The Hilliard Ensemble
Foto: Friedrun Reinhold
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

The Hilliard Ensemble

David James, Countertenor
Steven Harrold, Tenor
Rogers Covey-Crump, Tenor
Gordon Jones, Bariton

Das Hilliard Ensemble hat sich in den mehr als 30 Jahren seines Bestehens einen unverwech-
selbaren Ruf erworben und gilt heute als eines der weltbesten Vokalensembles. Die Formation hat sich auf die Musik vor 1600 spezialisiert, das Repertoire reicht jedoch bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Arvo Pärt, Gavin Bryars, Heinz Holliger, Brian Elias, John Casken, Stephen Montague, Michael Finnissy, James McMillan, Elena Firsova, Ivan Moody, Piers Hellawell, Barry Guy, James Clarke, Veljo Tomis und Erkki-Sven Tüür, die zum Teil eigens Stücke für das Hilliard Ensemble geschrieben haben.

Das Hilliard Ensemble war Gast aller bedeutenden britischen Festivals, beispielsweise in Bath, Cheltenham, Aldeburgh, Norwich oder auch bei den Londoner Proms sowie beim City of London Festival, und ist heute auf allen wichtigen Podien der Welt zu Gast.

Regelmäßig musiziert das Hilliard Ensemble auch in Deutschland. Konzerte in allen großen Musikzentren wie Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart oder München fanden stets ein be-
geistertes Publikum und ein großartiges Presse-Echo. Darüber hinaus nahm das Hilliard En-
semble an den Berliner Festwochen, den Ludwigsburger Schloßfestspielen, am Schleswig-Holstein Musik-Festival, den Tagen Alter Musik in Bonn, der Internationalen Bach-Akademie Stuttgart, den Brühler Schloßkonzerten, dem Musikfest Bremen, der Bach-Woche Ansbach, dem MDR-Musiksommer, dem Bach-Fest Leipzig, den Bregenzer Festspielen, den Salzburger Fest-
spielen, den Internationalen Musik-Festwochen Luzern, dem Festival van Vlaanderen, am Hol-
land-Festival, dem Festival sakraler Musik im schweizerischen Fribourg und den Festspielen in Aix-en-Provence sowie Granada teil.

Mehrmals im Jahr hält sich das Hilliard Ensemble für Konzerte in Kanada, den USA und in Japan auf. Ferner bereiste die Gruppe, neben allen westeuropäischen Ländern, Ungarn, Polen und Tschechien. Zusätzlich unternahm das Ensemble ausgedehnte Tourneen im Rahmen der Early und Contemporary Music Networks im heimatlichen England.

Das Hilliard Ensemble beschäftigt sich immer wieder mit der Musik von Arvo Pärt. Aufführungen der Johannes-Passion sowie anderer Werke, darunter das "Stabat Mater", haben in ganz Europa und in den USA stattgefunden. Im Juni 1989 wurde das "Miserere" in Rouen, Frankreich uraufge-
führt und seitdem auch in Utrecht, Glasgow, London, Bremen und Bonn vorgestellt.

Rundfunk-, Fernseh- (BBC, WDR, NDR, ZDF, ARTE) und Schallplattenaufnahmen (EMI, ECM), die meistenteils mit internationalen Preisen - darunter Deutscher Schallplattenpreis, Grammophone, Record of the Year, Edison Prize - ausgezeichnet wurden, runden das weite Feld der Arbeit des Hilliard Ensembles ab. Eine eigene Schallplattenedition unter dem Titel Hilliard LIVE, die den CDs umfangreiche Informationen zu Komponisten und Werken an die Seite stellt, findet weltweit große Beachtung.

Der Soundtrack des kanadischen Films "Lilies", der 1997 in die Kinos kam, wurde vom Hilliard Ensemble produziert. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit mit dem Saxophonisten Jan Garbarek, mit dem das Ensemble weltweiten Erfolg im Zusammenhang der "Officium"-CD hatte, durch das "Mnemosyne"-Projekt ausgebaut.

Neben regelmäßigen Konzertreisen durch Europa, Asien und die USA arbeitet das Ensemble verstärkt mit Orchestern zusammen, darunter auch große Klangkörper, wie das Gewandhaus-Orchester Leipzig, das Philadelphia Orchestra oder das New York Philharmonic.

Im September 2003 fand die Uraufführung von Stephen Hartkes Symphonie Nr. 3 auf alte angel-
sächsiche Texte mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Leitung von Lorin Maazel statt, die von Publikum und Presse mit Begeisterung aufgenommen wurde. Schon im November 2003 folgte die Uraufführung von Alexander Raskatovs "Obikhod" mit dem Stuttgarter Kammerorches-
ter unter Dennis Russell Davies in Stuttgart, der mehrere Aufführungen in Deutschland folgten. Im Mai 2006 wurde ein weiteres Werk für vier Stimmen und Orchester von Katia Tchemberdji, das vom Münchener Kammerorchester und vom Hilliard Ensemble gemeinsam in Auftrag gegeben wurde, in München aus der Taufe gehoben.

Auch hier folgten Aufführungen in zahlreichen deutschen Städten, wie dies erneut im Dezember 2007 der Fall war, als sich an die Uraufführung von Erkki-Sven Tüürs neuem Stück „Questions“ für vier Stimmen und Orchester in der Alten Oper Frankfurt eine Reihe weiterer Konzerte, u.a. in München, Eindhoven und Amsterdam anschloß. Alexander Raskatov schließlich vervollständigte Alfred Schnittkes Symphonie Nr. 9, deren Uraufführung mit der Dresdner Philharmonie unter Lei-
tung von Dennis Russell Davies in der Dresdner Frauenkirche im Juni 2007 stattfand und die im Januar 2008 für ECM aufgenommen wurde.

Besondere Beachtung fand die Uraufführung einer Auftragsarbeit des Beethoven-Festes Bonn des britischen Komponisten James Clarke für das Hilliard Ensemble und das Arditti Quartet, die im September 2007 im Beethoven-Haus Bonn und anschließend in Antwerpen und Hamburg vorgestellt wurde.

Neben seiner Zusammenarbeit mit Jan Garbarek und Christoph Poppen („Morimur“) erregte das Hilliard Ensemble Aufsehen mit der Uraufführung von Heiner Goebbels Szenischem Konzert in drei Bildern „I went to the house but did not enter“, das beim Edinburgh Festival 2008 herauskam und seither weltweit aufgeführt wird. Die deutsche Erstaufführung fand mit enthusiastischem Publikums- und Presseecho im September 2008 in Frankfurt statt.

Im September 2009 fand die erfolgreiche Uraufführung von Steffen Schleiermachers „Die Be-
schwörung der trunkenen Oase“ mit dem WDR-Sinfonieorchester unter Leitung von Ariel Zuckermann im Klaus von Bismarck-Saal des WDR in Köln statt. Im November führte das Hilliard Ensemble mit großem Erfolg die Auftragskomposition „-ET LUX-“ von Wolfgang Rihm mit dem Arditti String Quartet in der Kölner Philharmonie urauf. Bei dem Werk handelte es sich um einen Auftrag der KölnMusik, des Festival d’Automne Paris und der Carnegie Hall New York. Aufführun-
gen in Paris und New York folgten. Im Januar 2010 fand die Uraufführung von Heinz Holligers “Machaut-Transkriptionen“ für drei Violen und vier Stimmen unter der Leitung des Komponisten im WDR-Sendesaal statt.

Im August 2010 war das Hilliard Ensemble erfolgreich bei drei Konzerten im Rahmen der Salzburger Festspiele zu hören.

Thuner Tagblatt, 17. August 2010
„'In Paradisum' - der Titel des Eröffnungskonzerts der 23. Bachwochen Thun-Amsoldingen versprach nicht zu viel. Der Auftritt des Hilliard Ensembles am Sonntag in der Thuner Stadtkirche glich wahrhaftig einem Ausflug ins Paradies. Nur dass es sich bei den singenden Engeln (...) um vier ältere Herren aus England handelte. Während 80 Minuten hüllten sie das Publikum in der annähernd ausverkauften Stadtkirche in ihren wohlig warmen, klaren und ungekünstelten A-cappella-Gesang. (...) Im Kontrast zu diesen einstimmigen gregorianischen Gesängen standen polyphone Sätze der beiden Renaissancekomponisten Palestrina und Victoria, welche das Hilliard Ensemble mit perfekter Intonation interpretierte. Die ruhigen und tragenden Stimmen der vier füllten den Raum bis in die hintersten Winkel, ohne jegliche Anstrengung von Seiten der Sänger, wie es schien. Sie erweckten den Eindruck, als wäre singen kinderleicht. Und so unschuldig wie der eines Kindes war er auch, ihr Gesang, hell, vibratolos und sanft, nie laut, aber stets fesselnd. Am eindrucksvollsten waren die Pianissimi, bei denen man kaum zu atmen wagte, woran sich die Qualität des Ensembles nicht zuletzt erkennen liess. Die Klasse des Hilliard Ensemble zeigte sich auch daran, dass die vier Sänger enorm präzis aufeinander abgestimmt waren und sich ihre Stimmen hervorragend mischten, ja dass sie gar zu einem einzigen, lebendigen Instrument verschmolzen. (...) Auf den lang anhaltenden und begeisterten Applaus antwortete das Vokalquartett mit einer unglaublich einfühlsamen Interpretation der Motette 'Most Holy Mother of God' ..."

Fränkische Landeszeitung, 2. August 2010
„Und die Klosterkirche zu Auhausen platzte angesichts des Fan-Ansturms auf das britische Kult-Quartett fast aus allen Nähten. David James (Countertenor), Steven Harrold und Rogers Covey-Crump (Tenöre) sowie der Bariton Gordon Jones haben bei Alte Musik-Liebhabern wie bei Musica Nova-Freunden einen Ruf wie Donnerhall. Sagt man 'Hilliard Ensemble', meint man vokale Überpräzision, gepaart mit musikalischem Fingerspitzengefühl, Witz und Fantasie (...) 
Gestalterisch macht dem 'Hilliard Ensemble' freilich niemand etwas vor. Der thematische Bogenschlag mit verschiedenen 'Inkarnationen' des Hoheliedes von Rodrigos bis des Ceballos (16. Jahrhundert) bis in die Gegenwart eines Ivan Moody (Jahrgang 1964) gelingt dem Herren-
vierer erstaunlich bruchlos und sehr selbstverständlich. Der virtuelle Klebstoff ist die vokale Macht, die hier immer noch entfesselt werden kann: Das 'Hilliard Ensemble' klingt bei Bedarf so tragend und sonor, wie ein gut besetzter Kammerchor, kann sich aber genau so gut zu einem gazeschleierfeinen Pianissimo zurücknehmen, wenn der Inhalt des Gesungenen dies gebietet (...) Textausdeutung und Transparenz des Stimmgeflechts wirken modellhaft und studiogleich fehlerfrei."

Saarbrücker Zeitung, 28. Juni 2010
„In Europa erstmals zu hören war vom Amerikaner Stephen Hartke die 3. Sinfonie für Counter-
tenor, zwei Tenöre, Bariton und Orchester - 2003 komponiert in Erinnerung an den 11. Septem-
ber. Textgrundlage ist ein angelsächsisches Gedicht ('The Ruin') aus dem 8./9. Jahrhundert n. Chr., das Hartke adaptiert hat. Das Hilliard Ensemble gab dem Vokalsatz feinsinnige Struktur, klanglich überzeugenden Gehalt [mit der Deutschen Radio Philharmonie / Christoph Poppen]."

Deister- und Weserzeitung, 12. April 2010
„Keine Frage, dass das eigens zum Konzertauftakt der neuen 'Jahreszeiten'-Reihe ins Stift Fischbeck angereiste weltberühmte britische Hilliard Ensemble besondere Wertschätzung und Obhut genießt. (...) ein reizvolles und überaus anspruchsvolles Konzert im Spannungsfeld zeit-
genössischer Bearbeitungen mittelalterlicher Sakralgesänge und modernen, mitunter eigens für das Ensemble geschriebenen Kompositionen. Voll vertrautem Wohlklang etwa das dialogisch aufgebaute, aus dem 15. Jahrhundert datierende 'Ah! Gentle Jesus!' des britischen Komponisten Sheryngham (...) Vielleicht der Höhepunkt des Abends das 'Most Holy Mother of God' des 1936 geborenen Arvo Pärts. Ein erst im letzten November uraufgeführtes Stück von größter Zartheit, in dem die 'Hilliards' ihre ganzen Stärken ausspielten. (...) Am Ende lang anhaltender Applaus für einen fantastischen Konzertabend und einen Frühlingsanfang, wie er zumindest musikalisch besser nicht hätte sein können."

Westdeutsche Zeitung, 5. November 2009
„Bei einem 'Festival der Stimmen' darf das Hilliard Ensemble, eines der weltbesten Vokalensem-
bles, natürlich nicht fehlen. Nach 20 Jahren gastierte es am Dienstagabend wieder einmal in der voll besetzten Immanuelskirche [in Wuppertal]. (...) Sehr anschaulich stellen sie den Wechsel vom Unisono-Gesang der Gregorianik zur klaren harmonisch-vertikalen oder polyphon struktu-
rierten Stimmenführung des italienischen und des spanischen Komponisten vor: 'Gleichge-
wicht' ist das Zauberwort von Komposition und Ausführung, so dass der Vortrag in hohem Maße zur Einkehr zwingt und Raum gibt für die ganz persönliche Meditation. Die Sänger phrasieren mitatmend, artikulieren präzise und sind in Intonation und Klarheit unbestechlich (...) das große Ganze bleibt ein unvergessenes musikalisches Erlebnis von perfekt sich mischenden und auf-
einander reagierenden Stimmen." 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. November 2009
„Schon äußerlich unterscheidet sich sein [Wolfgang Rihm] 'ET LUX'-Requiem von tradierten Be-
setzungen. Vier Chorsänger (das phänomenale Hilliard Ensemble) und vier Instrumentalisten (das glänzend disponierte Arditti String Quartet) - das ist schon alles. (...) Wie sich die Klang-
ebene des Vokalquartetts mit dem Quartettklang quasi amalgamiert, das ist schon bewunderns-
wert."

Kölner Stadt-Anzeiger, 17. November 2009
„Und dennoch zauberten sie (...) wieder perfekte Unisoni und Konsonanten absolut rein in den Raum [The Hilliard Ensemble in der Kölner Philharmonie]. Großer Beifall!"

Kölner Stadt-Anzeiger, 28. September 2009
„Die Abteikirche St. Nikolaus [Pulheim-Brauweiler] war der würdige Rahmen für ein besonderes Konzertereignis im Erftkreiszyklus. Das britische Hilliard Ensemble wurde vor 35 Jahren gegrün-
det und steht in dem Ruf, eines der weltbesten Vokalensembles zu sein. Und dies unterstrichen die vier Herren (...) nachdrücklich. Höchste Gesangskultur, traumwandlerisch sichere Abstim-
mung untereinander, angemessene Zurücknahme eigener Belange im Dienst des Ganzen kennzeichnen die Ausstrahlung des Quartetts. Unter dem Titel 'Echoes' präsentierten die vier Sänger eine spannungsreiche Mischung ältester und modernster Werke."

Kölnische Rundschau, 28. September 2009
„... gastierte mit dem zu den Weltbesten seiner Sparte zählenden Hilliard-Ensemble in der Abtei-
kirche Brauweiler. (...) Mit seinem Programm schlug das exzellente Quartett die Brücke über 800 Jahre Musikgeschichte zu zeitgenössischen Komponisten (...) Das um 1200 entstandene 'Vide-
runt omnes', ein weihnachtlicher Messgesang von Pérotin, offenbarte die perfekte Harmonie der lupenreinen Stimmen (...) Bei dem nach solch musikalischem Hochgenuß lange applaudieren-
den Publikum bedankte sich das Ensemble mit einer Kostprobe aus der Komposition 'Romeo and Juilet'."

Köln-Bonner Musikkalender, September 2009
„Natürlich ergeben sich auch vom Sujet seiner e-moll-Sinfonie mit dem Untertitel 'Lied der Nacht' und ihren vielfältigen erotischen Anspielungen Bezüge zu Gesualdos Madrigalen zum gleichen Thema, und so schmiegten sich die Vokalsätze, hervorragend interpretiert vom Hilliard Ensem-
ble aus England, einem der besten seiner Art weltweit, nahtlos an Mahlers üppig wuchernde , phantastische Klangwelt an ... [mit dem Beethoven Orchester Bonn unter Stefan Blunier]

Neue Württembergische Zeitung, 18. Juni 2009
„Geblieben ist der Bewunderung jedoch der souveräne Umgang der Vokalisten mit der Musik, deren nach wie vor brillante Umsetzung in Ton und Klang. Diese werden geformt von einer in ihrer Reinheit immer wieder verblüffenden Intonation; von einer die stimmliche Nuance nie mit beschwerender Aufdringlichkeit, sondern mit leicht flügelnder Selbstverständlichkeit schaffenden Phrasierung; von einem in jedem Augenblick mühelos erscheinenden Vortrag, als sei die kunst-
volle Art des Gesangs die natürlichste Verlautbarung der Menschheit; schließlich von einer stets beispielhaften Souveränität des stimmlichen Zusammenwirkens, das, in sich ruhend, sich sei-
ner selbst gewiss und bewusst, nicht einmal mehr des sich verständigenden Augenkontaktes bedarf. Was Wunder, dass auch zeitgenössische Komponisten um die Ehre wetteifern, für die-
ses Ausnahme-Ensemble, das in seinem Genre immer noch zu den besten der Welt zählt, Werke schaffen zu dürfen..."

Bonner Rundschau, 27. Mai 2009
„Zwischen den vier Sätzen der E-dur-Sinfonie [7. von Gustav Mahler] ließ er Madrigale (etwa 1600) von Gesualdo singen, und nicht von irgendwem, sondern vom Hilliard Ensemble. (...) 
[Stefan] Blunier wählt dafür abwechslungsreiche sprechende Tempi. Und lässt den exzellenten Hilliard Singers ihren Raum für sich. Riesenbeifall."

Mannheimer Morgen, 22. April 2009
„... was soll man schon tun und wohin mit der Begeisterung über ein Vokalensemble, das sich auf den Flügeln des Gesangs in schier unerreichbare Höhen begibt. Dorthin, wo vom irdischen Lärm nichts mehr zu spüren ist und wo das Ohr lernt, dass man selbst die Stille hören kann. Das Hilliard Ensemble wird seinem überragenden Ruf beim Konzert zum Heidelberger Frühling mehr als gerecht. (...) Sie fangen einfach an und sie hören ebenso auf. Als sie abtreten, scheint es, als wären sie gar nicht da gewesen. Nur dass, kaum wahrnehmbar, noch leise Töne durch den Äther schwingen. (...) Hohe Vokalkunst. Und ein Gesang, der uns als klanggewordener Geist begegnet. Alles Körperliche scheint sich in Transzendenz und Abstraktion zu verflüchtigen. Und wir klatschen begeistert, weil wir auf einmal nicht mehr wissen, wohin mit uns."

Rhein-Neckar Zeitung, 21. April 2009
„Vier Herren, vier Stimmen, ein Klang: Die hell strahlende Stimme des Countertenors David James setzt die funkelnde Spitze auf einen harmonischen Grund von zwei Tenören (Roger Covey-Crump und Steven Harrold) sowie das Fundament des Baritons Gordon Jones. (...) so bilden die 'Hilliards' mit den Kadenzen doch immer jenen sagenhaft verschmolzenen Sound, dessen Einzigartigkeit bis heute unerreicht ist. Da gingen Herz und Seele auf Wolken spazieren. (...) Allein der Vortrag des Hilliard Ensembles adelte jede noch so fremde Note, jede Harmonie, jede kontrapunktische Fortschreitung. Musik, die zum Teil älter war als die ehrwürdigen Ge-
mäuer, in denen sie nun erklang, und deren Fremdheit und Neuartigkeit Seltenheitswert hatte [Stephen Hartkes 'Cathedral in the thrashing rain'], präsentierte sich als ein Zustand höchst flüchtigen Glücks - ein Ereignis."

Lippische Landeszeitung, 9. Februar 2009
„In diesem Konzert kehrten die Solisten zu ihren Wurzeln zurück.  (...) Demut und Respekt gegenüber dem Epochen übergreifenden Genie der beiden Komponisten zeichnet die vier Künstler aus, deren perfekt abschattierte Stimmen von Anfang an vollkommen mühelos den riesigen Raum füllten. In ein kunstvoll kontrapunktisch angelegtes Satzgefüge werden kompli-
zierte rhythmische Strukturen eingebettet. Verwickelte Kanon-Techniken akzentuieren die strenge Vokal-Polyphonie, in der gelegentlich auf gregorianische Vorlagen zurückgegriffen wird. Das Ensemble überzeugt gleichermaßen mit der Anstimmung aus tiefstem Grund wie mit schwe-
benden Obertönen, vor allem aber mit dem immer wieder neu entstehenden, facettenreichen Geflecht der Stimmlagen."

Süddeutsche Zeitung, 9. Dezember 2008
„Die Sangeskunst der Vier offenbart sich vor allem bei der Intonation. Sorgfältig haben die Sänger die Akustik des Raums studiert (...) Countertenor David James, die Tenöre Steven Harrold und Rogers Covey-Crump sowie der Bariton Gordon Jones scheinen den Kosmos der Töne mühelos zu erweitern, lassen die Musik fließen und schweben (...) Auch der Text ist stets klar zu verstehen.“

Frankfurter Rundschau, 15. August 2008
„ (...) aber dem meditativen Sog der Musik und dem Wohlklang der vier Hilliard-Stimmen verfällt man sofort. (...) mit dem die Hilliards einmal mehr auch ihre Fähigkeiten als Musikarchäologen unter Beweis stellen. Mit spielerischer Leichtigkeit vermischen die Engländer liturgische Gesänge aus Armenien und Griechenland mit spätmittelalterlichen aus Italien und England. (...) Ihre so eigene Qualität (...) erhält die Musik, wenn die eigenwilligen Stimmen der beiden mit den biegsamen Mittelstimmen (...) zu eindringlichem Vielklang verschmelzen.“

Wiesbadener Kurier, 15. August 2008
„ (...) das Hilliard Ensemble (...) präsentierte einmal mehr einen tiefen Einblick in bislang unbekanntes musikalisches Territorium. (...) sang hier ein Konzert von graziler Schlichtheit, das mit Arvo Parts „Most Holy Mother of God“ und den von Solomon Sogomonjan arrangierten Sharakans besondere kontemplative Momente schuf.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Juni 2008
„Nicht minder fesselt dieses hier fünf Sänger umfassende britische Ensemble mit seinem schlackenlosen, doch nie geglätteten Zusammenklang individueller Stimmen. Deren Eigen-
charakter setzen die Hilliards ein, um im wechselnden Vor- und Zurücktreten der Timbres die musikalische Architektur zu beleuchten. Obwohl sie das Vibrato nur in besonders expressiven Momenten einsetzen, tönt das A-cappella-Quintett so rund, so durchatmet und plastisch wie ein veritabler Klang-Körper.“

Thüringische Landeszeitung, 17. März 2008
„... mit dem Hilliard Ensemble in der voll besetzten Arnstädter Bachkirche (...) Viele Hörer im Publikum blenden sich mit geschlossenen Augen aus, versenken sich in die phänomenale Tonführung der schlanken, schnörkellosen Stimmen, in die hohe Kunst gemeinsamer Phra-
sierung und Artikulation. (...) Pärts Anforderungen an die Ausführenden, so schlicht er sein Material aus dem Nukleus des Dreiklanges entfaltet, sind immens: Über weite Strecken auf einem Ton zu deklamieren, verlangt äußerste Präsenz, verlangt Künstler wie das Hilliard En-
semble. Das kann wirklich alles. Großer, dankbarer Applaus für einen eindrucksvollen Abend."

Main-Echo, 12. Dezember 2007
„Mit der Gesangstechnik des Hilliard Ensembles, das (...) drei Motetten von Guillaume de Machaut mit seinen unvergleichlich reinen Stimmen bot. (...) zeigte sich, dass das Ensemble die Nische der frühen Vokalmusik hervorragend besetzt hält.“

Schwäbische Zeitung, 10. Dezember 2007
„Die vier Herren des Hilliard Ensembles bringen Machauts Motetten freilich mit frap-pierender Selbstverständlichkeit und Reinheit, obwohl die extrem trockene Akustik des Konzerthauses nicht entgegenkommt.“

Süddeutsche Zeitung, 10. Dezember 2007
„ (...) Hilliard Ensemble, das Tüür Vertonungen bravourös meisterte ..."

Frankfurter Rundschau, 7. Dezember 2007
„ (...) , die hyperreinen Hilliard-Stimmen werden zu Allegorien von Kunst, Wissenschaft und Spiritualität.“

Offenbach-Post, 10. November 2007
„Frauenliebe und –leben, in unglaublicher Reinheit der Stimmen, die sich figurenreich um einen Cantus ranken. (...) Wahrlich ein Ideal – und von hoch motivierten Streichern bekräftigt, die sich wie das stimmlich elastisch Überzeugungsarbeit leistende Gesangsquartett einer erweiterten Tonalität befleißigen. Dissonante Grenzgänger, wenn es gilt, die Zerrissenheit der Welt abzubilden.“

Potsdamer Neuester Nachrichten, 26. November 2007
„So zeigten die vier Musiker an diesem Abend mit fast jedem Lied, warum das Hilliard Ensemble zu den Herausragendsten in Sachen Vokalensemble gehört. Weil hier der Gesang als klarste, unmittelbarste und ehrlichste Form der Musik zu erleben war. Vier Stimmen, die zu einer wurden.“

Märkische Allgemeine Zeitung, 26. November 2007
„Ob einstimmig wie im orthodoxen Gesang aus dem 11. Jahrhundert oder im traditionellen armenischen Gesang (...) über wechselnde Zweistimmigkeit bis zum verdichteten vierstimmigen Gesang, stets war höchste Tonkultur zu vernehmen. (...) Derartige thematische Beziehungen stellen nur die Hillards her, und der Beifall zum Ende geriet dann auch ganz angemessen zur stürmischen Ovation.“

Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Oktober 2007
„Unter den Vokalensembles, die im Zuge der Wiederentdeckung der Alten Musik hervorgetreten sind, kommt dem englischen Hilliard Ensemble eine Ausnahmestellung zu. Das gilt gleichermaßen für sein Repertoire wie für seine künstlerische Ausstrahlung. Durch sein Engagement für Arvo Pärt und die Vergabe zahlreicher Kompositionsaufträge hat das Ensemble Musikgeschichte geschrieben, durch seinen einzigartigen Darstellungsstil Interpretationsgeschichte. Obwohl das solistische Quartett den Kern um die Musik von der Gregorianik bis zu Bach weiterhin das Zentrum bildet, überrascht es immer wieder höchst überzeugend mit vielfältigsten vokal-instrumentalen Besetzungsformen – man denke an die improvisatorische Zusammenarbeit mit dem Jazzsaxophonisten Jan Garbarek. Die Interpretationskunst der Hilliards besteht darin, Musik zugleich mit äußerster Luzidität und höchster Inbrunst rein aus ihrem Klang erstehen zu lassen. Die Individualität der einzelnen Sänger verschwindet nicht, sondern summiert sich – als Ausdruck der Polyphonie – zu einem Gesamtklang, der jeder Stimme ihr Recht gibt.“

Kölner Stadt-Anzeiger, 11. September 2007
„Mit der englischen Vokalpolyphonie des 16. Jahrhundert von William Cornyshe und Giles Farnaby fand das Hilliard Ensemble schließlich zu seinem ureigensten Repertoire und zu einer Klarheit, Internationssicherheit und Präzision des Vortrags wie aus einem Atem, der seinesgleichen sucht.“

Sächsische Zeitung, 18. Juni 2007 – Konzert mit der Dresdner Philharmonie
"Von der Empore intoniert das Hilliard Ensemble orthodoxe Gesänge nach dem Heiligen Siluan, losgelöst und scheinbar unbeirrt vom Geschehen da unten. In bewährt samtener Harmonie und zugleich mit Nachdruck besang das Hilliard Ensemble die Ewigkeit."

Musik und Theater, Juni 2007
"Die neue Hilliard-Aufnahme ist jedenfalls ein starkes Plädoyer für solistische Besetzungen. Die Vorteile in der Virtuosität und Durchsichtigkeit der kontrapunktischen Linien sind riesig. Besonders schön gelingen die langsamen, Choralartigen Sätze, in denen Bachs kunstvolle harmonischen Wendungen von der Intonationssicherheit der Profi-a-capella-Sänger profitieren, ja die Hilliards gehen sogar so weit, gewisse Akkorde im Stil der Vokalpolyphonie der Renaissance bedeutungsschwanger anzuschärfen, was überaus reizvoll zu hören ist."

Augsburger Allgemeine, 23. Oktober 2006
"Wunderbar rein und klar klangen die Stimmen von David James (Countertenor), Roger Covey-Crump (Tenor), Steven Harrold (Tenor) und Gordon Jones (Bariton) in der sakral stimmenden Akustik des Gögginger Gründerzeitbaus.(...) Bemerkenswert und eindrucksvoll tönte die dreisätzige Komposition "The Village" (...), die mit bildhafter Lyrik und klangmalerischer Vielfalt in die tiefe Welt wechselhafter Gefühle führte.(...) Inonationssicher und souverän interpretierten die vier Sänger die vielschichtigen Melodien der Renaissance, zeigten sich ebenso gelassen gegenüber der vieltönigen Reibungen neuzeitlichen Kompositionen. Ein wundervolles Konzert!"

Neue Krone, 3. Juli 2006
"(...) die perfekte Technik des Parlandogesanges, der virtuosen Ornamentik, der fallweisen Vokalverfärbung und das auf Basis makelloser Intonation genüssliche Auskosten kirchentonaler Harmoniefügungen."

Österreichische Nachrichten, 3. Juli 2006
"Das fulminante, weltweit tätige Hilliard Ensemble (vier Männerstimmen), zeichnet sich aus durch ein Maximum an instrumentaler Sicherheit, Homogenität und Klangkultur. Staunenswert, was dabei leicht die beweglichen Stimmen bewältigen. Es handelt sich eben um Musiker mit viel Herz und Seele.(...) Die Sänger vermittelten unterschiedlichste klangliche Erlebnisse wie subtile Klangnetze, humorvolle Lautmalereien, ernste Gedanken und frohes Geplauder. Darüber hinaus gelangen Einblicke in die Charakteristika der seinerseitigen Tonkunst."

Kieler Nachrichten, 11. Mai 2006
"Die immer noch umwerfenden Stimmqualitäten der vier Vokaljongleure ..."

Hessische Allgemeine, 10. Mai 2006
"Die vier atmen, singen, artikulieren und phrasieren wie eine einzige klare Stimme, so als ob sich ein einziger Sänger in vier Stimmen aufspalten könnte.(...) So ruhig die Präsentation, so voller Emotion und Ausdruck der Gesang.(...) Die gradlinig geführten Stimmen und der komplexe Instrumentalsatz ergänzen sich zu einer atmosphärisch dichten Musik."

Rheinische Post, 28. März 2006
"Aber die vier Herren, die sich längst an die Weltspitze der besten Vokalensembles gesungen haben, verstehen sich nicht nur darauf, die eigenen Stimmen anzugleichen und perfekt ineinander gleiten zu lassen, sie verstehen sich auch darauf, selbst für weichen Nachhall oder sanglich ausklingende Endungen zu sorgen, wenn ihnen der Raum nicht entgegen kommt."

Leverkusener Anzeiger, 27. März 2006
"Die Stimmen klingen frisch, die Timbres fügen sich unverändert zu einem wohl gerundeten Ganzen und die Homogenität wie die Gleichstimmung in Text- und Musikauffassung scheint nicht mehr steigerungsfähig.(...) Die Fähigkeit, Lyrik oder Dramatik walten zu lassen, Strukturen mit entsprechender Dynamik zu modellieren, das Gefühl für Sprachmelodien und eine Intonationssicherheit aus einem anderen Universum ..."

Münchener Merkur, 7. März 2006
"So muss es sich wohl anhören, wenn Engel im Himmel singen. Das Hilliard Ensemble (...) brachte die zarte und helle Seite des sonst so finsteren Mittelalters zum Leuchten. David James, Steven Harrold und Gordon Jones gaben ein dreistimmiges Konzert, welches das Publikum im ausverkauften Schlossaal in selten erlebtes Entzücken versetzte. Mit lockerer und entspannter Ausstrahlung sang das A-capella-Ensemble geistliche Vokalwerke, Minnelieder und Madrigale. (...) Ein jedes Werk strahlte wie ein Juwel auf schwarzem Samt. Kein Einsatz kam zu früh oder zu spät, kein Sänger übertönte den anderen, das Klangbild war wie aus einem Guss."

Cellesche Zeitung, 6. März 2006
"... war die Intonation des Ensembles kaum zu übertreffen und mancher lang gezogene Ton verklang in unnachahmlicher Weise, manches kaum hörbare Piano faszinierte. Allein dies war es schon wert, dem Vortrag zuzuhören."

Süddeutsche Zeitung, 6. März 2006
"Dabei konnte sich der Zuhörer dem Wohlklang der Musik und den sehr schönen, klaren Stimmen von Countertenor David James, Tenor Steven Harrold und Bariton Gordon Jones hingeben. Er konnte sich aber auch Gedanken machen über die unerhörte vielfalt an kontrapunktischen Möglichkeiten innerhalb der drei Stimmen und in den zweistimmigen Abschnitten beobachten, wie die Musik in Verbindung von englischem Chorklang und niederländischer Imitationstechnik eine einfache, klare Würde erhielt."

Handelsblatt, 17. Februar 2006
"Erfolg mit Vokalmusik – das schien 1974, im Gründungjahr des Hilliard Ensemble, kaum möglich. Heute sind die vier Briten Stars der Szene. Dass sie das mit zeitgenössischer und früher sakraler Musik schaffen, lässt nicht nur Fachleute staunen."

Montag, 13. September 2010, 19 Uhr
Merseburg, Dom

Merseburger Orgeltage
Michael Schönheit, Orgel
Muriel Cantoreggi, Violine
"Morimur"

Freitag, 5. November 2010
Krieglach (A)
Samstag, 20. November 2010, 18 Uhr
Saarbrücken, Ludwigskirche

"In Paradisum"
Werke von Victoria und Palestrina

Montag, 13. Dezember 2010, 20 Uhr
Viersen, Kreuzkirche

"Puer natus est nobis"

Freitag, 13. Mai 2011
Saarbrücken, Ludwigskirche

Arditti String Quartet
Wolfgang Rihm: „-ET LUX-“
für Vokalquartett und Streichquartett 

Sonntag, 15. Mai 2011, 11 Uhr
Saarbrücken, Congresshalle

"MOUVEMENT. Festival für Neue Musik"
Deutsche Radio Philharmonie /
Christoph Poppen
Daniel Glaus: "Von den vier Enden der Welt"
Oratorium für vier Singstimmen, Sprecher
und Orchester (Uraufführung / Auftragswerk
der Deutschen Radio Philharmonie)

Freitag, 27. Mai 2011, 20 Uhr
Dresden, Frauenkirche

Dresdner Musikfestspiele
Deutsche Radio Philharmonie /
Christoph Poppen
Daniel Glaus: "Von den vier Enden der Welt"
Oratorium für vier Singstimmen, Sprecher
und Orchester (2010)

Samstag, 15. Dezember 2012, 19.30 Uhr
Stift Fischbeck

"Puer natus est nobis"