Odessa Philharmonic Orchestra (c) OPO
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

Odessa Philharmonic Orchestra /
Hobart Earle

Am 6. September war das Odessa Philharmonic Orchestra zu Gast beim Musikfest Berlin und stellte unter Leitung seines Chefdirigenten Hobart Earle hierzulande kaum bekannte Werke ukrainischer Komponisten vor: Musik aus Myroslav Skoryks Huzulen-Tryptichon, das auf der eingängigen karpato-ukrainischen Folklore des gleichnamigen Bergvolks basiert, und Alemdar Karamanovs in sich gekehrtes drittes Klavierkonzert mit Tamara Stefanovich am Flügel. Natürlich stand auch Musik von Mykola Lysenko auf dem Programm, gilt er doch als Begründer einer nationalen ukrainischen Musiktradition. Es folgte die zweite Symphonie von Jean Sibelius.

Das Odessa Philharmonic Orchestra wurde 1937 als Konzertorchester der Philharmonischen Gesellschaft Odessa gegründet und war häufig zu Gast in den Musikzentren der ehemaligen UdSSR wie Kiew, Moskau und St. Petersburg, eine Reisetätigkeit in westliche Länder war während der Sowjet-Zeit nicht erlaubt. Dennoch standen namhafte Dirigenten wie Nathan Rachlin, Yuri Temirkanov, Kurt Sanderling, Arvid Jansons und Mariss Jansons an der Spitze des Orchesters und bedeutende Solisten wie David und Igor Oistrach, Elisabeth Gilels und Evgeny Kissin haben regelmäßig mit ihm zusammengearbeitet. Mit der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991 stieg auch das internationale Ansehen des Orchesters. 1993 verlieh die ukrainische Regierung dem Odessa Philharmonic Orchestra offiziell den föderalen Status. Dieser wurde 2002 durch ein von Leonid Kutschma, damaligem Präsidenten der Ukraine, unterzeichnetes Dekret erneuert, das dem Orchester den Nationalstatus zuerkannte.

1992 wurde Hobart Earle musikalischer Leiter des Odessa Philharmonic Orchestra. Seitdem fanden unter seiner Leitung zahlreiche Konzertreisen in das westliche Ausland statt, Gastspiele führten u.a. in den Musikverein Wien, die Kölner Philharmonie, Beethovenhalle Bonn und Stutt-
garter Liederhalle, das Barbican Centre in London, Auditorio Nacional de Música Madrid, die Carnegie Hall und den Saal der Generalversammlung der UNO in New York, den Kennedy Center in Washington, D.C., die Orchestra Hall in Chicago und Davies Hall in San Francisco.
 

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