2020 feiert das Konzertbüro Andreas Braun 40-jähriges Bestehen!

Am 1. Januar 1980 nahm Andreas Braun seine Tätigkeit als selbständiger Künstlervermittler mit einem „Auftrag zur auf Gewinn gerichteten Arbeitsvermittlung“ der seinerzeitigen Bundes-
anstalt für Arbeit auf. Parallel zu seinem Studium der Germanistik und Musikwissenschaften hatte er bereits zuvor ab 1972 Berufserfahrungen beim Kölner Kammerorchester und den Brühler Schlosskonzerten gesammelt, deren Geschäftsführer er bei seinem Ausscheiden 1978 war.

Künstler der ersten Stunde waren 1980 u.a. der Geiger Christoph Poppen und dessen Cherubini-Quartett sowie Musica Antiqua Köln, deren Generalmanagement das Konzertbüro Braun über Jahrzehnte wahrnahm. Zwischen 1980 und 1990 betätigte sich Andreas Braun auch als Konzertveranstalter und gründete Kammerkonzertreihen in Köln, Bonn und Düssel-
dorf, vornehmlich die Agrippina-Konzerte für Alte Musik im Kölner Schnütgen-Museum.

Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Deutschland-Vertretungen internationaler Ensembles und Orchester aus dem Bereich der Alten Musik hinzu, deren erste Schritte auf deutsche Konzertpodien Andreas Braun ebnete, darunter Hesperion XX unter Jordi Savall, das Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe, der Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists bzw. das Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter Sir John Eliot Gardiner, das Orchester des 18. Jahrhunderts unter Frans Brüggen, Anima Eterna unter Jos van Immerseel, die Tallis Scholars unter Peter Phillips und das Hilliard Ensemble, das dem Konzertbüro Braun bis zum Ende seiner Konzerttätigkeit im Jahr 2015 die Treue hielt.

Unter den Solisten ragte Christine Schäfer heraus, die das Konzertbüro Braun im General-
management von Anbeginn ihrer sängerischen Laufbahn bis zu ihren internationalen Er-
folgen in San Francisco, Boston, New York und Glyndebourne begleitete. Eine langjährige Zusammenarbeit verband das Konzertbüro auch mit der großen Ingrid Haebler, deren umjubeltes Comeback im Amsterdamer Concertgebouw unvergessen ist.

Ein tiefes Verständnis der Musik und deren Botschaft sowie eine herausragende Qualität in der Ausführung und Vermittlung an das Publikum, interessante und innovative Programm-
ideen waren stets und sind nach wie vor Voraussetzung für die Übernahme einer Künstler-
vertretung durch das Konzertbüro Andreas Braun. Die eindrucksvolle Liste der derzeit be-
treuten Dirigenten, Solisten, Kammermusik- und Vokalensembles sowie Orchester stellt dies eindrucksvoll unter Beweis.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit begleitete Andreas Braun zahlreiche Ehrenämter. So war er von 1984 bis 1998 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Programmverantwortlicher einer repräsentativen Konzertreihe des Bach-Vereins Köln in der Kölner Philharmonie. Von 1989 bis 1996 war er Vorstandsmitglied der Association Européenne des Agents Artistiques (AEAA) und Gründer und Herausgeber der Europäischen Künstlerliste "Music in Europe", die er in die gemeinsame Künstlerliste von AEAA und IAMA - „Classical Music Artists“ - überführ-
te, deren Editorial Advisory Board er seit 1998 bis heute angehört. 2002 war Andreas Braun Mitbegründer der Internationalen Johann Wilhelm Wilms-Gesellschaft, deren Vorstands-
mitglied er seither mit einer kurzen Unterbrechung als Schriftführer ist. Seit 2009 engagiert er sich darüber hinaus im Vorstand des Vereins der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik und Tanz Köln.