Tobias Scharfenberger
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Tobias Scharfenberger

Bariton

Tobias Scharfenberger wurde in Gräfelfing bei München geboren und wuchs in Hamburg und Trier auf. Nach erstem privaten Gesangunterricht bei Vera Ilieva in Trier erhielt er seine weitere Ausbildung von 1986 bis 1994 an den Musikhochschulen von Hannover und Karlsruhe bei Prof. Gerhard Faulstich und Prof. Roland Hermann. Darüber hinaus absolvierte er Meisterkurse bei Aldo Baldin, Sir Thomas Allen, Peter Schreier, Brigitte Fassbaender sowie Kurse für Liedinter-
pretation beim Duo Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, beim englischen Liedbegleiter Roger Vignoles und bei Rudolf Piernay.

Noch während des Studiums debütierte Tobias Scharfenberger als Moralés in Bizets „Carmen“ an der Oper Frankfurt am Main. Es folgten weitere Gastverträge u.a. an der Staatsoper Stuttgart, dem Staatstheater Kassel und dem Theater Klagenfurt. Festengagements verbanden ihn für mehrere Jahre mit dem Theater Bielefeld und der Kölner Oper. In dieser Zeit eignete er sich wichtige Partien des lyrischen Baritonfachs an und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Christof Loy, Christoph Nel, Andreas Homoki, Günther Krämer und Helmut Lohner zusammen.

Als freischaffender Opern- und Konzertsänger ist Tobias Scharfenberger national und inter-
national tätig. Neben Gastengagements an wichtigen deutschen Bühnen (darunter Komische Oper Berlin, Aalto-Musiktheater) sang er vielfach in Italien (Teatro Verdi, Padova, Teatro Carlo Felice, Genova, Barga-Festival, Teatro delle Muse, Ancona) sowie in den Niederlanden, in Luxemburg, Spanien, Russland, Tschechien, Israel, der Schweiz und Australien. Er erhielt Einladungen zu bedeutenden Festivals, darunter die Schwetzinger Festspiele, die Bachwoche Ansbach, das Bachfest Leipzig und das Melbourne Festival.

Tobias Scharfenbergers umfangreiche Konzerttätigkeit führte zur Zusammenarbeit mit so nam-
haften Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Stefan Soltesz, Ivor Bolton, Christoph Poppen und Howard Arman. Im Bereich der historisch orientierten Aufführungspraxis sang er unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, Reinhard Goebel und Federico Maria Sardelli. Er gastierte bei renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Münchener Kammer-
orchester, dem Orchestra Sinfonica Nazionale delle RAI, der Dresdner Philharmonie, dem Balthasar-Neumann-Ensemble und Chor, dem Dresdner Kreuzchor, Windsbacher Knabenchor und dem WDR-Rundfunksinfonieorchester Köln.

Zu seinen wichtigsten Aufgaben der letzten Jahre zählen die Titelpartie in der nach 270 Jahren im Rahmen des Düsseldorfer Altstadtherbstes erstmals wiederaufgeführten Vivaldi-Oper „Motezu-
ma“, Teiresias in Agostino Steffanis „Niobe“ bei den Schwetzinger Festspielen sowie Monte-
verdis „L‘Orfeo“ am Pfalztheater Kaiserslautern und Aeneas in Purcells „Dido and Aeneas“ am Theater Gera.

In der Spielzeit 2011/12 arbeitet Tobias Scharfenberger eng mit den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach zusammen. Hier ist er als Conte Almaviva in der Neu-
inszenierung von Mozarts „Le nozze di Figaro“, Dr. Falke in der „Fledermaus“, Henrik in Carl Nielsens „Maskararde“ aber auch als Erich A. Collin in der Wiederaufnahme in der von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Produktion von Wittenbrinks „Comedian Harmonists“ zu erleben.

Tobias Scharfenberger ist Preisträger des Mozartfest-Wettbewerbes Würzburg, der Richard-Strauss-Gesellschaft München sowie des Bundeswettbewerbes “Gesang” des VdMK. Ferner war er Stipendiat des “Steans Institute for Young Artists” beim Ravinia Festival, Chicago.
 

Rheinische Post, 23. Oktober 2010
"Fünf Opernsänger und ein Kapellmeister begeistern nicht nur mit großer Musikalität und flotten Gassenhauern, sondern auch mit leisen Tönen und Darstellung (...) Und als Comedian Harmo-
nists werden sie die Welt erobern. Bei der Premiere in Krefeld eroberten sie das Krefelder Publi-
kum im Sturm: Frank Valentin als Ari Leschnikoff, Markus Heinrich als Roman Cycowski, Tobias Scharfenberger als Erich Abraham Collin, Christoph Erpenbeck als Harry Frommermann, Hayk Dèinyan als Robert Biberti und Philip van Buren als Pianist Erwin Bootz spielen die Geschichte des Sextetts mit großem Charme. Und sie singen die Ohrwürmer mit den witzigen Texten, zwischen deren Zeilen so herrlich wortgewitzte Gesellschaftskritik aufblitzt, ganz wunderbar."

Westdeutsche Zeitung, 23. Oktober 2010
"Immer wieder flirten die Darsteller mit dem Publikum, witzige choreografische Einfälle lockern die Songs auf. Was die fünf Opernsänger, die von ihrem Pianisten kongenial begleitet werden, gesanglich bieten, ist vom Feinsten. Ohne die Vorbilder zu kopieren, entwickeln sie einen eige-
nen Sound, der den speziellen Charakter der Songs zur vollen Entfaltung bringt. Ob es der ulkige 'Onkel Bumba aus Kalumba' oder das melancholische 'Irgendwo auf der Welt' ist, in der Inter-
pretation dieses Ensembles wird jedes Lied zum Ohrenschmaus. So kann das Premieren-
publikum gar nicht genug davon bekommen und erst nach fünf Zugaben ist der Abend mit Kultcharakter beendet ['Comedian Harmonists' in Krefeld]."

www.musical-total.com, 23. Oktober 2010
"Das größte Lob gebührt aber den fünf Interpreten Frank Valentin, Markus Heinrich, Tobias Scharfenberger, Christoph Erpenbeck und Hayk Dèinyan sowie dem Pianisten (...) Philip van Buren. Hier kann sich das Theater glücklich schätzen, eine stimmlich so homogene Gruppe zur Verfügung zu haben, bei denen nicht nur alle Töne wunderbar sitzen, sondern bei denen echtes Comedian Harmonists Feeling auftritt (...) Neben den gesanglichen Qualitäten gelingt es den sechs Darstellern zudem, immer wieder schauspielerisch zu glänzen und an der richtigen Stelle einen kleinen Lacher zu platzieren. Mit 'Die Comedian Harmonists' zeigt das Stadttheater Krefeld, dass man auch mit einer kleinen, aber exzellenten Besetzung und einer guten Regieleistung einen sehr unterhaltsamen Theaterabend gestalten kann."

Operapoint, 18. Oktober 2010
"Dem Geraer Theater gelingt mit dieser Opernbearbeitung ein Schritt in eine neue künstlerische Sphäre. Die Mezzosopranistin Rachael Lloyd (Dido) und der Bariton Tobias Scharfenberger (Aeneas) interpretierten ihre Rollen souverän."

Thüringische Landeszeitung, 18. Oktober 2010
"Richtig, es ist das Geraer Stadttheater, wo man soeben eine hochambitionierte, äußerst ris-
kante Produktion von Henry Purcells 'Dido and Aeneas' genießt. Im Graben steht als GMD erstmals ein Orpheus Britannicus namens Howard Arman: souveräner, brillanter hätte sein Debüt nicht gelingen können (...) zumal der Brite am Pult einem Ensemble vorsteht, das sich für den neuen Chef wahrhaft zereisst (...) der Aeneas Tobias Scharfenbergers verrät nicht einen Hauch sonst üblicher Schnödigkeit."

Ostthüringer Zeitung, 18. Oktober 2010
"Deshalb ist dieser Abend vor allem auch Triumph der Musik (...) mit einem Solistenensemble, das internationalen Standards auf diesem Gebiet rundum genügt."

Rhein-Zeitung, 13. September 2010
"Auch die Lieder von Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Gustav Mahler, die Baritonist Tobias Scharfenberger, begleitet am Klavier von Silke Avenhaus, exzellent sang, atmeten Melancholie."

Trierischer Volksfreund, 7. September 2010
"Tobias Scharfenberger in der Titelrolle hat ungeheure Textmengen zu bewältigen, es wird diskutiert und gerichtet, dia- und monologisiert - und man ahnt in dem einen oder anderen Moment, warum die 'Faust-Szenen' [von Schumann] sich so schwer getan haben, einen an-
gemessenen Platz unter den Oratorien zu erobern. Aber Scharfenberger meistert die monu-
mentale Partie souverän, mit guter Krafteinteilung und einem exzellenten Gefühl für Takt und Timing. Brillant der Schluss seiner Todesszene, wenn er den 'Augenblick' erst end- und scheinbar mühelos dehnt und dann so elegant-beherrscht zu Ende bringt, dass man den Wunsch 'Verweile doch, du bist so schön' ganz persönlich nachvollziehen kann."

Die Rheinpfalz Ludwigshafen, 14. Januar 2010
"Auf der Bühne agierten authentische Sänger-Darsteller. Erstklassige schauspielerische Leistungen lassen sich dem ganzen jungen Ensemble vorbehaltlos bescheinigen, allen voran dem wendigen Titeldarsteller Tobias Scharfenberger, der den Don Giovanni kultiviert mit lyrisch getöntem Bariton sang."

Die Rheinpfalz Frankenthal, 6. November 2009
"Tobias Scharfenberger in der Titelpartie (...) gefiel durch seinen wohltönenden und höhen-
sicheren Bariton."

Die Rheinpfalz Kaiserslautern, 21. September 2009
"Für solch eine Inszenierung braucht es junge, agile Sänger. Und die hatte man in Kaisers-
lautern. Allen voran: Tobias Scharfenberger in der Titelpartie (...) beweglich agierend im Sog der Hemmungslosigkeit."

Opernnetz, 21. September 2009
“Die Protagonisten: Tobias Scharfenberger strahlt in der Titelrolle aristokratische Distanz aus. Seine Schönheit wirkt gewollt unterkühlt und weist dadurch die in der Figur angelegten nar-
zisstischen Züge auf. Mit seiner kultivierten Stimme meistert er die Partie virtuos."

Mannheimer Morgen, 3. März 2009
“Die Gesangsleistungen der Solisten wie auch des Chores sind zu loben, allen voran Tobias Scharfenberger; mit seinem kräftig, warm getönten und variablen Bariton gestaltet er seine Rolle als Orpheus mit allen Nuancen aus, die das Arsenal an Gefühlen und Regungen bietet.”

Trierischer Volksfreund, 2. März 2009
“Unangefochtenes Aushängeschild der Produktion ist Tobias Scharfenberger in der Titelrolle. Der in Trier aufgewachsene Bariton hat sich längst in die erste Reihe seines Fachs gesungen. Ohne Weinerlichkeit, frei von Übertreibung, stimmlich kraftvoll, lange Passagen schön auf einen Atem zusammenfassend, gestaltet er den ‚Orfeo’ und lässt sich am Ende zu Recht bejubeln.”

Die Rheinpfalz, 2. März 2009
“Im Ensemble glänzte der mit bedingungsloser Hingabe agierende, eminent stilvoll singende Titeldarsteller Tobias Scharfenberger.”

Trierischer Volksfreund, 22. Juni 2007
"Dreh- und Angelpunkt ist der mit Tobias Scharfenberger luxuriös besetzte 'Dr. Falke', ein begnadeter Intrigant und Fallensteller, der alle, aber auch wirklich alle Fäden in der Hand hält."

Neue Ruhr Zeitung, 23. September 2005
"Schmerz, Trauer und Resignation dominieren in der Schlussarie 'Dov'è la figlia?', die Tobias Scharfenberger mit baritonaler Wucht, aber auch mit lyrischem Schmerz zelebriert."

Aachener Zeitung, 23. September 2005
"Im Mittelpunkt stehen die letzten Tage der Herrschaft des großen Aztekenherrschers, die Vivaldi in eine Fülle hoch virtuoser und affektgeladener Bravourarien kleidet. Anforderungen, die das hochwertige Gesangsensemble um den Bariton Tobias Scharfenberger in der Titelpartie glänzend bewältigte."

Bayernwald-Echo, 16. September 2005
"... Dem vernehmen nach ist der Bariton Tobias Schafenberger 'gut im Geschäft'. Das ist durchaus verständlich, gemessen an seiner famosen Vorstellung bei diesem Liederabend. Bei ihm ist eine feine Ausgewogenheit aus Ausdruckskraft und stimmlichen Mitteln präsent. Er bringt eine Menge Persönlichkeit und Erfahrung ein, weiß sich diskret zurückzunehmen, wenn es das Sujet erfordert, aber auch entschieden Höhepunkte herauszuarbeiten – immer im Dienst von Dichter und Komponist.
Sein kultiviertes Organ nutzt er, erfolgreich, als Sympathiewerbung, sowohl für die Romantik Schumanns (...) als auch dafür, die angesagten Doppelvertonungen kontrastreich – und schön – darzustellen. 'Seicht' klingt er nie, vielmehr gewinnend – ein durchwegs begeisterndes Erlebnis mit ihm..."

Der neue Tag. Weiden, 8. August 2005
"Ungemein ausdrucksstark Tobias Scharfenberger, der nicht nur die 'Doppel-belastung' durch Rezitation von Originalpassagen aus dem Roman und Gesang mühelos und ohne Spannungsabfall meisterte, sondern mit wunderschön lyrisch warmer, enorm tragfähiger Baritonstimme und einem beeindruckendem Höchstmaß an Gestaltungskraft den Abend zu einem literarisch-musikalischen Ereignis werden ließ. Dafür gab es den begeisterten, langanhaltenden Applaus der Zuhörer."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 12. März 2005
"Es war ein Abend, der zutiefst berührte. (...) Mitreißend gelang es dem Männerchor, das Bedrücken, die Angst und das Gebet zu intonieren, unter die Haut gehend dem Bariton Tobias Scharfenberger, als Erzähler und Feldwebel zu agieren. (...) Tobias Scharfenberger riss wieder mit."

Westfälischer Anzeiger, 2. Dezember 2004
"Tobias Scharfenberger ist ein Rossini-Barbier, den man einfach mögen muss: Nicht allein, weil er im historischen Kostüm eine elegante Figur macht, sondern weil er das Kindliche der Kreativität betont. Er zeigt das Genie, das am Herd eine Oper kocht, als einfallsreichen Menschen, der sich seiner Sache voller Liebe hingibt."