Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.
Combattimento Consort Amsterdam - Jan Willem de Vriend
Das Combattimento Consort Amsterdam spielt seit seiner Gründung im Jahre 1982 unter dem künstlerischen Leiter Jan Willem de Vriend Musik aus der Zeit zwischen 1600 und 1800. Das Repertoire umfasst Konzerte mit kleinen bis mittelgroßen Besetzungen, aber auch Oratorien und Opern kehren jedes Jahr auf das Programm des Ensembles zurück.
Das Combattimento Consort Amsterdam beschränkt sich nicht auf die Aufführung bekannter Werke, sondern sucht immer wieder nach unbekannten Meisterwerken, die oft nur als Manuskript vorliegen. Im Laufe der Jahre gab das Ensemble somit außergewöhnliche Konzerte; viele ‚alte Meisterwerke’ konnten rekonstruiert und zur Aufführung gebracht werden. Das Ensemble spielt hauptsächlich auf Instrumenten aus dem 19. Jahrhundert. Dies hat große Vorteile: So spielt es zum Beispiel oft in großen Konzertsälen (Concertgebouw Amsterdam, Teatro Colon Buenos Aires...) in relativ kleiner instrumentaler Besetzung. Wenn man konsequent Originalinstrumente für das Repertoire wählen würde, hätte das eine zeitlich und örtlich sehr eingeschränkte Pro-
grammierung zur Folge. Denn in den verschiedenen europäischen Städten konnte ja nicht nur die Stimmung, sondern auch die Besetzung, die Art der Instrumente und selbst die Weise, auf welche sie gespielt wurden, sehr verschieden sein. Diese Vor- und Nachteile miteinander abwägend, hat sich das Combattimento Consort Amsterdam für Instrumente des 19. Jahr-
hunderts entschieden.
Das Ensemble konzertiert regelmäßig auch außerhalb der Niederlande, sowohl in Nord- und Südamerika als auch in Japan und verschiedenen europäischen Ländern. Dabei arbeitet es gerne mit Solisten aus dem eigenen Ensemble, natürlich sind aber auch namhafte Solisten regelmäßig zu Gast, darunter Barbara Bonney, Andreas Scholl, Anthony Rolfe Johnson, Thomas Zehetmair und Sabine Meyer. Auch fand eine Zusammenarbeit mit dem Collegium Vocale Gent und dem Niederländischen Kammerchor statt.
Vor allem ist das Combattimento Consort Amsterdam aber eine engverbundene Gruppe von Musikern (Consort), die sich mutig in den Streit (Combattimento) von Stimme und Gegenstimme stürzen. Ein barockes Ensemble, bei dem Gegensätze dazu führen, gemeinsam etwas Schönes zu schaffen, bei dem Kontraste zu unglaublichem Vergnügen werden. Ein Ensemble, das mit seiner frischen musikalischen Eigenwilligkeit eine Brücke zwischen den Musikern und dem Publikum baut.
In den vergangenen Jahren war das Combattimento Concert Amsterdam im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik-Festivals, bei den Köthener Bach-Tagen sowie in der Alten Oper Frankfurt erfolgreich. 2008 standen u.a. Konzerte bei den Brühler Schlosskonzerten und beim Bach-Fest Leipzig auf dem Programm.
Vom Combattimento Consort Amsterdam liegen zahlreiche Einspielungen von CDs und DVDs vor. Mehrere Aufnahmen gewannen den höchsten Preis des niederländischen Musikmagazins 'Luister’.
JAN WILLEM DE VRIEND
Jan Willem de Vriend studierte Violine an den Konservatorien in Amsterdam und Den Haag. Schon während des Studiums dirigierte er diverse Opernproduktionen, wie etwa "Die Fleder-
maus" von Johann Strauß und "Der Silbersee" von Kurt Weill. 1982 gründete er das Combatti-
mento Consort Amsterdam, ein Ensemble, das sich überwiegend den Werken des 17. und 18. Jahrhunderts widmet.
Mit seinem Ensemble spielte Jan Willem de Vriend zahlreiche CD-, Radio- und Fernseh-Auf-
nahmen ein, die nicht nur in der holländischen Presse hoch gelobt wurden. Als Geiger und künstlerischer Leiter war er für viele bedeutende Konzerte und Opernproduktionen in den Niederlanden, in zahlreichen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Japan verantwortlich. Darüber hinaus wurde er als Konzertmeister auch von anderen Ensembles eingeladen, darunter die Camerata Bern und das Ensemble Oriol Berlin.
Mittlerweile ist Jan Willem de Vriend auch regelmäßig Gastdirigent bedeutender Orchester, u.a. des Nederlands Kamer Orkest, der Radio Kamer Filharmonie, des Barbants, des Gelders, des Noord Nederlands und des Limburgs Symphonisch Orkest. Ferner arbeitete er u.a. mit dem RIAS Jugendorchester, dem schwedischen Ensemble Musica Vitae und der Deutsche Kammer-
philharmonie. Für eine CD-Aufnahme dirigierte er Jan van Vlijmens Version der "Kunst der Fuge", die von Mitgliedern des Royal Concertgebouw Orkest gespielt wurde. In der Spielzeit 2009/10 wird er mit dem Concertgebouw Orkest mit Werken von Haydn, Mozart und Schubert zu hören sein. Sein Debüt am Concertgebouw Amsterdam gab er bereits im Februar 2009.
Seit jeher spielte die Oper in Jan Willem de Vriends Aktivitäten eine große Rolle. Er dirigierte u.a. für die Nationale Reisopera Händels "Rodelinda", "Agrippina" und "Alcina", Monteverdis "L'inco-
ronnazione di Poppea" und "L'Orfeo", Purcells "King Arthur" und "Dido and Aeneas". Ferner leitete er Mozarts "Zauberflöte" an der Opéra du Rhin in Straßburg, Monteverdis "L'Orfeo" an der Oper Luzern sowie die Oper "Der Stein der Weisen", die von Eva Buchmann inszeniert wurde. Mit der "Fledermaus" und mit Heinrich Ignaz Franz von Bibers "Arminio" unternahm Jan Willem de Vriend ausgedehnte Tourneen durch Holland.
Kölner Stadt-Anzeiger, 25. August 2009
„Schon im letzten Jahr hinterließen das Combattimento Consort Amsterdam und sein Leiter Jan Willem de Vriend einen glänzenden Eindruck bei den Brühler Schlosskonzerten. Grund genug, das 1982 gegründete Ensemble erneut einzuladen, versteht es sich doch wie kaum ein zweites Kammerorchester auf das Wiederentdecken und Aufstöbern fast vergessener Schätze. (...) Die scheinbar unerschöpfliche Fülle an melodischen Einfällen und überraschenden Momenten wie ein urplötzlich ins Finale einbrechender Horn-Ruf wurden von dem holländischen Ensemble ebenso ernst wie launig dargeboten. (...) Die spielerische Leichtigkeit, mit der Haydn ein musi-
kalisches Thema variiert, konnte im Finalsatz bewundert werden."
General-Anzeiger, 25. August 2009
„... bei Hofe herrscht für gewöhnlich ein vornehmer und distinguierter Umgangston und genau durch einen solchen zeichnete sich das kultivierte Spiel des in voller Besetzung elfköpfigen En-
sembles aus. (...) Erst mal im musikalischen Fluss, kultivierte das Combattimento Consort ein gepflegtes Zusammenspiel, das etwa auch das Notturno Nr. 1 C-dur auszeichnete: Gute Laune-Musik, lustvoll zelebriert."
Kölner Stadt-Anzeiger, 25. August 2008
„Amsterdamer Ensemble bot musikalische Raritäten im Brühler Schloß beim Haydn-Festival (...) und huldigte dem Widmungsträger in fabelhafter Manier (...) bei dem in allen Kriterien vorzüg-
lichen Amsterdamer Ensemble ...“
Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 11. April 2008
„... schon mit Johann J. Fux nahm die Gruppe Fahrt auf. Ensembleleiter Jan Villem de Vriend (...) spielte hier als seltenes Kland-Bonbon die Piccolo-Violine. (...) auch bei Schmelzers skurrilem Stück 'Polnische Sackpfeiffen' (...) Eine ungewöhnliche Handschrift, entdeckt und zu geistvollem Leben erweckt durch das 'Combattimento Consort'. Die beiden anderen Schmelzer-Werke 'Lamento I' und 'Sonata à 5 al giorno delle Corregie' waren kaum weniger interessant. (...) Solch sinnenfrohe Nachhilfe in Musikgeschichte dankte man den Niederländern beim letzten Saison-Konzert der Zeughaus-Reihe mit reichlich Applaus."
Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 1. April 2008
„... schon mit Johann J. Fux nahm die Gruppe Fahrt auf. In Ignaz F. Bibers 'Balletti lamentabili à 4’ führten die Amsterdamer eindrucksvoll vor, dass der Blues keineswegs erst ein Seelenzustand der frühen Jazz-Zeit ist (...) solch sinnenfrohe Nachhilfe dankte man den Niederländern beim letzten Saisonkonzert der Zeughausreihe mit reichlich Applaus.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. Februar 2008
„Man erlebte mit dem durch doppelte Besetzung im Raum weitgehend symmetrisch angeordne-
ten Ensemble außergewöhnliche Lösungen (...) Das Publikum jedenfalls hatte er auf seiner Seite, das begeistert mit den durchweg vital musizierten, schwingenden Wiedergaben mitging. Farbigkeit und pure Musizierfreude überwanden mühelos das Odium des Akademischen, das man mit so komplexer Kontrapunktik mitunter verbindet.“
Frankfurter Neue Presse, 11. Februar 2008
„Sie musizieren auf halb-alten Instrumenten (19. Jahrhundert), aber das macht auch schon einen besonderen Klang aus. (...) alles in einer wunderbaren Leichtigkeit, durchscheinendem Klang (...) Wie schön und präzise klangen die Fugen! Wie reizend macht sich die Agogik, die noch eine Schlusspointe setzt. Wie sauber sind die musikalischen Linien. Wie witzig der ständig tonal ansteigende Kanon, um nur einen Satz zu nennen. Der für vier, Schluss des ‚Opfers’, war vor-
züglich instrumentiert, in allen Klangfarben.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Dezember 2007
„Unter der Leitung von Jan Willem de Vriend spielt und singt das Combattimento Consort und die Capella Amsterdam frisch und zupackend.“
Mitteldeutsche Zeitung, 4. September 2006
„Das Combattimento Consort präsentierte sich auf modernen Instrumenten als eingeschwore-
nes und spielfreudiges Team."
Kieler Nachrichten, 29. August 2006
„Wunderbar, wie die kammermusikalisch verdichtete Kraft der Musiker zudem von einer aus-
gesprochenen Sensibilität im Zusammenspiel flankiert wurde."
Leipzig
Bach-Fest Leipzig
Eva Stegemann, Violine
Pieter Dirksen, Cembalo
Johann Christoph Graupner: Ouvertüre D-dur für
zwei Traversflöten, Streicher und Basso continuo
Wilhelm Friedemann Bach: Konzert D-dur für
Cembalo, Streicher und Basso continuo
Johann Sebastian Bach: Brandenburgische Konzerte
F-dur Nr. 2 BWV 1047 und G-dur Nr. 4 BWV 1049
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