Deborah York
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Deborah York

Sopran

Die lyrische Koloratur-Sopranistin Deborah York wurde in Sheffield geboren und schloss ihre musikalische Ausbildung an der Manchester University mit Auszeichnung ab. Sie setzte ihre Studien bei Laura Sarti und Janice Chapman in London fort. Mittlerweile lebt sie in Berlin.

Deborah York zählt zu den exzellentesten Barocksängerinnen ihrer Generation und ist mit den Werken der barocken Meister des Nordens wie denen Italiens gleichermaßen vertraut. Sie war bereits mit Philippe Herreweghe und seinem Collegium Vocale Gent sowie mit Ton Koopman und dessen Amsterdam Baroque Orchestra auf Tournee. Ferner arbeitete sie mit Markus Creed, Ottavio Dantone, Marc Minkowski, Christoph Rousset, Paul McCreesh, Alessandro de Marchi, Trevor Pinnock, Rinaldo Alessandrini u.a. zusammen und hat bereits zahlreiche CDs aufgenom-
men. Für die Rolle der Anne Truelove in Strawinskys “The Rake’s Progress“ mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von John Eliot Gardiner bei der Deutschen Grammophon erhielt sie einen Grammy.

Deborah York fühlt sich sowohl in der geistlichen Musik als auch in der Oper, dem Tanz und der Kammermusik zu Hause. Sie stand bereits im Royal Opera House Covent Garden, in Glynde-
bourne, im Teatro Colon in Buenos Aires, im Sydney Opera House, in der Semperoper Dresden, in Amsterdam sowie in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin auf der Bühne. Ferner war sie regelmäßig zu Gast an der Bayerischen Staatsoper mit Partien wie Amor in Glucks „Orpheus“, Lucia in Brittens „The Rape of Lucretia“, Oberto in Händels „Alcina“ und Almirena in „Rinaldo“. Mit der zeitgenössischen Tanzcompany Sasha Waltz trat sie als Belinda in Purcells „Dido and Aene-
as“ auf.

Solistisch arbeitete Deborah York mit namhaften Orchestern wie dem London und Birmingham Symphony Orchestra, dem Königlichen Concertgebouw Orkest und der Dresdner Philharmonie sowie mit Europas führenden Barockensembles, darunter das Freiburger Barockorchester, die Akademie für Alte Musik Berlin und La Stagione Frankfurt, zusammen.

Mit ihrem eigenen Ensemble Amrita widmet sich Deborah York mit großem Erfolg dem Kantaten-Repertoire in kleinster Besetzung, wie etwa beim Aldeburgh Festival oder im Radialsystem in Berlin. Sie unterrichtet außerdem Gesang in ihrem eigenen Studio in Berlin und gibt Meisterkur-
se. 2009 war Deborah York künstlerische Leiterin der Austria Barock-Akademie in Gmunden.

Rhein-Neckar-Zeitung, 16. Januar 2012
„Ihre Stimme ist nicht groß, mächtig (...) Aber fein, differenziert im Ausdruck, sauber geschult und perfekt abgestimmt mit den sie begleitenden Musikern: Die Koloratursopranistin Deborah York (…) zählt heute zu den Großen ihres Fachs, des Barockgesangs. Beim Festival 'Winter in Schwetzingen' des Heidelberger Theaters sang sie nun 'Wahnsinnsarien' von Purcell und Hän-
del. Wer zu Beginn vielleicht eine Weile brauchte, um sich auf diesen schlanken, geraden und klaren Ton der Sängerin einzulassen, wurde nachher, bei der Händel-Kantate 'O numi eterni'
(HWV 145) sowie den beiden Zugaben (...) um so mehr in Bann gezogen von dieser wendig-leichten, im Ausdruck flexiblen Stimme. Im Purcell-Programmblock stach das Minidrama aus dem Sterbejahr des Komponisten 'From Rosy Bow’rs' hervor (…) Es zeigt die unglaublich hohe Expressivität dieser (...) Musik, die Deborah York mit brennender Intensität und nuancenreicher Farbpalette vortrug (...) Ähnlich fulminant geriet Händels Kantate der Lucretia 'O numi eterni' (…) Sopranistin Deborah York wusste den Ausdruck, die Art der Verzierungen, ein bewusst gesetztes Vibrieren der Stimme genauso wie den fahlen Klang des nahenden Suizids fantastisch stilsicher und zeitgemäß in klangliche Szene zu setzen."

Journal Sentinel, 20. November 2011
“Taylor and York form a wonderfully complementary duo (...) York sings with a focused, pure sound, making sparing but effective use of vibrato and executing perfectly timed ornaments with absolute grace. She brings great musical depth and a tremendous range of colors and dynamics to her musical interpretations, creating a subtle sense of drama in the process. Her soulful, pristine deliveries of arias such as 'Lascia ch'io pianga' from 'Rinaldo' on Saturday's program were exquisite (...) Those differing sounds and styles combine to create musical magic in duets. The two singers work together with a remarkable musical intimacy based on a combination of great musical instincts and the ability to listen and respond to each other."

Seen and Heard International, 18. November 2011
“'Tu la mia stella sei' followed, a difficult aria that York tossed off with ease, reaching up to the highest vocal register without undue strain or thinning out (...) This led into a wonderful and difficult aria, 'Se pieta di me non senti' from Giulio Cesare. Built on a chromatically descending triplet played repeatedly through the entire piece, with Ms. York’s impassioned voice doubled or echoed by the strings, this was certainly the most moving aria in the concert, and the conside-
rable applause that followed was appropriately long."

The New York Times, 17. November 2011
“The Theater of Early Music, a Canadian period-instrument and vocal ensemble led by Daniel Taylor, the countertenor, expands and contracts to suit the project at hand. Mr. Taylor brought a compact version to Weill Recital Hall for a Handel program on Tuesday (…) The evening was mostly devoted to arias and duets from ‘Rinaldo’, ‘Tolomeo’, ‘Giulio Cesare’ and ‘Rodelinda' in which Mr. Taylor split the spotlight with the soprano Deborah York. They were well matched. In the ebullient ‘Scherzano sul tuo volto’ from ‘Rinaldo’ Ms. York’s bright, tightly focused timbre perfectly complemented Mr. Taylor’s velvety tone, and when Ms. York darkened her sound in the mournful duet ‘Io t’abbraccio’ from ‘Rodelinda’ the blend was just about perfect. On her own, Ms. York was at her best in ‘Bel piacere’ and ‘Lascia ch’io pianga’, both also from ‘Rinaldo’. In ‘Bel piacere’, Handel demands an athletic series of barely prepared leaps, which Ms. York handled so grace-
fully that she made her ornamentation of the top notes sound natural and comfortable if not necessarily easy. In ‘Lascia ch’io pianga’, one of several tragic arias that gave the program its emotional richness, she sang with a wrenching dynamic suppleness."

Bachtrack, 17. November 2011
“Everything about Tuesday evening’s concert by The Theatre of Early Music at Carnegie Hall was intimate (...) Deborah York (soprano) gave fresh interpretations to these old favorites. Deborah York’s most stunning aria, perhaps, was Cleopatra’s 'Tu la mia stella sei' from Giulio Cesare. Her da capo ornaments, more so than in her other arias, were subtly chosen and highlighted her vocal agility. The gorgeous and expansive 'Se pietá', another aria for Cleopatra in Giulio Cesare received thunderous applause from the audience."

Rheinischer Merkur, 16. September 2010
„Nach Claudio Monteverdis 'Marienvesper' stand eine Rarität auf dem Programm: Marianische Vespermusik des frühbarocken Meisters Alessandro Grandi (...) Gegliedert durch Antifone und Orgelsoli wechselten sich Solistenquartette, Chöre und Sologesänge munter ab (...) Unter den Solosängern harmonierten Deborah York (Sopran) und Peter Harvey (Bass)."

Stuttgarter Zeitung, 14. September 2010
„Die Gächinger [Kantorei] und das Bach-Collegium [Stuttgart] waren sehr schön aufeinander eingestimmt, kommunizierten also auch sehr intensiv mit den Soli. Bei selbigen glänzten die Sopranistin Deborah York ..." [in Alessandro Grandis Marienvesper]

Esslinger Zeitung, 14. September 2010
„Chorische Klangmacht wird immer wieder mit sehr verinnerlichten Sologesängen, Duetten und Quartetten kontrastiert. Im Solistenquartett harmonierten vor allem Deborah York (Sopran) und Peter Harvey (Bass)."

Concerto Dezember 2009 / Januar 2010
„Virtuosität ist ein Schlüsselwort für die weihnachtliche Produktion des Elbipolis-Barockorches-
ters, das sich dazu mir der englischen Sopranistin Deborah York zusammengetan hat. Im Zen-
trum der CD ["Per il Santissimo Natale"] stehen drei vom italienischen Opernstil inspirierte Vokal-
werke deutscher Komponisten (...) Auch sonst ist die Aufnahme nicht nur musikalisch, sondern diskographisch bemerkenswert."

Musica Dei donum - CD reviews, 24. Dezember 2009
„Deborah York gives a magnificent performance which really leaves nothing to be desired and seems hard to surpass. There is no sign of any technical problem here, and she sings with great feeling and expression. It is the best performance of this piece. (...) Deborah York fully explores the way Hoffmann has depicted the text in his music. (...) The arias are alternated by highly ex-
pressive and dramatic recitatives which Deborah York sings with great understanding and in truly declamatory fashion. In the arias she isn't less impressive ..."

Radio Bremen, CD-Tipp, 17. Dezember 2009
„Ein Magnifikat, das hier von der Sopranistin Deborah York so schlicht wie ausdrucksvoll inter-
pretiert wird. Deborah York ist Expertin für Alte Musik und hat mit den meisten bedeutenden Ba-
rockensembles bereits zusammengearbeitet. Ihre schlanke Stimme verleiht den alten Weisen eine besondere Anmut und Frische."

Concerti, Dezember 2009
„Melchior Hoffmanns Magnificat, Christian August Jacobis Kantate 'Der Himmel steht uns wieder offen' und Händels kürzlich wiederentdecktes, vermutlich 1707 in Italien entstandenes Gloria bilden das abwechslungsreiche Programm dieser CD. Die vorzügliche englische Sopranistin Deborah York und das Hamburger Barockorchester Elbipolis erzählen diese deutsch-italie-
nische Weihnachtsgeschichte mit viel Schwung, doch auch mit jener Anmut, die Barockmusik zum wahren Vergnügen macht."

Audiophil, Dezember 2009
„Die neueste Alte Musik-Einspielung mit Ewigkeitswert ist 'Per Il Santissimo Natale' (...) Sopra-
nistin Deborah York und das Hamburger Barock-Ensemble Elbipolis zeigen hier, wie elegant und spritzig weihnachtliche Musik von Händel, Manfredini und anderen Komponisten des frühen 18. Jahrhunderts klingen kann."

Kreuzer - Das Leipzig Magazin, Dezember 2009
„Letztere, ein Edelstein mitteldeutscher Barockmusik  [Christian August Jacobis Weihnachtskan-
tate 'Der Himmel steht uns wieder offen' ], ist dank Peter Schreier hierzulande schon etwas be-
kannter, wird aber nun in der Originalversion für Sopran mit der unvergleichlich klar singenden Deborah York geboten."

Ouverture, 6. Dezember 2009
„... auch die Sopranistin Deborah York hat hörbar Vergnügen an dem Repertoire [CD "Per il San-
tissimo Natale"], das - für die Sängerin wie für die Instrmentalisten - so einige Herausforderun-
gen bereit hält (...) Insbesondere York überzeugt durch einen schlanken, knabenhaften Ton. In den Chorälen ist ihre Stimme gerade heraus zu hören, vollkommen frei von Vibrato, schmucklos schlicht; sie ist jedoch durchaus in der Lage, ihr Timbre einzufärben, wenn dies zum Stück passt. Und ihre Koloraturen perlen wie die winzigen Gasbläschen im Champagner, in perfekten Linien und in teilweise atemberaubendem Tempo. (...) diese Aufnahme ist zu empfehlen."

Aachener Nachrichten, 5. Dezember 2009
„Nicht nur frisch eingespielt, auch ausgesprochen ausgeschlafen musiziert ist die Sammlung barocker Adventsmusik 'Per il santissimo natale'. Das Hamburger Barockorchester Elbipolis und die angenehm ausgewogen timbrierte Sopranistin Deborah York haben dazu etwa ein jüngst entdecktes Gloria von Händel aufgenommen ..."

Wochen Kurier, 2. Dezember 2009
„Dies ist Barocke Weihnacht in all ihren Facetten (...) Auf vielfältige Weise wird die Weihnachts-
geschichte auf dieser CD von der englischen Sopranistin und Barockspezialistin Deborah York und dem Hamburger Barockorchester Elbipolis nacherzählt."

Glaube und Heimat, 29. November 2009
„Selbst intime Kenner des barocken Weihnachtsrepertoires werden auf dieser CD Neuland entdecken. (...) Deborah York singt in bester belcanto-Manier ohne jede opernhafte Allüre."

Kölner Stadt-Anzeiger, 26. November 2009
„In die Zeit des frühen Bach vor stößt die CD des Hamburger Barockorchesters Elbipolis mit ita-
lienischen Weihnachtskonzerten (...) und festaffinen Solokantaten wenig bekannter Zeitgenossen Bachs (...) Mit dabei aber auch ein erst 2000 entdecktes 'Gloria' des jungen (römischen) Händel. 'Solo' meint hier 'Sopransolo', und versehen wird es von der britischen Alte Musik-Expertin Debo-
rah York, die es an engelgleich intonierten Arien und Chorälen nicht fehlen lässt."

Br-online, 22. November 2009
„Eine besonders stimmige und stimmungsvolle Auswahl daraus haben das Elbipolis Barock-
orchester und die Sopranistin Deborah York auf ihrer neuen CD 'Per il Santissimo Natale' getroffen. (...) Wir hören nicht nur eine Reihe hübscher Weihnachtsmelodien, sondern folgen einer dramaturgisch durchdachten Interpretation, die uns die vielen Facetten der Weihnachts-
geschichte musikalisch nacherzählt. Deborah Yorks lyrischer Sopran mit seiner schlanken Klarheit fügt dem ganzen die passende Vokalfarbe hinzu."

Klassik com, 20. November 2009
„Nun also hat die in Sheffield gebürtige und in Berlin lebende Deborah York mit dem Hamburger Barockorchester Elbipolis ihre Weihnachts-Solo-CD vorgelegt [beim Label Berlin Classics], und die Erwartungen an die ausgewiesene Barockspezialistin sind naturgemäß hoch. (...) Zweifellos ist Deborah Yorks technische Brillanz zu bewundern, deren Meisterschaft in den überaus virtuo-
sen Partien zur Geltung kommen kann. Und es sind gerade die sängerisch heiklen Passagen, die Koloraturen und Verzierungen, die York mit Stimmcharakter, ja -charisma meistert. Dies sind große Momente in lupenreiner Diktion, mit einer raumfüllenden, kraftvollen Stimme (...) Yorks Stimme besitzt Individualität und hohen Wiedererkennungswert durch eine klare Strahlkraft ..."

Donnerstag, 24. Mai 2012, 20 Uhr
St. Emmeram

Franz Schubert: Messe As-dur Nr. 5 D 678

Freitag, 25. Mai 2012, 20 Uhr
St. Emmeram

Franz Schubert: Messe As-dur Nr. 5 D 678

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 16 Uhr
Münsterschwarzach

Franz Schubert: Messe As-dur Nr. 5 D 678