Michael Schopper
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Michael Schopper

Bass

Michael Schopper begann als Sängerknabe im Regensburger Domchor und studierte dann an der Münchener Musikhochschule Gesang und Kirchenmusik. Am Anfang seiner Karriere standen eine Reihe internationaler und nationaler Auszeichnungen: Er war als erster deutscher Sänger 1 . Preisträger beim 17. Internationalen Musikwettbewerb der ARD sowie 1. Preisträger beim Berliner Gesangswettbewerb, des weiteren war er Felix-Mottl-Preisträger und Bayerischer Staats-
preisträger.

Konzerte und Tourneen haben ihn seither in ganz Europa, Süd- und Nordamerika, Israel und Ja-
pan bekannt gemacht, Recitals und Opernproduktionen verbinden ihn mit vielen großen Festivals (u. a. Tokio, Perth, Boston, Salzburg, Innsbruck, Florenz, Utrecht, Regensburg, Brügge, Göttingen, Herne, Schleswig�Holstein) sowie mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten (z. B. Karl Rich-
ter, Bruno Maderna, Nikolaus Harnoncourt, Gustav Leonhardt, Philippe Herreweghe, Ton Koop-
man, Jordi Savall, Rene Jacobs, Gustav Kuhn, Milan Horvath, Reinhard Goebel mit Musica An-
tiqua Köln und Michael Schneider mit La Stagione Frankfurt). Als Opernsänger führten ihn Ver-
pflichtungen an die Opernhäuser von Hannover, Zürich, Paris, Antwerpen, Tel Aviv, Montpellier, Barcelona, Innsbruck, Caen und zum Holland-Festival in Utrecht, zum Flandern-Festival in Brüg-
ge sowie zu den Innsbrucker Festwochen.

Michael Schopper gilt heute als einer der bedeutendsten Interpreten auf dem Gebiet des Liedes und der Alten Musik. Er widmet sich gleichermaßen der Barockoper, dem Lied speziell begleitet auf dem Hammerflügel wie auch der symphonischen und der Opernliteratur der Romantik und der Moderne. Sein Repertoire umfaßt nahezu das gesamte Liedschaffen der Romantik und des europäischen Barock, eine große Anzahl von Opernpartien und das gesamte Oratorienrepertoire vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Seit 1994 ist er Professor an der Musikhochschule Frankfurt.

Zahlreiche Rundfunk und Fernsehproduktionen sowie Schallplattenaufnahmen belegen seine vielfältige Arbeit und seinen künstlerischen Rang. Auf CD sind u. a. Schumanns «Das Paradies und die Peri» mit Gustav Kuhn, «De Profundis Kantaten des deutschen Barock» und «Die Fami-
lie Bach vor Johann Sebastian», beide mit Musica Antiqua Köln, sowie Stradellas «San Giovanni Battista» und Telemanns „Damone“und «Pimpinone» (jeweils Titelpartie), beide mit La Stagione Frankfurt, sowie Serenaten und Kapitänsmusik von Telemann erschienen. Unter Rene Jacobs hat Michael Schopper für CD-Aufnahmen die Partien des Seneca in Monteverdis «Incoronazio-
ne di Poppea», des Nettuno in Monteverdis «Il Ritorno d'Ulisse in Patria» und des Besso in Ca-
vallis «Giasone» eingespielt, weiters Schuberts «Winterreise», mit Andreas Staier und «Schwa-
nengesang», mit Jos van Immerseel, Englische Lautenlieder mit „Seaven Teares“, Schuberts „Schöne Müllerin“ sowie Lieder von Beethoven und Orff mit Wolfgang Brunner und mit Masaaki Suzuki „Basso & Organo“- Virtuose Solokantaten des Barock.
 

Marburger Neue Zeitung, 24. März 2006
"Schopper gelang es eindrucksvoll, mittels feinster stimmlicher Nuancen, das seelische Befinden des unglücklich Verliebten wider zu spiegeln. Mit einem zunächst fröhlich gestimmten und lebenslustigen 'Das Wandern ist des Müllers Lust' lässt der Bariton den Gesellen aufbrechen.(...) Schoppers sonore Stimme markierte eindringlich und energisch den Zorn des armen Gesellen auf den Nebenbuhler."

Burghauser Anzeiger, 18. Februar 2003
"Michael Schopper begann mit Schubert-Liedern. Mitreißend und zutiefst bewegend gestaltete der Sänger die verschiedenen Akteure.im 'Erlkönig'. Schoppers Stimme zeigte hier erstaunliche Wandlungsfähigkeit (...) Eindrucksvolle Charakterstudien schilderte Schopper (...) In Liebesliedern konnte sich Schoppers kraftvoll dramatisches Klangvolumen entfalten."

Geislinger Zeitung, 20. Mai 2000
"Seine einfühlende Liedgestaltung zeugt von langjähriger Erfahrung und intensiver Auseinandersetzung mit den Liedern und ihrem Text. Zeile für Zeile ging er nuancenreich in Stimmfärbung, Dynamik und Agogik an. Diese Differenzierung wirkte nie dick aufgetragen oder verkünstelt, sondern wurde der meist schlichten, volksliednahen Anlage der Lieder gerecht. (...) Nach der Pause überrraschte der Sänger durch einen Zuwachs an Frsische und farblicher Vielfalt in der Stimmgebung."