Maki Namekawa, Dennis Russell Davies
* Generalmanagement
Vertretungen in Deutschland und
weiteren europäischen Ländern
sind nicht gekennzeichnet.

Klavierduo Maki Namekawa
und Dennis Russell Davies

2003 arbeiteten Dennis Russell Davies und Maki Namekawa zum ersten Mal zusammen, und nach ihrem großen Erfolg beim Festival Ars Electronica in Linz haben beide Musiker beschlos-
sen, ihre Zusammenarbeit als Klavierduo fortzusetzen. Das Duo gab seitdem zahlreiche Kon-
zerte: In den USA gastierte es u.a. im Metropolitan Pavillion, im Miller Theater sowie im Austrian Culture Forum in New York, beim Festival of Fine Arts des Florida Southern College, Lakeland, im Valparaiso University Center for the Arts, an der Northwestern University, Evanston, sowie bei Other Minds im Herbst Theatre in San Francisco. In Europa trat das Duo u.a. beim Festival International de Musique de Colmar, beim Rheingau Festival, bei den Klangspuren Schwaz sowie dem Festival Transart auf. Die Künstler gastieren regelmäßig beim Klavierfestival Ruhr, dem Festival Ars Electronica Linz und den Festwochen Gmunden. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Klavierfestivals Ruhr feierte das Publikum in der Essener Philharmonie die Uraufführung der „Four movements for two pianos“ von Philip Glass, einer Auftragskomposition des Klavier-Festivals. Zum Mozart-Jahr entstand zu Zemlinskys Bearbeitung der „Zauberflöte“ eine in Deutschland und im Ausland mit großem Erfolg gefeierte Produktion mit dem Freyer-Ensemble. Ferner spielte das Duo am Landestheater Linz Beethovens „Fidelio“ in der Fassung von Alexander von Zemlinky, ein Ballett von Jochen Ulrich, das im Juni 2009 auch am Theater an der Wien zu sehen war.

Die DVD des Duos „images 4 music" mit Steve Reichs „Piano Phase“ und Philip Glass’ „Les Enfants Terribles“ und „Visuals“ von Martin Wattenberg und Lotte Schreiber/ Norbert Pfaffen-
bichler war für den Internationalen Medienpreis 2005 für Wissenschaft und Kunst nominiert. Der Beitrag wurde im Oktober 2005 vom SWR, von ARTE und vom Schweizer Fernsehen DRS gesendet. Die Aufnahme von Zemlinskys Bearbeitung der „Zauberflöte“ für Klavier zu vier Händen erschien Anfang 2006 und wurde von der Fachpresse sehr gelobt. Im Juni 2007 wurde ebenfalls in der Edition Klavierfest Ruhr Zemlinskys Bearbeitung des „Fidelio“ veröffentlicht, 2009 folgte die CD „American Piano Music“ mit Werken von Leonard Bernstein, Aaron Copland und Phillip Glass. 2010 erschien eine Doppel-CD mit Haydns "Jahreszeiten" und "Schöpfung", ebenfalls in der Bearbeitung Zemlinskys für Klavier zu vier Händen.

2009 war das Duo in der Benaroya Hall in Seattle sowie beim Festival „Musik im Riesen“ in Swarovski Kristallwelten in Wattens mit der österreichischen Erstaufführung von Philip Glass’ „Four movements for two pianos“ zu Gast. Die amerikanische Erstaufführung fand im Juli 2009 mit großem Erfolg beim Lincoln Center Festival in New York statt. Es folgten zwei Konzerte in Berlin in der American Academy, in Anwesenheit von Philip Glass, und im Radialsystem V.  2010 war das Duo beim Schwäbischen Frühling, bei der Klavierwoche Ernen sowie im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr mit der vierhändigen Klavierfassung von Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" in Dortmund zu hören. Im Juni 2012 wird das Duo mit Werken von Claude Debussy und Walter Braunfels erneut beim Klavierfestival Ruhr zu Gast sein.

MAKI NAMEKAWA

Maki Namekawa studierte an der Kunutachi Musikhochschule in Tokio bei Mikio Ikezawa und bei Henriette Puig-Roget, Gastprofessorin am Conservatoire de Paris. 1994 gewann sie den Leonid Kreutzer-Preis, der alljährlich von der Kreutzer-Gesellschaft Japan vergeben wird. 1995 setzte sie ihre Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe bei Werner Genuit sowie Kaya Han fort und legte das Solistenexamen mit Auszeichnung ab. Anschließend vertiefte sie ihr Studium im klassisch-romantischen Repertoire bei Edith Picht-Axenfeld und György Kurtág, im Bereich der Neuen Musik bei Pierre-Laurent Aimard (Musikhochschule Köln), bei Prof. Dr. Stefan Litwin (Hochschule für Musik Saar) und bei Florent Boffard.

Maki Namekawa startete inzwischen eine Aufsehen erregende Solistenkarriere, die sie u.a. mit dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, den Münchener Philharmonikern, der Dresdner Phil-
harmonie, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Bruckner-Orchester Linz zusammen-
führte. Rundfunkaufnahmen entstanden für Radio France, den WDR, BR, SR, HR sowie beim SWR Stuttgart und Karlsruhe, bei ARVO Klassiek und dem Schweizer Radio.

Maki Namekawa ist sowohl im klassisch-romantischen Repertoire als auch in der Neuen Musik gleichermaßen zu Hause. Sie hat sich jedoch zur Aufgabe gemacht, Werke zeitgenössischer Komponisten auch dem breiten Publikum bekannt zu machen und in das "normale" Musikleben einzuführen. Sie konzertiert regelmäßig auf internationalen Podien, u.a. beim Klavierfestival Ruhr, beim WDR-Klavierfestival "Pianorama", bei der Musik-Biennale Berlin, dem Eclat Festival Stutt-
gart, dem Rheingau Musikfestival, den Klangspuren Schwaz und dem Festival Ars Electronica Linz, und wirkt bei Konzert- und Aufnahmenprojekten des ZKM Karlsruhe mit. Maki Namekawa gastierte außerdem in der Suntory Hall in Tokio.

Höhepunkte der letzten Jahre waren u.a. das Klavierkonzert von Alfred Schnittke mit dem Concert-
gebouw Orkest Amsterdam, mit dem sie bereits im Vorjahr konzertierte, die Klavierkonzerte „Dialogues“ von Elliot Carter, „Lousadzak“ von Alan Hovhaness mit der Basel Sinfonietta und „Concert Rhapsody“ von Aram Khachaturian mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt. Auch hat Maki Namekawa so selten zu hörende Werke wie Igor Strawinskys Konzert für Klavier und Bläser, Dmitri Schostakowitschs 2. Klavierkonzert, Arnold Schönbergs Klavierkonzert op. 42 oder John Cages Konzert für präpariertes Klavier und Kammerorchester im Repertoire und mit be-
deutenden Ensembles europaweit erfolgreich aufgeführt.

2009 war Maki Namekawa unter der Leitung von Dennis Russell Davies u.a. in der Benaroya Hall in Seattle mit dem Seattle Symphony Orchestra mit Alan Hovhaness’ „Lousadzak“ zu hören, in 2010 mit dem Münchner Kammerorchester im Prinzregententheater mit György Ligetis Klavierkonzert. Kürzlich spielte sie Arvo Pärts "Lamentate" in der Carnegie Hall in New York. Im Februar 2012 wird Igor Strawinskys Konzert für Klavier und Blasinstrumente im Rahmen von zwei Konzerten mit den Bamberger Symphonikern folgen.

DENNIS RUSSELL DAVIES

Dennis Russell Davies, seit 2002 Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz und des Landes-
theaters Linz sowie seit 2009 Chefdirigent des Symphonieorchesters Basel, wurde in Toledo/ Ohio geboren. Charakteristisch für seine künstlerische Tätigkeit als Opern- und Konzertdirigent sowie als Pianist und Kammermusiker ist sein breitgefächertes Repertoire, das vom Barock bis zur jüngsten Gegenwart reicht. In starkem Maße engagiert er sich für Komponisten unserer Zeit. Als Pianist und Dirigent hat er bedeutende Werke von Robert Beaser, Luciano Berio, Henry Brant, William Bolcom, John Cage, Philip Glass, HK Gruber, Lou Harrison, Gija Kancheli, Thomas Larcher, Bruno Maderna, Philippe Manouri, Kurt Schwertsik, Johannes Maria Staud, Balduin Sulzer, Heinz Winbeck und Herbert Willi uraufgeführt.

Dennis Russell Davies begann seine Klavierstudien in jungen Jahren. Er studierte zunächst bei Berenice B. McNab in Toledo, später bei Lonny Epstein und Sascha Gorodnitzky an der Juilliard School of Music in New York. Im Laufe der Jahre waren das Stuttgarter Bläserquintett, der Cellist Janos Starker, die Geiger Oscar Shumsky und Romuald Tecco, der Oboist Heinz Holliger und die Sänger Simon Estes, Hanna Schwarz, Wolfgang Schöne, Uwe Heilmann und Thomas Mohr seine Kammermusikpartner. Aufnahmen als Pianist hat Dennis Russell Davies für ECM, Orphée, Orange Mountain Music und Koch-Schwann eingespielt. Zuletzt erschienen u.a. Gija Kanchelis „Valse Boston“ und Philip Glass’ „Tyrol Concerto“ bei ECM bzw. Orange Mountain Music. 
 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Juli 2009
„Maki Namekawa und [Philip] Glass' langjähriger Mitstreiter, der Dirigent und Pianist Dennis Russell Davies, waren die beiden Interpreten [beim Lincoln Center Festival New York], die mit einer Überlegenheit die Partitur zum Klingen brachten, als hätten sie die vier Sätze ['Four Move-
ments for Two Pianos'] bereits mehrere Jahrzehnte im Repertoire. (...) Der fabelhafte Klavier-
abend, noch um Strawinskys 'Konzert für zwei Klaviere' und die aparte, atmosphärische 'China West Suite' der chinesischen Komponistin Chen Yi ergänzt, entschädigte ein wenig ..."

Österreichische Musikzeitschrift, Juli 2009
„In eine Gegenwelt des rhythmischen Amerika im 20. und 21. Jahrhundert führten nach der Pau-
se Dennis Russell Davies und Maki Namekawa an zwei Klavieren (...) Sehr gut gefiel (...) die Österreich-Premiere der 'Four Movements for Two Pianos'  (2008) von Philip Glass."

Die Presse, 12. Juni 2009
„Seine Ballettversion von Ludwig van Beethovens 'Fidelio', die am Theater an der Wien gastie-
rte, findet nach zwei Stunden (...) ein poetisch stilles Ende (...) Nicht zu vergessen: Dennis Rus-
sell Davies und Maki Namekawa. Sie trugen das Linzer Ensemble vierhändig am Klavier in ein-
fühlsamer Vertrautheit durch die Gefühlswelten des Stücks. Perfekt."

Der neue Merker, August/September 2008
„Der Linzer GMD Dennis Russell Davies spielte mit der Japanerin Maki Namekawa 4-händig (...) mit einem Rhythmusgefühl, das zum Mit-Swingen einlud, ohne dass man sich niedergewalzt fühlte. Bei Schuberts ‚Trois Marches Militaires’ op. 51 wurde ebenfalls das kreative Mitdenken und Naturempfinden geweckt.“ 

Wiener Zeitung, 21. Juli 2008
„... die Japanerin begeisterte auch mit einem ihrem Naturell entsprechenden SoloProgramm. Geradezu erstaunlich war die Kraft, mit der die zarte Pianistin etwa Gershwins ‚Rhapsody in Blue’ erklingen ließ ...“

OÖNachrichten, 17. Juli 2008
„Musikalisch untermalt wird der Abend ebenfalls von Koryphäen ihrer Zunft: Maki Namekawa und Dennis Russell Davies...“

OÖNachrichten, 31. Januar 2008
„Herausragend als Mitgestalterin war die Pianistin Maki Namekawa. (...) Die energiegeladene Pianistin allein ließ mit Virtuosität und Kompetenz hören (...) Zuhören war ein Vergnügen (...) ein musikalisches Erlebnis, beeindruckend und überzeugend.“

Neues Volksblatt, 30. Januar 2008
„Die Kombination mit Maki Namekawa als Begleiterin am Klavier erwies sich als Glücksfall, besitzt sie doch alle guten Eigenschaften einer virtuosen und aufmerksamen Kammermusikerin. Für ihr Solostück (...) heimste die Künstlerin viel Anerkennnung ein.“

Thüringer Allgemeine, 10. Dezember 2007
„Namekawa spielte (...) versiert und virtuos.“

San Francisco Chronicle, 13. Oktober 2007
“Together with Maki Namekawa, [Dennis Russell] Davies presented a program of four-hand piano music (…) The result was a varied and deeply rewarding array of musical riches. (…) he and Namekawa constitute such a dynamic and eloquent keyboard duo (…) done with fresh eloquence and vitality.”

Basellandschaftliche Zeitung, 5. Juni 2007
"Maki Namekawa am Klavier verband leichten, perlenden Anschlag mit kraftvoller Gestaltung."

Frankfurter Rundschau, 27. Juli 2006
„Maki Namekawa und Dennis Russell Davies fixieren sich über die Noten hinweg, beide so uneitel wie kompetent, erfahren sowohl im klassischen Repertoire als auch in der Neuen Musik. (...) Namekawa führt mit hellem, glasklarem und irre präzisem Anschlag ...“

Musikzeit 2006
„Als absolute Rarität ist die Einspielung von Zemlinskys Zauberflöten-Klavierauszug zu nennen. Dennis Russell Davies und Maki Namekawa leisten an einem Instrument ein Maximum an Bildhaftigkeit und Sanglichkeit, versuchen ihr Bestes, selbst Passagen wie der ‚Bildnis’-Arie eine Aura des Flehenden, des Werbenden zu verleihen. Die in Karlsruhe unter der Flagge des ‚Klavierfestivals Ruhr’ entstandene Aufnahme ist der Beweis, dass es in Zeiten der Mozart-Vervielfältigung 2006 noch eine echte Rarität zu feiern gibt.“

OÖNachrichten, 5. November 2004
„Technische Spitzenklasse, anmutige Ästhetik: Die Pianistin Maki Namekawa begeisterte (...) vor allem mit ihrem kultivierten warmen, aber stets exakt ziselierten Anschlag (...) Ihre brillant klare Technik ließ dann die Musik jener in besonders eindrucksvoller Intensität erwachsen (...) Ein höchst spannender Streifzug durch die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts, der vom Publikum zu Recht mit viel Beifall bedacht wurde.“

 

Sonntag, 12. Februar 2012
Stuttgart, Freies Musikzentrum

Dennis Russell Davies, Klavier
Duoabend mit Werken von
Claude Debussy, Philip Glass, 
Wolfgang Amadeus Mozart

Sonntag, 3. Juni 2012, 20 Uhr
Duisburg, Landschaftspark-Nord, Gebläsehalle

Klavierfestival Ruhr
Claude Debussy: Six épigraphes antiques
Claude Debussy:  "En blanc et noir" für zwei Klaviere
Walter Braunfels: Variationen für zwei Klaviere
über ein altfranzösisches Lied op. 46
Walter Braunfels: Kleine Stücke für Klavier zu vier Händen op. 24
Camille Saint-Saëns: Introduktion und Rondo capriccioso op. 28
in a-moll (bearbeitet für zwei Klaviere von Claude Debussy)