann nochmals bei Zugaben von Antonio Vivaldi und Georg Philipp Telemann."

Kölnische Rundschau, 16. November 2004
„Die melodiöse Wendigkeit der Blockflöte war dennoch bestaunenswert. Und dass ihr in der Imitation der Cellist auf seinem Barockinstrument (...) folgen konnte, erstaunte ebenso. Eine Cembalo-Toccata wies auch Hambitzer, ansonsten zuverlässiger Begleiter, als spritzigen Musiker aus."

Kölner Stadt-Anzeiger, 15. November 2004
„Umrahmt wurden die Wortbeiträge von Musik des 'Arcangelo Trios'. Daniel Rothert zeigte sich auf seiner Sopranblockflöte einmal mehr als Virtuose von hohen Graden, wie auch der Cellist Markus Möllenbeck sich als Solist in einer Canzone von Frescobaldi bewährte. Auch Gerald Hambitzer am Cembalo gefiel sehr in einer solistischen Toccata desselben Komponisten."

Remscheider Generalanzeiger, 25. Oktober 2003
„Wenn eine Konzertreihe beginnt, wie jetzt die der Meisterkonzerte, kann die Saison nur gut werden. (...) Daniel Rothert (Blockflöten), Markus Möllenbeck (Violoncello) und Gerald Hambitzer (Cembalo) spielten mit nicht zu übertreffender, virtuoser Leichtigkeit... Veracinis Sonate a-moll (...) wurde ein atemberaubender Beginn dieses herausragenden Konzerts voller Höhepunkte. Rotherts unerhörte Fertigkeit, seine vornehme Behandlung des Instruments, sein seelenvolles Spiel legen einen Bann auf den Zuhörer ..."

Bergische Morgenpost, 25. Oktober 2003
„Und so rein und keusch, wie man sich Erzengel gemeinhin vorstellt, musizierten die drei Spezialisten aus der Alten-Musik-Szene auch: Moderator Gerald Hambitzer ließ die mattierten Perlen aus dem Cembalo nur so rausschnurren. Markus Möllenbeck veredelte den herben Klang seines Cellos mit geschmeidigem Bodenstrich und delikater Phrasierung. Und Daniel Rotherts Blockflöten leuchteten fast so zart auf wie die milchige Sonne über Venedig."

Bonner General-Anzeiger, 24. Oktober 2003
„Dem Dreigestirn der barocken Meister auf dem Programm entsprachen drei meisterliche Musiker auf dem Podium. Das noch junge, erst 2001 gegründete Ensemble des Trio Arcangelo spielte mit großer Frische, ihre Interpretationen hatten Biß."

 

Hörprobe